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THEMA: Frage zur Deutung bei Planeten "Grenzfällen"

Re: Frage zur Deutung bei Planeten "Grenzfällen" 9 Jahre 7 Monate her #2982

  • bluemoon
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Liebe Helen,
"Fritsch":3p02cam0 schrieb:
ja, das würde ich auch so sehen, die Frage ist nur, nach welchen Kriterien ändert sich die Situation?
sicherlich ist die von dir im Anschluss ausgeführte technische Seite nicht zu vernachlässigen.
Was ich meine, wenn ich schreibe,"bluemoon":3p02cam0 schrieb:
Aber vielleicht ist das auch wieder ein wenig situationsabhängig ...
ist aber auch, wie ist der Kontext des Gesamten? Was erzählt das Horoskop über den Menschen? Wenn wir dies synthetisch untersuchen, so können wir natürlich nur vermuten, wie es sein kann. Aber auch hierbei gibt es die Möglichkeit zu differenzieren und im Zweifel - wenn es aus dem sich ergebenden Bild angezeigt ist - eine Deutung zu wagen, die sowohl die eine Möglichkeit als auch die andere Möglichkeit zulässt.
Im Gespräch mit dem Menschen kann man es ebenfalls als zwei Möglichkeiten erörtern.

Ich gebe zu, dass ich mich weniger mit der Technik befasse, als vielmehr mit dem, was das Horoskop und natürlich der dazugehörige Mensch mir sagt. Vermutlich ist das zu intuitiv und ich vernachlässig dabei wichtige Dinge - bisher haben mich technische Details im Zusammenhang mit der Astrologie nicht so richtig zufrieden stellen können, aber möglicherweise bin ich da zu großzügig ...

Auf jeden Fall neige ich dazu einen Planeten - auch, wenn er rückläufig ist - zumindest in beiden Bereichen zu betrachten.
Konkretes Beispiel eines herausgegriffen Details, wobei ich nun auch technisch etwas gespielt habe und erkenne, dass diese "Spielerei" mich dazu führt, einerseits mehr zu differenzieren und andererseits aber weiterhin das Schieben rückläufiger Planeten nicht grundsätzlich zu verwerfen:

Eine mir gut bekannte Person hat Saturn rückläufig in Haus 4 stehen, gut 1° vor der nächsten Häuserspitze. Der Geburtszeitpunkt ist mit der vollen Stunde angegeben, was die Vorstellung wahrscheinlich sein lässt, dass dieser Mensch tatsächlich schon früher geboren ist. Bei meiner "Spielerei" mit der Geburtszeit ergab sich, dass der rückläufige Saturn ca. 8 Zeitminuten früher noch in Haus 5 gestanden hätte (Dabei ergibt sich keine wesentliche Veränderung der Achsenfärbung oder der Stellung anderer Faktoren).

Ich weiß, dass dieser Mensch in seiner Kindheit und Jugend durchaus gewisse Härten im familiären Bereich erlebt hat, die sich auch auf seine Unbeschwertheit, mit der man vielleicht mehr spielerisch an die Dinge heran geht, dämpfend ausgewirkt hat. Etwas, was sich vor allem in seinem Innenleben zeigt. Hier finde ich es durchaus passend, diesen Saturn in beiden Häusern zu deuten und zwar in der Form, dass es eine Ursache gab, die in Haus 4 - der Familie - begründet liegt und sein Innenleben in gewisser Weise verletzt hat, die sich aber auch stark in Haus 5 - seiner inneren Einstellung zu spielerisch-Schöpferischem - ausdrückt.

Das ist es, was ich wahrnehme ...

Liebe Grüße
bluemoon
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Re: Frage zur Deutung bei Planeten "Grenzfällen" 9 Jahre 7 Monate her #2980

  • fritsch
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Hallo Blumoon"bluemoon":2c4otlax schrieb:
Aber vielleicht ist das auch wieder ein wenig situationsabhängig ...
ja, das würde ich auch so sehen, die Frage ist nur, nach welchen Kriterien ändert sich die Situation?
Der rückläufiger Planet könnte sich nur im folgenden Haus gedeutet werden, wenn die Person etwas später geboren wäre. Nun kannst du etwas mit deinem Astroplus-Programm spielen und schauen, um wie viel später es sein müsste, dass er ausdrücklich im nächsten Haus zu deuten wäre oder du überschlägst das im Kopf: in ca. 4 Minuten bewegen sich die Häuser im Uhrzeiger Sinn um einen Grad. Für 6 Grad sind es also 24 Minuten. Überlege dann, ob diese Vorstellung Sinn macht. Und vor allem schaue, ob das insgesamt im Horoskop stimmig ist. Was ist das für einen Planet, wie schnell bewegt er sich, wie lange ist er noch rückläufig und lohnt es sich, ihn so unter die Lupe zu nehmen oder verlierst du dich im Details, statt viel Wesentliches aus der Synthese zu erfassen...
Letztlich ist jedes Horoskop individuell zu deuten und deswegen können wir nur wenige, fast keine (!!) Regel formulieren. Wichtiger sind die Grundprinzipien zu verstehen.
Liebe Grüße
Helen
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Re: Frage zur Deutung bei Planeten "Grenzfällen" 9 Jahre 7 Monate her #2975

  • bluemoon
  • bluemoons Avatar
Liebe Helen,
"Fritsch":1v1omlpc schrieb:
Falls er rückläufig ist, so wird er auf keinen Fall in das nächste Haus gedeutet.
Da war ich wohl auf dem Holzweg ... bisher war ich ziemlich sicher, dass ein Planet - wenn er am Ende eines Hauses steht - immer geschoben wird und es sinnvoll ist, ihn in beiden Häusern zu betrachten.
Aber vielleicht ist das auch wieder ein wenig situationsabhängig ...

Liebe Grüße
bluemoon
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Re: Frage zur Deutung bei Planeten "Grenzfällen" 9 Jahre 7 Monate her #2973

  • fritsch
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Hallo Sanne"Sanne":14pzy0fa schrieb:
nein, nein, mir ist schon klar, dass es sich nicht um Zeitminuten handelt und ich habe auch im Unterricht aufgepasst , dass Planeten nicht in das nächste Zeichen geschoben werden.
Okay, ich wußte ja nicht, dass du bei uns in der Ausbildung bist... Jetzt ahne ich, wer du bist!
"Sanne":14pzy0fa schrieb:
Du schreibst vom Mondknoten, dass Du ihn nicht in das nächste Haus schieben würdest, wenn er rückläufig ist. Wie handhabst Du das bei rückläufigen Planeten? Schiebst Du diese auch nicht? Bei dieser Sache (rückläufige Planeten ins nächste Haus schieben ja oder nein) bin ich immer noch unsicher, was mich letztendlich zu diesem Forumeintrag bewogen hat.
Wenn ein Planet rückläufig ist, interessiert es mich, wie lange er noch rückläufig bleibt. Hat er die Mitte der Rückläufigkeit schon erreicht? Das ist bspw. wichtig, um ihn in etwa abzuschätzen. Generell würde ich ihn i. d. R. nicht entgegen seiner Richtung schieben!
Da wird die gleiche Logik angewandt, wie im Falle der Direktläufigkeit, nur symmetrisch rückwärts.
Viele Grüße
Helen
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Re: Frage zur Deutung bei Planeten "Grenzfällen" 9 Jahre 7 Monate her #2965

  • Sanne
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Hallo Helen,

nein, nein, mir ist schon klar, dass es sich nicht um Zeitminuten handelt und ich habe auch im Unterricht aufgepasst , dass Planeten nicht in das nächste Zeichen geschoben werden. Vielleicht habe ich meine Überlegungen hierzu etwas missverständlich ausgedrückt, aber Du hast sie jetzt mit den "kritischen Graden" für mich verständlich beantwortet. Dafür vielen Dank.

Du schreibst vom Mondknoten, dass Du ihn nicht in das nächste Haus schieben würdest, wenn er rückläufig ist. Wie handhabst Du das bei rückläufigen Planeten? Schiebst Du diese auch nicht? Bei dieser Sache (rückläufige Planeten ins nächste Haus schieben ja oder nein) bin ich immer noch unsicher, was mich letztendlich zu diesem Forumeintrag bewogen hat.

LG
Sanne
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Re: Frage zur Deutung bei Planeten "Grenzfällen" 9 Jahre 7 Monate her #2963

  • fritsch
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Hallo Sanne,
ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich habe die Vermutung, dass du die Minutenangaben hinter dem Grad für Zeitminuten hältst. Das wäre dann nicht richtig. [u:2jjslw2a]Die Position der Sonne wird [b:2jjslw2a]im Winkel (Kreis)[/b:2jjslw2a] gemessen, nicht in Zeit! [/u:2jjslw2a]
Es heißt, eine Sonne, die sich auf 29°befindet, braucht 30 BOGENminuten, um auf 0° des nächsten Tierkreiszeichens zu kommen. Wie schnell ist aber eigentlich die Sonne? Das ist die Frage, die man sich dabei stellen sollte. [u:2jjslw2a]Sie benötigt fast 24 Stunden, um ein Grad zu beschreiten.[/u:2jjslw2a] Es bedeutet, dass 24 ZEITtminuten vergehen, bis sie 1 BOGENminute beschreitet. Das ist wiederum nicht so wenig.
Und nun zur Deutung. Astrologen sprechen von "kritischen Graden", wenn ein Planet sich zwischen 29° und 1° des nächsten Tierkreiszeichen befindet. Eine Sonne ab 29°bis 29°59' 59" ist im Begriff, eine Energie zu verlassen. Ab 0° bis 1° ist sie dabei, sich einzufinden und bereit zu sein, die neue Energie aufzunehmen. Die Herausforderung besteht darin, die Dinge so zu fühlen, wie sie sind und dieses "fast vorbei" und "noch nicht ganz" gelten zu lassen. Ich glaube bestimmt nicht, dass eine Widder-Sonne schon ein wenig Stier sein kann bzw. ich denke, dass es seelisch nicht günstig wäre, sich das zu suggerieren. Aber sie kann die Widder-Kraft als eine sie "verlassende" fühlen. Oder die Stier-Energie als eine ihr noch "wenig bekannte" empfinden. Das ist absolut [u:2jjslw2a]nichts Negatives[/u:2jjslw2a], auch wenn der traditionelle Begriff "kritisch", es vielleicht vermuten lässt. Die psychologische Astrologie beschreibt eine Energie, aber bewertet sie nicht.

Natürlich können weitere Faktoren hinzukommen, die eine Tendenz zum Stier anzeigen würden. Es wäre bspw. der Fall, wenn der Herrscher des Widders (Mars), sich im Stier befände, während die Sonne im Widder 29°bis 29°59' stünde. Es ist auch möglich, dass auch ansonsten der Stier durch andere Faktoren betont wird, bspw. Stier AC oder durch andere persönliche Planeten im Stier oder eine dominante Venus im Horoskop etc... Das würde die Stier-Energie deutlich spürbar machen, aber niemals die Position der Sonne im Widder annulieren. Viel mehr könnte ein ambivalentes Gefühl entstehen. Möglich wäre, dass dieses Gefühl so unerträglich erscheint, dass die Energie des Widders abgelehnt wird. Man erklärt sich selbst, es gäbe sie nicht, Schluss aus. Sie wird also tabuisiert und verdrängt, der Eigner spürt sie nicht mehr. In Wirklichkeit ist sie aber erst recht vorhanden, liegt jedoch im Schatten. Aber in Beziehungen tritt diese Problematik wieder hervor(!), bis der Horoskopeigner gelernt hat, sich besser zu erkennen und zu sich selbst endlich zu stehen. Sonst kann es passieren, dass die verkannte Energie auf Andere projiziert wird. Man gerät bspw. immer wieder an Menschen, die just in harmonischen Situationen Konflikte entstehen lassen.

Der Mond-Knoten braucht ca. 18 Jahre für einen Umlauf. Es ist eine lange Zeit! Einen Grund fürs "Schieben" in das nächste Zeichen gibt es schon von daher nicht. Anderseits sind kategorische Entscheidungen in der Deutung niemals gut. Du kannst zunächst erfahren, ob der MK gerade direkt oder rückläufig war. Gute Programme geben das an (bspw. Astroplus). Wenn er rückläufig ist, dann würde ich nicht in das nächste Haus schieben. Oder man schaut einfach in Ephemeriden und kann das in den meisten Fällen direkt ablesen. Danach würde ich [u:2jjslw2a]intuitiv[/u:2jjslw2a] vorgehen. Schieben wie gesagt, NUR im Hinblick auf Häuser, NICHT auf Zeichen!
Aber warum nur Häuser? Deshalb weil die Häuser sich innerhalb 24 Stunden einmal um sich selbst gedreht haben. Also sind sie relativ schnell. Und damit sind wir ja bei der Bedeutung der exakten Uhrzeit der Geburt! Es heißt, die Häuser werden im Bezug auf die Uhrzeit der Geburt berechnet. Deswegen ist ohne Zeitangabe er AC nicht bekannt.

Machen wir uns klar, dass es die exakte Zeitangabe der Geburt im absoluten Sinn nicht gibt. Ab wann ist ein Kind geboren? Eine sehr spannende Frage! Der Kosmos hat dazu keine Antwort. Wir Menschen sagen, dann wenn die Nabelschnur getrennt wird. Oder beim ersten Atemzug. Oder... Oder... Also Menschen definieren sie. Es ist nichts Absolutes, sondern nur eine menschliche Vereinbarung. In Wirklichkeit ist die Geburt wie auch das Sterben ein Prozess, der gut 10 Minuten dauern kann. Da das Horoskop eine Richtung hat (vom 1. zum 12. Haus gibt einen Zug, es heißt einen Drang zum nächsten) werden die Planeten unter bestimmten Voraussetzungen in das nächstes Haus gedeutet. Mathematisch stehen sie richtig berechnet auf ihre Position, aber gedeutet müssen sie manchmal im nächsten Haus werden.
Ich hoffe, für etwas mehr Klarheit gesorgt zu haben?
Viele Grüße
Helen
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