Hallo Wika und alle zusammen,
sehr schön, dein Bericht, mit soviel Offenheit.
Was du schreibst ist ein wunderbares Beispiel, wie wir durch eine enge Beziehung gewandelt werden können und Teile von uns, die wir bis dahin vielleicht noch nicht so richtig verstehen und leben konnten, plötzlich ganz anders wahrnehmen und auf einmal einen heilsamen Zugang zu uns selbst bekommen.
So soll es eigentlich auch sein.
Natürlich kann man auch seine weniger leicht zu lebenden Anteile "delegieren", wie es in den Beiträgen von Sanne und Helen thematisiert wird. Dann können Menschen unter Umständen eine perfekte Symbiose eingehen, wenn sie beiderseits die Schattenanteile des jeweils anderen übernehmen.
Ich kenne eine solch symbiotische Gemeinschaft.
Beide haben Feueranteile und das Thema Sonne - Mars im Horoskop, aber beide haben auch Wasseranteile und damit verbunden das Thema Venus - Neptun im Horoskop. Im Grunde sind sie sich sehr ähnlich, aber verhalten sich komplett unterschiedlich. Er hat das Thema Sonne - Mars übernommen und Sie dafür das Thema Venus - Neptun für sich entdeckt.
Na toll, könnte man sagen, eine prima Ergänzung ...! Leider eher nicht. Sie leben zwar in wirklich perfekter Symbiose, die so perfekt ist, dass sie (auch wenn sie oft vom Gegenteil überzeugt zu sein scheinen) ohne den anderen nicht sein können - lieber machen sie sich gegenseitig das Leben schwer, als die Konsequenzen zu ziehen. Den eigenen Anteil zu sich zurück zu nehmen und dem anderen dessen Teil wieder zu geben, scheint nicht möglich.
Glücklich sind sie dabei nie wirklich geworden.
Ganz anders eine Partnerschaft, die bisher schwierige oder unbekannte Seiten in uns "zum klingen bringt". Hier erleben wir das, was Partnerschaft wirklich sein sollte: Statt einer "Abgabestelle" für Ungeliebtes, ein Erkennen und Annehmen des eigenen Selbst im liebenden Spiegel des Gegenübers.
Oh, ich glaube, ich bin etwas von dem neuen, diesjährigen Jahreslaufthema inspiriert ...
Liebe Sanne,
"Sanne":3676sg6c schrieb:
... wo ich das nachlesen könnte, da ich dies nämlich sehr interessant finde? Vielleicht hast Du sogar einen passenden Buch-Tipp für mich?
Was möchtest du denn konkret nachlesen, das Thema "Depression" oder die Auswirkungen von Mond - Saturn Verbindungen?
"Sanne":3676sg6c schrieb:
Ebenso gern würde ich mich noch mehr in das Thema einlesen, wie sich Kindheitserfahrungen psychologisch auf unser eigenes Verhaltens- und Lebensmuster auswirken. Hast Du hierzu vielleicht auch einen Buch-Tipp für mich?
Das erste Buch, was ich dir nennen möchte, geht aber vielleicht etwas an dem von dir gewünschten Thema vorbei: [b:3676sg6c]"Kinderhoroskope deuten und verstehen" von Anita Cortesi.[/b:3676sg6c] Sie geht auch auf die Entwicklung des Kindes und die Art, wie das Kind seine Umwelt im Spiegel seines Horoskopes erlebt, ein - dabei auch auf Problematiken, die sich ergeben können.
Ein deutlich anders Buch ist eines von [b:3676sg6c]Peter Orban: "Die Kraft, die aus der Herkunft stammt - eine Reise zu den Wurzeln der eigenen Familie."[/b:3676sg6c]
Der Autor beschreibt Lebensproblematiken, die sich aus der Herkunftsfamilie ergeben können und ihre psychologischen Ursachen. In dem Buch gehört zu jedem Thema ein Lösungsritual. Es ist also auch ein Buch, um angeregt zu werden, an schwierigen Themen aus der eigenen Familiengeschichte zu arbeiten.
Auf jeden Fall aber - auch wenn man selbst nicht betroffen ist - wird man sensibilisiert, für die Tatsache, dass diese Verstrickungen real sind und dass sie weiter wirken.
Ich bin aber nicht sicher, ob diese beiden Bücher wirklich das treffen, was du eigentlich gemeint hast ...
Liebe Grüße an euch alle
bluemoon