hallo zusammen,
toll die vielen interessanten neuen Beiträge zu dem Thema und jeder für sich hat für mich nochmal wichtige Aspekte thematisiert bzw vertieft. Ist ja nicht so ganz einfach das Thema, und eigentlich jetzt auch gar nicht so die Jahreszeit dafür, weshalb ich mich jetzt auch nicht so übermäßig darin vertiefen will, weil ich sonst möglicherweise selbst Gefahr laufe, wieder auf meinen südlichen Mondknoten Konjunktion Saturn zu rutschen, und erstmal angekommen kann es ziemlich dunkel werden. Und da jetzt ja Frühling wird und Helen mir sowieso den Zwillingsweg meines MC empfohlen hat (vielen Dank nochmal für die wertvollen Hinweise in vielerlei Hinsicht ), werde ich jenen Wintergeist als willkommenen Dünger für frische Feldgräser und Blumen umtopfen.
Ich fand den Aspekt, das eine Krankheit uns auch seelisch bereichert und weiterbringt, sehr wichtig. Ich bin davon überzeugt, dass selbst schwerste Leiden, deren Ursache vielleicht Generationen zurück liegt oder möglicherweise auch durch Gruppen- oder Menschheitskarma bedingt ist, wie jetzt in Fukuchima, für das Individuum dennoch einen persönlichen Wert hat, auch wenn es natürlich gerade aus deren Perspektive einfach eine schreckliche Tragödie ist. Mir fällt in dem Zusammenhang (auch im Hinblick auf Wika’s Beitrag) der Suizid von Robert Enke vor gut einem Jahr ein, der mich sehr berührte, weil ich, seit ich denken kann, fußballverrückt bin und seine Karriere von Anfang an mit großer Sympathie verfolgt habe. Ich glaube, sein Tod hat Spuren hinterlassen in dem Bewußtsein der Deutschen, nicht nur, was die Krankheit betrifft. Das war so etwas wie ein Blitz aus heiterem Himmel, etwas Außergewöhnliches, was über sein persönliches Schicksal hinausging. Ich glaube, dass da auch kollektive Kräfte und Konstellationen eine Rolle gespielt haben, weil es beinahe schon etwas von einer griechischen Tragödie hatte, wo der Mensch trotz bester Absichten und Fähigkeiten dennoch zu Fall kommt und exemplarisch höhere Gesetzmäßigkeiten offenbar werden. Ich glaube, der Tod des Fußballspielers hatte in mehrerer Hinsicht symbolische Bedeutung, so wie viele Dinge, die jetzt geschehen, einen hohen Symbolgehalt tragen und wir nicht mehr umhin kommen, diesen auch wahrzunehmen und uns davon auch verändern zu lassen. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber in meinem Leben geschehen auch vermehrt Dinge, die mich für Wesentlicheres sensibilisieren, als für das, was mich sonst so umtreibt.
Aber gut, jetzt bin ich doch noch etwas auf den Wintergeist eingegangen ..
Was du geschrieben hast, Bluemoon, das man eigentlich nur positiv Denken muß (passt auf, jetzt krieg ich die Kurve) und schon wird alles wunderbar blabla, bin ich absolut bei dir. Das fing ja schon in den 80ern an und es ging mir so auf den Zeiger, das ich fast schon mit Vorsatz negativ gedacht habe. Beinahe wäre ich deswegen Punker geworden damals, wenn die nicht so prollo gewesen wären . OK, die Einstellung hat mich jetzt auch nicht unbedingt zu ruhmreichen Ergebnissen geführt, aber ich glaube, das was du sagst, ist richtig, jedenfalls interpretiere ich es so : Die Kraft der Bejahung ist ein starkes Instrument, aber man darf nicht den Blick für die Realitäten verlieren und seine kritische Urteilskraft . Man muß sich erst mal klar darüber werden, was man positiv verstärkt, sonst wird man am Ende zu diesen größenwahnsinnigen Motivationsgurus, die ihre Taschen mit horrenden Gagen vollgestopft haben und sonst nichts.
Ach so, was hast du eigentlich mit ‚Philosoph in der Tonne’ gemeint, das gibt mir ja jetzt doch zu denken. War das nicht der Diogenes mit dem ‚Geh-mir-aus-der-Sonne-Spruch' ? Ich bin ja wirklich ziemlich anspruchslos, aber da verlange ich ja jetzt eine Erklärung
Ich bin dafür, dass hier aus dem Depressionsforum auch mal unverhohlenes Gelächter aus dem Keller dringt. Maiqe hat ja in der Beziehung schon gut losgelegt. Maike und Maique heißt du ja jetzt auch schon Wie wird es eigentlich ausgesprochen ?
Wünsche allen einen astronomisch formidablen Sonntag
Ralf