Liebe Anwen,
"Anwen":2xxeb20i schrieb:
Ich habe bisher in meinen paar Büchern und/oder Programm die ich zur Verfügung habe eine Deutung eines nichtbesetzten Hauses in einem Zeichen gefunden - immer nur die Deutung von Planeten in den Häusern.
Tatsächlich findet man in der Literatur nicht viel über unbesetzte Häuser. Wenn doch, so wird meist auf das Herrschersystem verwiesen.
"Anwen":2xxeb20i schrieb:
Die Möglichkeit in einem unbesetzten Haus zu schaun wo der Herrscher des Hauses steht ist mir bekannt - trotzdem meine Frage ob man (wie ich gerne erstmal möchte) nicht erstmal nur das eben "leere" Haus mit der Zeichenqualität deutet.
Wenn ein Horoskop gedeutet wird, so vor allem in den Bereichen, in denen sich Planeten befinden. Der Grund besteht darin, dass sich dort auch die Entwicklungsaufgaben und -möglichkeiten des Menschen wiederfinden lassen.
Leere Häuser und damit die von ihnen repräsentierten Lebensbereiche sind nicht unwichtig, aber sie stellen in der Regel einen Ort dar, der "funktioniert" ohne dabei zunächst besonders in die Aufmerksamkeit zu geraten oder von herausragender Bedeutung auf der Entwicklungsebene zu sein.
Der Häuserherrscher - in deinem Beispiel Jupiter - zeigt, in welchem anderen Bereich (Haus) das Thema des leeren Hauses seinen Ausdruck findet. Dort, wo Jupiter steht, wird dein Thema der Kreativität vermutlich besonders seinen Widerhall finden und natürlich geprägt sein, von der Art, wie Jupiter aspektiert ist.
Natürlich kannst du aber einfach um ein Feeling zu bekommen, Haus und Zeichen miteinander deuten. Für mich hat das auch so ein bißchen etwas von einem Prozess.
Wie erlebe ich meine Kreativität?
Beginnt mein 5. Haus in einem Zeichen und endet auch dort, so wird dieser Bereich komplett von der Qualität dieses Zeichens bestimmt.
Beginnt mein Haus 5 in dem einen Zeichen und endet im folgenden Zeichen, so wird sich die Qualität im Verlaufe meines kreativen Schaffens vermutlich verändern.
Vielleicht beginne ich voller Enthusiasmus (Schütze) ein schöpferisches Werk, gestalte sehr expansiv und habe eine Vision, wie es werden soll. Im Verlaufe meines Schaffens merke ich aber vielleicht, dass es mir mehr und mehr auf eine Reduzierung (Steinbock) ankommt, dass ich das Wesentliche mehr herausarbeiten möchte. Ich entwickle mehr und mehr Ehrgeiz in der Sache.
Am Ende möchte ich dann möglicherweise vor allem Klarheit und es könnte sein, dass es gar nicht so einfach für mich ist, ein ausschweifend und begeistert begonnenes Werk zufriedenstellend zuende zu bringen, weil die Reduktion mir noch nicht abgeschlossen scheint, oder mein Anspruch an das Ergebnis im Verlaufe des Schaffens immer höher geworden ist. Vielleicht ist die expansive Anfangsvision am Ende auch gar nicht mehr so wichtig, sondern das Wesen liegt mir viel mehr am Herzen und eventuell habe ich es über meinen Ehrgeiz dann zum Schluß zu besonders viel Erfolg gebracht.
Wie der Prozess tatsächlich verläuft, hängt sicherlich wieder von der Stellung und Aspektierung des Häuserherrschers ab ...
Soviel zunächst einmal.
Liebe Grüße
bluemoon