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THEMA: Frage zur Deutung eines Stelliums

Re: Frage zur Deutung eines Stelliums 9 Jahre 7 Monate her #2989

  • Thomas
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Hallo bluemoon, hallo Ralf,

sicher sollte man mit manchen Aussagen vorsichtig sein, aber in diesem Fall war die Aussage ja auch nicht so ganz unbegründet. Wenn ein Mensch durch Krankheit oder Depressionen wirklich geschwächt ist und dann einen harten Aspekt von T-Pluto zu Sonne/ Saturn und Mond gleichzeitig empfängt, hat dass doch sicherlich Folgen - natürlich nicht unbedingt tödliche. Aber er ist ja schliesslich gestorben unter welcher Planetenkonstellation auch immer.

Also, nachdem ich das Horoskop vor mir habe, habe ich auch die Transite noch Mal nachvollzogen. Im Alter von 56 bis 59 Jahren lief Saturn über das Stellium. Dies könnte vielleicht die Schwierigkeiten ausgelöst haben. Allerdings glaube ich, dass es früher angefangen hat, bin mir aber nicht sicher. Während dieser Zeit bildete auch der T-Uranus ein Quadrat zur Sonne/ Saturn Konjunktion (die Konjunktion hat einen Orbis von ca. 1.5 Grad). [u:278lbcsv]Zum Zeitpunkt des Todes stand T-Pluto interessanter Weise wirklich im exakten Quadrat zu Saturn und damit zur Sonne/ Saturn Konjunktion und zum Mond. Insofern, Kompliment an Dich, Ralf, es war ein Volltreffer![/u:278lbcsv]

Was weiss ich noch über Ihn? Er hat quasi sein ganzes Leben an Universitäten verbracht. Volkswirtschaft (darin auch promoviert), dann Jura, dann Theologie. Kurz vor der Weihe zum Pfarrer hat er wieder kehrt gemacht und Psychologie studiert. Anschliessend hat er ein paar Jahre als Psychologe gearbeitet. Allerdings habe ich gehört, dass das nicht so gut lief, da er nicht viel Einfühlungsvermögen hatte. Ich glaube mit der Sonne am oder nahe am AC können Menschen manchmal etwas egozentrisch sein und das traf auf ihn wohl zu. Nun ja, dann hat er sich immer weiter aus dem Leben zurückgezogen. Soweit, dass er nur noch im Keller gelebt hat.
Seine Frau konnte ihn ab und zu überreden, Sanatorien zu besuchen, aber das hat nicht viel geholfen. Physischer Selbstmord war es aber nicht. Es hat schlichtweg der Lebenswille gefehlt. Leute, die ihn besser gekannt haben als ich, sagen, dass er nie Verantwortung übernehmen wollte/ konnte, was dem Mond im Steinbock etwas widerspricht. Aber das Stellium war wohl so stark, dass er noch nicht mal für sich selbst die Verantwortung tragen konnte - zumindest im fortgeschrittenen Alter.

Der NMK liegt im übrigen nahe am DC im 7. Haus, was wohl auch schwierig ist, wenn damit der SMK in Opposition zum Mond steht (allerdings weiter Orbis von 7 Grad).

Für weitere Kommentare bin dankbar, da ich versuche mich diesem Menschen etwas zu nähern und da er nun mal verstorben ist, bleibt u.a. das Horoskop.

Viele Grüsse
Thomas
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Re: Frage zur Deutung eines Stelliums 9 Jahre 7 Monate her #2988

  • Ralf
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Hallo Thomas, hallo Bluemoon,

man muß aufpassen, ja; habe ich aber nicht so gemeint, das man stirbt, wenn Pluto Oppositionen oder Quadrate zu wichtigen persönlichen Planeten bildet. Ich meinte nur, dass man wahrscheinlich nicht einfach so wie immer morgens seine Aktentasche packt und sich Witze überlegt, die man seinen Kollegen erzählen könnte. Ich denke, wenn jemand mit dieser Konstellation eine Lebens-Krise haben wird, dann zu dem Zeitpunkt. Aber du hast vollkommen recht, es muß keineswegs so sein, dass man selbst bei so einer kaum an Brisanz zu überbietenden Konstellation in schwere existentielle Schwierigkeiten geraten muß. Es hängt eben sehr davon ab, wie jemand 'gestrickt' ist bzw. er seine astrologische Radix-Disposition lebt. Es gibt sicher auch Beispiele wo jemand in ähnlicher Lage starke innere und äußere Kräfte entfaltet. In diesem Falle war es möglicherweise aber so, das der laufende Pluto im Quadrat zum Radix-Pluto die auslösende astrologische Konstellation der Depression war.

danke Thomas auch für deine Erklärungen. Die Neptun-Thematik die du beschreibst, sagt ja im Grunde schon einiges. Es scheint mir so, das er sich schon lange vor seinem physischen Tod mehr oder weniger vom irdischen Leben verabschiedet hat. Insofern war der Tod für ihn vielleicht sogar ein 'Happy End' in dem Sinne, dass er eben hinübergegangen ist in das Neptun-Reich, dem er ja mehr oder weniger schon angehörte. dann wäre es eine Art Erlösung für ihn gewesen. Ein Suizid war dabei auszuschließen ? Denn dass würde ja wieder etwas anderes bedeuten.
Was du über seine Frau sagst ist sicher zutreffend, und das sie alles für ihn geregelt hat, spricht ja auch für einen Steinbockmond. Aber vielleicht hat er sie trotzdem als absolut komplementär, also mit seinem Wesen nicht vereinbar, wahrgenommen, weil sein neptunisches Erleben eben zu empfindsam war . Was hat denn der Mond sonst noch für Aspekte, steht er auch noch geometrisch in Opposition zum Saturn ? Der Mond ist ja in jedem Fall das dynamische Prinzip unseres Fühlens, wenn er blockiert ist, kann man noch so viel Wasser haben in der Radix, dann verliert man seinen Seelenkontakt. Ist das richtig, Bluemoon ? Saturn im Krebs hat ja auch die gleiche Thematik. Es spricht einiges dafür, dass er die persönliche Krebs-Energie, also den Seelenkontakt mit anderen Menschen zugunsten von unpersönlichen neptunischen Träumen und Süchten vielleicht auch spirituellen Praktiken aufgegeben hat.

Was auch noch interessant wäre zu wissen, ist, wie herum die Mondknotenachse verlief. NMK auf der Sonne oder Mond. Könnte sein, das er wirklich ein besonderer Mensch war in bestimmten Hinsichten. Weißt du mehr über sein Leben ?

Viele Grüße
Ralf
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Re: Frage zur Deutung eines Stelliums 9 Jahre 7 Monate her #2987

  • Thomas
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Hallo Ralf,
Eine sehr interessante Deutung und es ist sicher viel dran! Von daher schon mal vielen Dank. In der Tat könnte es sein, dass er den Kontakt zu seinen Gefühlen verloren hat bzw. an seine Frau delegiert hat. Sie war allerdings ein sehr warmherziger Skorpion (das Horoskop kenne ich nicht weiter), was aber auch passen würde, da sie wohl die ganze Verantwortung übernommen hat (sein Mond steht im 6. bzw. geschoben im 7 Haus). Allerdings lies er nicht alles mit sich machen, sondern hat sich völlig abgesondert/zurückgezogen, wodurch er wohl seine Neptunprägung leben und das "Nirvana" suchen konnte. So wäre die Mondproblematik für ihn quasi "gelöst" gewesen. Aber wenn er so sein Stellium im 12. Haus gelebt hat, dann spräche das doch eher für ein happy ending und nicht für Tod ohne wirkliche Erklärung? Die Transite habe ich nur mal überfolgen, werde aber noch Mal nachsehen.

Viele Grüsse
Thomas
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Re: Frage zur Deutung eines Stelliums 9 Jahre 7 Monate her #2986

  • bluemoon
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Hallo Ralf,"Ralf":2j6lihzq schrieb:
Möglicherweise war Pluto zum Zeitpunkt seines Todes im Quadrat zu Mond/Sonne/AC. Ich glaube, dann hätte ich auch ein Problem irgendwie weiterzumachen.
Pluto war bereits im Quadrat zu meinem Mond UND zu meiner Sonne ... Hurra, ich lebe noch!

Ich gebe zwar zu, dass es einen Unterschied macht, ob diese Transite unabhängig voneinander eintreten oder ob ein äußerer Planet wie Pluto gleich alle drei Faktoren (Sonne, Mond und AC) transitiert, wie in diesem genannten Falle.
Es ist aber aus meiner Sicht in keinem Falle zwingend, dass so ein Erleben zum Ende des Lebens führen muss.

Es geht bei Pluto um Wandel und Transformation, um loslassen des Bisherigen nicht zwangsläufig um den physischen Tod des betroffenen Menschen - auch nicht zwangsläufig um den Tod eines ihm nahestehenden Menschen!

Bei dem von dir angesprochenen Transit auf alle drei Faktoren ist eine tiefe Krise schon sehr wahrscheinlich. Letztendlich kommt es aber immer darauf an, wie der Einzelne mit seinen Lebensherausforderungen umgeht.

Es wäre sehr fatal zu implizieren, dass ein solcher Transit mit Ausweglosigkeit gleichzusetzen ist. Es gibt viele Wege - sie sind so individuell wie die Menschen ...

Sei ein wenig achtsam ... es ist so erschreckend leicht, Ängste zu schüren ...

Viele Grüße
bluemoon
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Re: Frage zur Deutung eines Stelliums 9 Jahre 7 Monate her #2985

  • Ralf
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Sehr interessante Fragen und Horoskop. Von mir ein kurzer Deutungsversuch.
Dieser Mann war stark wassergeprägt und hatte einen starken Neptun-Einschlag auf Grund des Stelliums im 12.Haus und Neptun in Haus 1. Viele persönliche Planeten in Krebs und Saturn in zentraler Stellung des Stellium, was mir wichtig erscheint. Mond am DC und Opposition zur Sonne/Stellium könnte darauf hindeuten, dass er den Kontakt zu seinen Gefühlen verloren hat und vielleicht auf eine Partnerin projiziert hat, die in Opposition zu ihm ging und ein ziemlicher kühler Steinbock war. Neptun in Haus 1 würde ich in dem Zusammenhang auch so deuten, das er sich seines eigenen Wesens nicht bewußt, nicht in Kontakt war und alles mit sich machen ließ. Also ein Art Selbstaufgabe/opferung. Darüber hinaus hat es ein passiver Planet wie der Mond wahrscheinlich immer schwer, wenn er gegenüber einer so geballten Opposition steht, oder ?

Möglicherweise war Pluto zum Zeitpunkt seines Todes im Quadrat zu Mond/Sonne/AC. Ich glaube, dann hätte ich auch ein Problem irgendwie weiterzumachen.

Gruß an die Astrocollege-Gemeinde
Ralf
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Re: Frage zur Deutung eines Stelliums 9 Jahre 7 Monate her #2984

  • Thomas
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Hallo bluemoon

vielen Dank für die schnelle Antwort. Es hilft mir auch ein gutes Stück weiter. Allerdings bleiben noch Fragen offen.
Die beschriebene Planetenstellungen sind sicher nicht leicht zu leben. Zum Hintergrund: der Betroffene verfiel mit ca. 50/55 Jahren in sehr schwere Depressionen und verstarb mit ca. 60 Jaren ohne wesentliche "physische" Defekte. Für die Ärzte etwas unerklärlich.
Ich weiss, dass eine Sonne/Mond Oppostionen zu Depressionen führen kann, aber zu so Schweren aus die der Betroffene auch keinen Ausweg findet? Viele Menschen haben eine solche Opposition, aber 99,9% davon haben sicherlich einen anderen Lebensweg. Nach meinem Kenntnisstand sind doch dafüer eher die äusseren Planeten zuständig, zu denen die Sonne aber einen Orbis von ca. 20 Grad (Pluto) bzw. 10 Grad (Neptun) hat und damit für sich gesehen keinen Aspekt bildet. Es sei denn das Stellium bindet die Planeten soweit ein, dass dies der Fall ist. Sicherlich färben die Planeten des Stelliums die Sonne ein, wie Du sagst, aber reicht das aus? Oder kann es sein, dass Chiron, der zu Pluto, Venus und Merkur ein Trigon bildet, etwas damit zu tun hat?
Viele Grüsse
Thomas
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