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THEMA: Depression im Horoskop

Re: Depression im Horoskop 9 Jahre 9 Monate her #2812

  • fritsch
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Hallo zusammen,
ich möchte noch ein Buch empfehlen: [b:18zwjq8p]Josef Giger-Bütler, "Sie haben es doch gut gemeint",[/b:18zwjq8p] Depression und Familie; der Psychotherapeut beschreibt die Familienkonstellation und Erziehungsstile, die zu depressiven Verhaltensmuster in der Kindheit führen und die späteren maßgeblich die Depression im Erwachsenenalter bestimmen.
Viele Grüße
Helen
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Re: Depression im Horoskop 9 Jahre 9 Monate her #2811

  • bluemoon
  • bluemoons Avatar
Liebe Helen,

gerade habe ich mir die Seite ein wenig angesehen. Sie liefert sehr gute Informationen zum Thema.
Danke für den Hinweis!
Der astrologisch Beratende, ohne Fachkenntnisse, kann natürlich keinesfalls in der Lage sein, einem Menschen mit einer Depression zu helfen.

Das wäre ebenfalls fahrlässig - genau wie eine nicht mögliche Diagnose aus dem Horoskop.
Der Astrologe würde seine Kompetenzen ganz klar überschreiten.
Was aber sicher - gerade in der Beratungspraxis - wichtig sein kann ist, für das Thema sensibilisiert zu sein.

Liebe Grüße
bluemoon
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Re: Depression im Horoskop 9 Jahre 9 Monate her #2809

  • fritsch
  • fritschs Avatar
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Hallo Sanne, hallo ihr alle,

Die Ursachen für Depressionen können sehr vielfältig sein. Oftmals treten sie als Begleiterscheinungen bei zahlreichen körperlichen oder/und auch seelischen Erkrankungen auf. Die Aufzählung wäre an der Stelle sehr lang! Sie treten aber auch ganz „normal“ bei verschiedenen Belastungssituationen auf. Frauen sind etwas anfälliger für sie als Männer. Sie können im jeden Alter vorkommen, am häufigsten zwischen 18 und 22 Jahre, 30 und 40 Jahre und aber auch im höheren Alter. Ein definitives Wissen über ihre Ursachen besteht aus wissenschaftlicher Sicht nicht.
Psychologe und Psychiater haben sie in verschiedenen Kategorien klassifiziert. Es ist schon spannend, wie genau Fachleute Patienten und Klienten beobachtet haben und wie diese Kategorien sich verzweigen und ein besseres Verständnis für sie ermöglichen. Letztlich geht es als Psychotherapeut darum, eine Sensibilität für ihre unterschiedlichen Formen zu entwickeln. Häufig wird man mit einen Verdacht auf die eine oder andere Kategorie arbeiten. Nicht selten treten Mischformen auf oder Verlagerung der eine auf die andere Kategorie im Laufe der Zeit. Viele von ihnen sind heilbar und nur die Folge einer belastenden Situation, die geändert werden kann.

In dem Vorbereitungskurs „ Heilpraktiker Psychotherapie“, den du bald bei uns besuchst, werden sie in wiederkehrendes Thema bei psychischen Störungen sein. Ihre Ursachen können, aber müssen nicht in der Kindheit liegen. Wenn sie in der Kindheit liegen, so sind für sie oft folgende Erlebnisse dafür typisch:

-Das Kind wuchs in einem gewalttätigen Milieu auf;

-es war Übergriffen und emotionalen Erpressungen ausgesetzt;

-man demütigte und erniedrigte es;

-seine Familie isolierte sich und hatte zu wenig soziale Kontakte;

-die Bezugspersonen erwarteten zu hohe Leistungen;

-das Kind erlebte Inkonsequenz und war sich selbst überlassen;

-es erlebte eine zwanghafte Erziehung (Korrektheit und Sauberkeit);

-in Konfliktsituationen reagierte man mit Liebesentzug;

-es bestand eine gravierende Belastung in der Familie durch Überforderung, Erkrankung, Alkoholismus, Drogen und Depressionen.

Wichtig ist sich zu merken, dass Depressionen oft mit Müdigkeit beginnen, Rückzugstendenzen, Lustlosigkeit, Appetitverlust, Desinteresse an Sexualität, Schuld- und Versagensgefühle. Trauer kann scheinbar abwesend. Oft meint der Betroffene, er sei nur müde und bräuchte Ruhe. In einigen Fällen ist Psychopharmaka, das nur von Ärzten (am besten von Psychiatern) verschrieben werden darf, die Voraussetzung für eine Psychotherapie ist, da sonst Psychotherapie nicht möglich ist. Anderseits werden oft falsche Medikamente verschrieben, wie bspw. Beruhigungs- und Schlafmittel, die leicht zur Abhängigkeit führen. Am besten qualifiziert sind in diesem Fall Psychiater.

[b:2ekqdwh8]Eine "Diagnose" auf Grund eines Horoskops ist fahrlässig. Hier besteht eine eindeutige astrologische Aussagegrenze!! [/b:2ekqdwh8] Darüber schreibe ich gerade ausführlich in einem bei uns neu entstehenden Kurs. Im Vorbereitungskurs auf die staatliche Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie, den die Dipl. Psychologin Andrea Warneke führt, erteile ich eine Stunde über das Thema "Psychische Störungen aus astrologischer Sicht" und schreibe dazu ausführliche Texte.

Erst wenn die Diagnose von Fachleuten feststeht, kann Astrologie hilfreich sein. Die Radix beschreibt seelische Eigenschaften, die für eine Therapie hilfreich sein können. Die Transite und die Sekundärprogressionen weisen auf weitere Eigenschaften und auch Wege der Entlastung. Aber nur dann, wenn die entsprechende Fachkompetenz über die Astrologie hinaus vorliegt.

Auf dieser Website findet ihr einen Überblick und auch Literaturempfehlungen:


Liebe Grüße
Helen
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Re: Depression im Horoskop 9 Jahre 9 Monate her #2807

  • Sanne
  • Sannes Avatar
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Liebe Wika, liebe Bluemoon,

vielen Dank für Eure tollen Beiträge!

@ Wika

Da ich selbst eine Pluto Opposition zu meiner Mond/Merkur-Konjunktion habe, kann ich nur bestätigen, wie schwer es darunter fällt, die tiefsten und wahrsten (eigenen) Gefühle zu kommunizieren.
Ich hatte mich zuvor gefragt, wie sich ein Steinbock-Mond wohl im 3. Haus auswirken mag, aber das hast Du auch schön beschrieben. Allerdings ist mir nicht ganz klar (mangels Kenntnissen ), was davon dem Steinbock-Mond und was dem Pluto zuzuordnen ist. Vermutlich ist es wohl tatsächlich so, dass der Pluto dem Steinbock-Mond "die Krone" aufsetzt, wie Du schreibst.
Ich hätte nämlich vermutet, dass der etwas reservierte Steinbock-Mond sich auf dem Feld der Kommunikation doch ganz wohl fühlt und wenn vielleicht nicht gerade überschwänglich, aber dennoch über Gefühle sprechen mag?
Vielleicht magst Du noch etwas dazu schreiben, wie Du Deinen Mond im 3. Haus erlebst/deutest?


@ Bluemoon

Vielen Dank auch für Deine Buch-Tipps!
Nach dem Buch von Peter Orban werde ich auf jeden Fall mal schauen. Ich denke, es kommt "meinem" Thema schon recht nahe. Ich finde es unheimlich spannend, wie sich unsere Kindheitserfahrungen auf unser Verhaltens- und Beziehungsmuster auswirken. In dieses Thema würde ich gern noch tiefer psychologisch einsteigen (ganz unabhängig von astrologischen Betrachtungsweisen) und werde wohl einfach mal in einer Fach-Buchhandlung etwas stöbern gehen, ob ich da etwas finde.

Zum Thema "Depression" hat mich vor allem die Möglichkeit der "Delegation" interessiert, weil mir das bisher nicht klar war, dass das möglich sei. Aber durch Deinen und Helens Beitrag habe ich das nun verstanden. Vielen Dank nochmals dafür

Liebe Grüße
Sanne
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Re: Depression im Horoskop 9 Jahre 9 Monate her #2805

  • bluemoon
  • bluemoons Avatar
Hallo Wika und alle zusammen,

sehr schön, dein Bericht, mit soviel Offenheit.
Was du schreibst ist ein wunderbares Beispiel, wie wir durch eine enge Beziehung gewandelt werden können und Teile von uns, die wir bis dahin vielleicht noch nicht so richtig verstehen und leben konnten, plötzlich ganz anders wahrnehmen und auf einmal einen heilsamen Zugang zu uns selbst bekommen.

So soll es eigentlich auch sein.
Natürlich kann man auch seine weniger leicht zu lebenden Anteile "delegieren", wie es in den Beiträgen von Sanne und Helen thematisiert wird. Dann können Menschen unter Umständen eine perfekte Symbiose eingehen, wenn sie beiderseits die Schattenanteile des jeweils anderen übernehmen.

Ich kenne eine solch symbiotische Gemeinschaft.
Beide haben Feueranteile und das Thema Sonne - Mars im Horoskop, aber beide haben auch Wasseranteile und damit verbunden das Thema Venus - Neptun im Horoskop. Im Grunde sind sie sich sehr ähnlich, aber verhalten sich komplett unterschiedlich. Er hat das Thema Sonne - Mars übernommen und Sie dafür das Thema Venus - Neptun für sich entdeckt.
Na toll, könnte man sagen, eine prima Ergänzung ...! Leider eher nicht. Sie leben zwar in wirklich perfekter Symbiose, die so perfekt ist, dass sie (auch wenn sie oft vom Gegenteil überzeugt zu sein scheinen) ohne den anderen nicht sein können - lieber machen sie sich gegenseitig das Leben schwer, als die Konsequenzen zu ziehen. Den eigenen Anteil zu sich zurück zu nehmen und dem anderen dessen Teil wieder zu geben, scheint nicht möglich.
Glücklich sind sie dabei nie wirklich geworden.

Ganz anders eine Partnerschaft, die bisher schwierige oder unbekannte Seiten in uns "zum klingen bringt". Hier erleben wir das, was Partnerschaft wirklich sein sollte: Statt einer "Abgabestelle" für Ungeliebtes, ein Erkennen und Annehmen des eigenen Selbst im liebenden Spiegel des Gegenübers.

Oh, ich glaube, ich bin etwas von dem neuen, diesjährigen Jahreslaufthema inspiriert ...


Liebe Sanne,"Sanne":3676sg6c schrieb:
... wo ich das nachlesen könnte, da ich dies nämlich sehr interessant finde? Vielleicht hast Du sogar einen passenden Buch-Tipp für mich?
Was möchtest du denn konkret nachlesen, das Thema "Depression" oder die Auswirkungen von Mond - Saturn Verbindungen?"Sanne":3676sg6c schrieb:
Ebenso gern würde ich mich noch mehr in das Thema einlesen, wie sich Kindheitserfahrungen psychologisch auf unser eigenes Verhaltens- und Lebensmuster auswirken. Hast Du hierzu vielleicht auch einen Buch-Tipp für mich?
Das erste Buch, was ich dir nennen möchte, geht aber vielleicht etwas an dem von dir gewünschten Thema vorbei: [b:3676sg6c]"Kinderhoroskope deuten und verstehen" von Anita Cortesi.[/b:3676sg6c] Sie geht auch auf die Entwicklung des Kindes und die Art, wie das Kind seine Umwelt im Spiegel seines Horoskopes erlebt, ein - dabei auch auf Problematiken, die sich ergeben können.
Ein deutlich anders Buch ist eines von [b:3676sg6c]Peter Orban: "Die Kraft, die aus der Herkunft stammt - eine Reise zu den Wurzeln der eigenen Familie."[/b:3676sg6c]
Der Autor beschreibt Lebensproblematiken, die sich aus der Herkunftsfamilie ergeben können und ihre psychologischen Ursachen. In dem Buch gehört zu jedem Thema ein Lösungsritual. Es ist also auch ein Buch, um angeregt zu werden, an schwierigen Themen aus der eigenen Familiengeschichte zu arbeiten.
Auf jeden Fall aber - auch wenn man selbst nicht betroffen ist - wird man sensibilisiert, für die Tatsache, dass diese Verstrickungen real sind und dass sie weiter wirken.

Ich bin aber nicht sicher, ob diese beiden Bücher wirklich das treffen, was du eigentlich gemeint hast ...


Liebe Grüße an euch alle
bluemoon
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Re: Depression im Horoskop 9 Jahre 9 Monate her #2801

  • Wika
  • Wikas Avatar
  • Offline
Hallo Helen,

sehr, sehr schön dein Beitrag zum Mond in Steinbock. Und sehr treffend !

Ich selbst habe ihn auch im Steinbock im dritten Haus und im Quadrat zu Pluto. Das setzt der Neigung zur Schwermut noch einmal die Krone auf und ich kann ein Lied davon singen.

Ich hatte unheimliche Probleme, jemals überhaupt über meine Gefühle zu sprechen. Ich konnte sehr gut Probleme von anderen Menschen wälzen und mit ihnen darüber sprechen, nur wenn es um meine eigenen ging, hatte ich einen dicken Panzer um mich herum. Ich hatte zwar irgendwie das Bedürfnis, mich mitzuteilen, aber zugleich wahnsinnige Angst davor und es zerriss mich manchmal innerlich. Es war wie ein Kloß im Hals und sobald ich nur im Ansatz begann, über meine Gefühle zu sprechen, hätte ich Meere weinen können, ohnen zu wissen warum. Es staut sich sehr viel innerlich an und ich verspürte eine wahnsinnige innere Spannung. Ich hätte mir manchmal so sehr gewünscht, dass mich einmal jemand auffängt, nachdem ich doch auch andere schon so oft aufgefangen hatte. Einsamkeit, Schwermut und ein Gefühl von der Welt verlassen zu sein. Ich hatte Angst, wenn ich mich öffnen würde, und all meine weichen und auch mal schwachen Seiten zu zeigen, dafür verurteilt zu werden. Angst, dafür nicht mehr geliebt und verlassen zu werden. Das war meine größte Angst!! Dann aber anscheinend immer wieder der Pluto, der so sehr in meinen Gefühlbereich eingedrungen ist, um vielleicht all diese Blockaden zu lösen. Es fühlte sich manchmal noch extremer, noch schwerer dadurch an.

Ich habe mittlerweile gelernt, das Prinzip zu verstehen. Ich hatte es einfach gewagt. Ich habe mich einem lieben Menschen geöffnet, mich mit all meinen Sorgen und Schwächen gezeigt! Diese Erfahrung war die schönste meines Lebens, denn ich wurde nicht verurteilt und auch nicht dafür verlassen ! Ganz im Gegenteil ! Ich war so überrascht über die Reaktion, dass ich angenommen wurde und so geliebt werde, wie ich bin. Mit all den dunklen Gedanken und Ängsten. Diese person ist mein Partner. Er hat seinen Mond im luftig ,leichten Zwilling im achten Haus und hat eine wohltuhend leichte Wirkung auf meinen schweren Steinbockmond. Dazu hat er noch Skorpion am Aszendenten. Vielleicht passen auch seine Venus in den Fischen und meine Venus im Skorpion sehr gut zusammen.

Was aber noch viel wichtiger ist, dass ich dadurch auch gelernt habe, in meinem Umfeld leichter über meine Emotionen zu sprechen und mir selbst auch mal einen Fehler zu verzeihen und meine vermeintlichen Schwächen besser anzunehmen. Dadurch geht man sogleich auch mit anderen Menschen sorgsamer um, die ich zuvor als schwach bezeichnet habe. Ich hatte mich selbst dafür verurteilt und somit auch andere Menschen verurteilt.

Jetzt kann ich viel besser damit leben, und wenn ich einen Anflug von Schwermut verspüre, dann kann ich mich mittlerweile gut selbst wieder heraus manövrieren. Die Phasen sind längst nicht mehr so schwer und lang, wie damals. Aber ich habe gelernt, den Steinbockmond zu akzeptieren. Er ist nunmal in mir, aber ich kann jetzt besser damit umgehen und endlich seine positiven Seiten sehen.

Das sind meine Erfahrungen mit Steinbockmond.
Die Astrologie hat mir auch sehr dabei geholfen, dies zu erkennen.

Ich hoffe, ich werde noch viele schöne Dinge durch die Astrologieausbildung erfahren!!

Liebe Grüße an alle Astrologiebegeisterte !!

Wika.....
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