Hallo zusammen,
nachdem der Mond nun beim Ereignis der Rettung der chilenischen Bergleute in Konjunktion zu Pluto und Mondknoten eine scheinbar initialisierende Rolle auf der kosmischen Uhr gespielt hat, ist es vielleicht eine gute Idee, diesem schnellsten astrologischen Planeten im Repertoire, ein wenig mehr Beachtung zu schenken.
Im Durchschnitt wandert der Mond alle 2 ½ Tage in ein anderes Zeichen. Dabei bringt er jeweils ganz eigene Energien zum Klingen, die für kurze Zeit die Gefühls – Welt in oft schwer fassbarer Weise beeinflussen, weil alles so schnell geht.
Ehe man es sich versieht, ist dieser launenhafte Bursche schon wieder weiter gezogen, noch bevor jeder so richtig begriffen hat, was gerade passiert ist.
Nur die Wellen – als Auswirkungen einer vielleicht schon nicht mehr vorhandenen Ursache – mögen noch sichtbar und spürbar sein.
Wie fühlt sich das nun an, wenn der Mond in den einzelnen Zeichen steht und dort seine Aspekte zu seinen „Planeten-Kollegen“ bildet? Was bewegt er in der Welt – einmal abgesehen von den Land- und Wassermassen – auf der mundanen Gefühlsebene und wie können seine jeweiligen Einflüsse gesehen und genutzt werden?
Wir können den Mond einmal einen Umlauf lang begleiten und dabei schauen, wie er die von ihm angetippten Energien freisetzen und durch Aspekte zu anderen Planeten modulieren kann.
[b:3q5otbjt]Zur Zeit steht der Mond im Steinbock.[/b:3q5otbjt]
Dieses Zeichen hat er nun in seiner gerade aktuell zunehmenden Halbmondphase schon zu einem Gutteil durchwandert.
Zunehmender Halbmond – zu dieser Zeit bildet er ein Quadrat zur Sonne und scheint noch nicht so recht geneigt, ihren Willen auf der gefühlsmäßigen Ebene mitzutragen. Er ist jetzt ein „Langschläfer“ und erhebt sich mittags über den östlichen Horizont, während sie bereits ihren Aktionshöhepunkt hat, um dafür aber erst um Mitternacht wieder unter den westlichen Horizont zu sinken.
Es ist eine Zeit des Erkennens erster Hindernisse der Dinge, die vor einer Woche (Neumond) begonnen wurden. Ein Abwägen, ob wohl alles klappen wird. Problemlösung oder Verwerfen des Planes mit Richtungsänderung liegen in der Luft.
Dabei kann die Steinbockqualität unterstützen, indem Klarheit und Strukturgebung den „Ernst der Lage“ erkennen lassen und aber auch mit eben dieser Ernsthaftigkeit und Pflichtgefühl den Dingen Form und Gestalt geben. Dass der Mond an diesem Ort dabei der - mehr die schönen Dinge und alles Angenehme sehenden - Waage-Sonne in seiner normsetzenden Kühle nicht so behagt, ist leicht vorstellbar. Daher könnte es sein, dass der auf Harmonie ausgerichtete Wille an allzu rigiden Befindlichkeiten zu scheitern droht.
Interessant ist, dass der Mond mit einem separativen Quadrat zu Jupiter/Uranus, rückläufig in Fische, in den Steinbock hinein gegangen ist, während er mit einem, ebenfalls separativen, Sextil zu den beiden wieder heraus geht.
Da wirkte offenbar noch Ärger nach, dass statt tatkräftigem Optimismus eher vielleicht nach innen gekehrte Träumerei von dem, was sein könnte, bestimmend war.
Träumerei ist das „Ding“ des Steinbock-Mondes nicht und am Ende ist es dann wohl gerade die gefühlsmäßige Klarheit, die Hoffnungen und kreativen Ideen den vorbereitenden Boden bereiten können.
Dass, gewissermaßen als Höhepunkt, noch das Ereignis einer schicksalhaften Wiedergeburt mit großem Einsatz und Durchhaltevermögen zu einem glücklichen Ende gebracht werden konnte, zeigt die besten Seiten des Steinbockmondes: Einsatzliebe und dabei Belastbarkeit, Präzision und Verantwortungsgefühl.
Liebe Grüße
bluemoon