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Was unsere Mondknoten mit der Geschichte vom Aschenputtel gemein haben und warum Aschenputtel am Ende erlöst wurde
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Was unsere Mondknoten mit der Geschichte vom Aschenputtel gemein haben und warum Aschenputtel am Ende erlöst wurde

Aschenputtel geht in einer Woche auf drei Bälle zu Ehren des Prinzen, gut gekleidet mit Kleider-Geschenken vom Zaubervogel am Grab ihrer Mutter. Sie tanzt die ganze Nacht mit dem Prinzen, er betet sie an, alle beneiden sie − und dann geht sie nach Hause. Sie will nach Hause. Dabei bedeutet ihr Zuhause für sie Berge von Arbeit, ein Schlaflager in der Küchenasche, ein zerschlissenes Kleid, eine böse Stiefmutter und zwei ganz miese Stiefschwestern.

Warum macht sie das? Ruft sie etwa der absteigende Mondknoten? Das Heim, das, was uns immer wieder anzieht, unsere Komfortzone, Eigenschaften und Talente, bei denen es uns leichtfällt, sie auszudrücken, Eigenschaften, die wir vielleicht in einem früheren Leben entwickelt haben. In der Kindheit gut sichtbar, wird ihr Ausdruck von unserer Umgebung unterstützt. Wir wissen, wer wir sind. Wir verhalten uns am absteigenden Mondknoten instinktiv. Wir fühlen uns sicher, aber nicht immer im positiven Sinne: Aschenputtel hat zwei starke Einflüsse in der Kindheit erlebt, zwei ganz unterschiedliche Mütter gehabt: Von der einen hat sie Anmut, Schönheit und Nachgiebigkeit mitbekommen, von der anderen Belastungen und wertlose Überzeugungen.

Auf dem Lebensweg geht es darum, das zu überwinden, was uns mitgegeben wurde, und unser volles Potenzial zu entwickeln. Wenn Aschenputtel am absteigenden Mondknoten bliebe, würde sie für immer Asche kehren.

Auftritt aufsteigender Mondknoten. Er verlangt, dass wir uns entwickeln. Es geht um Wachstum. Mal im Flüsterton, dann wieder ganz laut. Aschenputtel erfährt Hohn und Spott. Man lacht sie aus, als sie zum Ball will. Doch sie bleibt beharrlich. Der aufsteigende Mondknoten erfüllt sie mit Wagemut. Wir hören dort auf eine Autorität, die höher steht als familiäre oder kulturelle Konditionierung. Wir hören auf den Ruf unserer Seele. Die Mondknoten sind die Flugbahn des Pfeils unserer Seele. Am absteigenden Mondknoten werden wir von einem Bogen ins Leben geschossen, der aufsteigende Mondknoten ist das Ziel, das angestrebt wird. Es trägt uns ein Gefühl, dass wir erfolgreicher sein werden als jemals zuvor, wenn wir dort angekommen sind. Verschiedene Wege sind möglich, an manchen Kreuzungen ist alles möglich: Den Weg zurück zum absteigenden Mondknoten wählen oder aber einen anderen, wagemutigeren Weg einschlagen und Kompetenzen, Reichweite und das eigene Verständnis erweitern.

Der aufsteigende Mondknoten ist oft ein verrückter Traum, der, sooft er begraben wird, immer wieder aufersteht. Die Sehnsucht übt eine so starke Wirkung aus, und dennoch ist es nicht leicht, zum aufsteigenden Mondknoten zu gelangen. Denn gerade dort haben wir keine Erfahrung und wenig Vertrauen in unsere Fähigkeiten. Schnell kommt Panik auf. Ungemütlich fühlt sich das an. Aschenputtel flieht von der Party und geht nach Hause.

Wenn man aber die Orientierung verliert, hilft es, sich in Richtung des aufsteigenden Mondknoten zu bewegen. Ein Gefühl von Sinnhaftigkeit und Enthusiasmus ist die Folge. Haben wir Schwierigkeiten, diesen Mondknoten zu erreichen, hilft uns der innere Prinz, und wir lassen einen Schuh zurück. Der Prinz ist aktiv, zielgerichtet und klar. Er will heiraten und verkörpert das Prinzip von Ganzheit, aktiv und rezeptiv. Aber er braucht den Schuh. Der Schuh ist der Beweis, dass wir an uns selbst glauben. Wir sind überzeugt, dass der Traum in die Realität umgesetzt werden kann. Dafür müssen wir raus aus dem Versteck des aufsteigenden Mondknotens, um die nicht funktionierenden Strukturen zu entlarven.

Der Schuh landet bei Aschenputtels Vater. Der übergibt ihn an seine beiden Töchter. Beiden passt er nicht, also wird er eben passend gemacht. Der Betrug fliegt beide Male auf, als Blut aus dem Schuh quillt. Ein singendes Taubenpaar offenbart den Betrug.

Warum macht der Vater so etwas? Der Vater steht für die unbewusste Autorität vergangener Leben und die familiäre Konditionierung − unser inneres Glaubenssystem, unseren trügerischen Kompass, die begrenzte Landkarte unseres eigenen Lebens. Die Mondknoten stellen jedoch eine Polarität dar. Es geht um den Ausgleich beider Seiten der Polarität. In den seltensten Fällen ist ein sauberer Übergang vom negativen Ausdruck des absteigenden zum positiven Ausdruck des aufsteigenden Mondknotens möglich.

Der Vater hat noch eine Tochter. Ein kümmerliches Aschenbrödel, sagt er. Cinderella muss ihre falschen Erwartungen loslassen: Sie kann doch wohl nicht wichtig sein? Aber es geht. Mit dem berußten Fuß schlüpft sie in den wunderschönen Glasschuh. Das, was wir sind, ist also die ganze Zeit über schon genug. Nun können die Talente des absteigenden Mondknotens in neuem Glanz erstrahlen.

Der Prinz ruft: „Das ist meine wahre Braut!“, und der Traum des aufsteigenden Mondknotens wird wahr. Der Traum ist oft aber auch nur der Antrieb und das Erreichte gar nicht so wundersam, sondern etwas Selbstverständliches oder etwas, was wir nie bewusst gesucht haben. „Das hätte ich so nicht erwartet“ ist eine typische positive Erfahrung am aufsteigenden Mondknoten. Das Träumen hört in unserem Leben also nie auf und somit auch nicht die positiven Erfahrungen mit dem Mondknoten.


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