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THEMA: Re: Homosexualität im Horoskop

Re: Homosexualität im Horoskop 9 Jahre 5 Monate her #3567

  • fritsch
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Hallo Ralf,
wenn ich dich verletzt habe, tut es mir leid! Ich kann dir versichern, dass ich dich wertschätze und diese Absicht nicht hatte. Eben habe ich meinen Beitrag verkürzt und ihn sanfter formuliert.
Es würde mich freuen, wenn du meine Fragen beantwortest. Vielleicht kommen wir dann weiter. Es sind keine rhetorische Fragen, ich habe sie wirklich, um zu verstehen, wo du in der Beratung stehst und ich meine, sie könnten dir helfen, weiter zu kommen. Wenn du dieses Gefühl nicht hast, dass sie nützlich sein könnten, dann brauchen sie nicht weiter verfolgt zu werden.

Die [u:266phlix]astrologische Ebene[/u:266phlix] habe ich bereits beantwortet: Eine sexuelle Neigung können wir im Horoskop rekonstruieren, wenn wir die Auskunft real darüber haben. Dann gibt das Horoskop zusätzliche wertvolle Hinweise. Ohne diese Hinweise können wir eine Neigung nicht diagnostizieren, d.h. ich kann aus einer individuellen astrologischen Erfahrungen, keine astrologische Regel ableiten!

Auf der logischen Ebene handelt es sich [u:266phlix]nicht[/u:266phlix] um eine Gleichung.
Zur Verdeutlichung ein Beispiel aus der Logik:
Als Maria Single war (das weiß ich, WEIL sie es mir sagte!), ging ihr Uranus durch das 7. Haus. Soweit okay.
Falsch wäre der Umkehrschluss:
Wenn Uranus durch das 7. Haus schreitet, erlebt man eine Single-Phase. Vielleicht lernt ich eine "uranische" Person kennen und beginnen gerade eine neue bedeutende Beziehung? Vielleicht erlebt meine Partnerschaft mehr Freiräume... u.s.w.
[u:266phlix]Es geht deswegen nicht, weil die zwei Satzteile KEINE logische Gleichung bilden. [/u:266phlix]

Zur Veranschaulichung nehme ich ein Beispiel aus dem Alltag:
Als Maria eine Grippe hatte, litt sie unter Kopfschmerzen. Die Behauptung ist okay!
Aber:
Immer dann, wenn Maria Kopfschmerzen hat, kündigt sich eine Grippe an, stellt (verdreht und als Regel) eine gefährliche Behauptung! Vielleicht kuriert sie einen Kater? Vielleicht hat sie einen Gehirntumor? Etc...
Du siehst, dass es im realen Leben nicht geht, solche falsche Äquivalenzen aufzustellen. Aber in der Astrologie werden sie auf Schritt und Tritt hergezaubert! Dann sage ich, klipp und klar: Das funktioniert so nicht!! Wozu astrologisch spekulieren? Ist es nicht besser, das tiefere Wesen der Astrologie zu verstehen? Ich finde sie gerade im Hinblick auf Homosexualität super modern. Sie sagt, jeder hat weibliche und männliche Seiten in sich. Der Überhang der einen oder anderen sagt nix über die Praktiken aus. Die aktuellen Theorien über Homosexualität bestätigen gerade die Astrologie.

In meinem letzten Beitrag habe ich die [u:266phlix]Beratungsebene[/u:266phlix] versucht zu hinterfragen, wie ich es in der Supervision tue: Wer ist der Auftraggeber? Was willst du wissen? Für wen ist es wichtig? Welches Ziel hast du damit? Es stimmt, sie können provozieren und es stimmt, man muss nicht darauf eingehen, wenn man es nicht möchte. Welche Fragen wären dir dann lieber?

Herzliche Grüße
Helen
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Re: Homosexualität im Horoskop 9 Jahre 5 Monate her #3566

  • Ralf
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Also ganz ehrlich – ich verstehe jetzt hier überhaupt nichts mehr !
Habe ich irgendwen angegriffen oder verletzt ? Ich bin mir dessen nicht bewußt ! Es ist mir völlig schleierhaft eine derartige Reaktion zu provozieren ! So heftige, teilweise wirklich verletztende Angriffe. Als wenn ich das Leben von jemandem durch aufdringliche astrologische Beratung zerstören wollte. Was soll diese versteckte Unterstellung eigentlich, gibt es dafür irgendeinen Hinweis ? Wenn man eine Vermutung hat, dass ich mich in irgendetwas einmische, das mir nicht zusteht, kann man das auch in einem sachlichen, ja kollegialen Ton tun. Und nicht auf diese völlig überzogene und unangemessene Art und Weise. Wer bin ich denn, dass ich mir das gefallen lassen muß und welches Mißtrauen in meine Absichten werden da deutlich. Ich verstehe das einfach nicht und bin sehr enttäuscht darüber !!!!!!

Nochmal – ich mache diese astrologische Beratung schon seit ein paar Jahren und ich kann sagen, dass mir die besagte Bekannte, was meine astrologische Hilfe betrifft, ausgesprochenes Vertrauen und auch Dankbarkeit entgegen bringt und es einfach eine glückliche Verbindung ist, die auch mir viel gibt, außer Geld. Ich bin vollkommen sicher, das ich mir absolut keine Vorwürfe machen oder gefallen lassen muß, das ich eventuell jemand schädige oder schädigen könnte. Und man kann sicher sein, dass ich es mir dreimal überlege, bevor ich in einer Beratung etwas Wichtiges sage oder schreibe, was eventuell kontraproduktiv oder sogar schädigend sein könnte. U.a. deshalb fällt es mir ja nicht leicht, jetzt dieses Mutter-Sohn-Verhältnis astrologisch zu unterstützen. Es ist eine ziemliche Herausforderung, aber ich denke trotzdem, dass es gut wäre und meine Bekannte hat mich auch darum gebeten eine Einschätzung zu geben, was sie tun kann bei den Schwierigkeiten mit ihrem Sohn, die sie schon länger hat.
Und nochmal – meine ausführliche Untersuchung, ob der Sohn eventuell eine homosexuelle Neigung haben KÖNNTE, entsprang dem vorgegebenem Thema und meiner astrologischen Neugier mich damit auseinander zu setzen. Ich will mit niemandem über dessen sexuellen Neigungen sprechen oder jemandem aufschwatzen, dass der Sohn schwul ist, das ist doch einfach totaler Kappes. Was für Unterstellungen !

Tut mir leid - mir erscheint das hier im Moment wie absurdes Theater und ich bin gern bereit am Telefon darüber zu sprechen, aber so habe ich keine Lust mehr, hier noch irgendeinen Beitrag zu leisten und frei und unverkrampft zu astrologisieren, was ja immer ein bischen auch ein Risiko beinhaltet. Dieses starke Mißtrauen, das mir hier entgegen gebracht wird, kann ich nicht verstehen, bei allen Fehltritten, die auch mir sicher schon passiert sind, aber im Rahmen einer astrologischen Ausbildung eben auch dazu gehören.

Ich weiß es nicht, Helen, was dich dazu veranlasst hat, diese Entgegnung zu schreiben, aber ich denke, es wird dir sicher klarwerden, das da etwas gehörig daneben gegangen ist. Ich habe sicher auch meine Schwierigkeiten, aber mit den völlig absurden impliziten Unterstellungen liegst du einfach grundfalsch. Ich bin jemand mit dem man immer reden kann und das erwarte ich im Grunde jetzt auch, um wieder ein normales, produktives Verhältnis finden zu können.

Gruß
Ralf

P.S. Falls deine Verärgerung darin begründet liegt, das ich den ursprünglichen Beitrag möglicherweise falsch verstanden habe und weiterhin davon ausgegangen bin, dass es kleine Hinweise über die erotische Ausrichtung geben könnte, über die man zumindest spekulieren kann, dann mag das von mir etwas ungeschickt gewesen sein. Aber es muß doch möglich sein, in einem Forum verschiedene Vorstellungen nebeneinander gelten zu lassen. Es war jedenfalls absolut nicht meine Absicht, deine Leermeinung zu untergraben und ist es auch weiterhin nicht.
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Re: Homosexualität im Horoskop 9 Jahre 5 Monate her #3565

  • fritsch
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Hallo Ralf,
ich habe eine Menge Fragen an dich, die erste:"Ralf":2n9pv3hf schrieb:
Ich muß sagen, dass ich diese Beratung schon seit einiger Zeit vor mich hinschiebe, weil es mir sehr schwierig erscheint.
Was ist für dich schwierig? Was befürchtest du? Was macht dir Sorgen?[
"Ralf":2n9pv3hf schrieb:
Es gibt auch keinerlei Auftrag oder Anfrage der Mutter, was die sexuelle Entwicklung des Sohnes betrifft, sondern es besteht einfach eine langjährige Verbindung mit astrologischer Beratung meinerseits, die sich bisher als sehr fruchtbar erwiesen hat.
Das istklingt doch sehr positiv...
"Ralf":2n9pv3hf schrieb:
Es steht jetzt aber eine Zeit der Auseinandersetzung mit dem Sohn an, die m.E. für beide sehr wichtig sein wird und ich glaube, dass ich da durch ein paar astrologische Tipps positive Hilfestellung geben kann.

Was heißt, es steht jetzt an? Für wen? Warum willst über die mögliche sexuellen Neigungen mit der Mutter sprechen? Wem willst du damit helfen?
Wenn ich eine Mutter im Hinblick auf ihren Sohn berate, [u:2n9pv3hf]so bleibt doch das Horoskop der Mutter im Vordergrund.[/u:2n9pv3hf] Was ist ihr Auftrag und was brauchst SIE, damit es ihr gut geht.
Wie alt ist der Junge? Hat er dich autorisiert über seine Sexualität zu sprechen???
"Ralf":2n9pv3hf schrieb:
Gleichwohl kann es m.E. für die Mutter eine wertvolle Information sein, wenn sie die Möglichkeit in Betracht zieht, dass der Sohn eventuell auch gleichgeschlechtliche Erfahrungen machen könnte.
Klar, kann das eine weitvolle Information sein. Aber woher nimmst du sie? Aus dem Horoskop? Oder kennst du konkret den Sohn und hast DU diese Meinung? Das sind zwei völlig verschiedenen Ebenen. Wie ich schon sagte, [u:2n9pv3hf]aus dem Horoskop kannst du das NICHT entnehmen. [/u:2n9pv3hf]Wenn du aber "objektive" Hinweise darauf hast, DANN ERST kann das Horoskop dir wertvolle Hinweise geben.
"Ralf":2n9pv3hf schrieb:
Wir leben ja nicht mehr im Mittelalter und es ist ja auch nur eine Möglichkeit !
Die Frage ist immer noch unklar, warum dir das so wichtig ist und wen du eigentlich berätst. Oder findest DU, dass die Mutter toleranter und aufgeklärter sein sollte? Dann würdest du die Ebene der Beratung verlassen und [u:2n9pv3hf]sie[/u:2n9pv3hf] "erziehen" wollen...
Oder ist dir der Junge wichtiger und du möchtest IHM helfen. Wenn er dich nicht darum gebeten hat, finde ich das recht problematisch... Etwas anderes wäre, wenn sie dich um einen Rat gebeten hätte oder der Junge, sich dir anvertrauen würde und dich bitten würde, das Thema mit seiner Mutter zur Sprache zu bringen.

Kann es sein, dass du ein Problem damit hättest, wenn die Mutter nicht merken würde, dass der Sohn schwull ist? Wenn ja, warum?

Herzliche Grüße
Helen
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Re: Homosexualität im Horoskop 9 Jahre 5 Monate her #3564

  • Ralf
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Hallo Claudia,

... mmh,du machst dir ja anscheinend richtig Sorgen, dass ich als astrologischer Berater hier großen Schaden anrichten könnte. Ich weiß nicht, ob dazu Anlaß besteht.

Ich muß sagen, dass ich diese Beratung schon seit einiger Zeit vor mich hinschiebe, weil es mir sehr schwierig erscheint. Es gibt auch keinerlei Auftrag oder Anfrage der Mutter, was die sexuelle Entwicklung des Sohnes betrifft, sondern es besteht einfach eine langjährige Verbindung mit astrologischer Beratung meinerseits, die sich bisher als sehr fruchtbar erwiesen hat. Es steht jetzt aber eine Zeit der Auseinandersetzung mit dem Sohn an, die m.E. für beide sehr wichtig sein wird und ich glaube, dass ich da durch ein paar astrologische Tipps positive Hilfestellung geben kann.
Da ist die sexuelle Entwicklung oder Ausrichtung des Kindes eigentlich eher nur eine beiläufige Thematik und insofern ist mein letzter Beitrag für mich zunächst einfach aus astrologischem Interesse entstanden. Gleichwohl kann es m.E. für die Mutter eine wertvolle Information sein, wenn sie die Möglichkeit in Betracht zieht, dass der Sohn eventuell auch gleichgeschlechtliche Erfahrungen machen könnte. Warum soll man also dazu keine Aussage machen, wenn die Mutter eine liberale Einstellung in dieser Beziehung hat ? Wir leben ja nicht mehr im Mittelalter und es ist ja auch nur eine Möglichkeit ! Es kommt aber in der Beratung eben auch sehr darauf an, worum es eigentlich geht und hier geht es eben um die Beziehung Mutter – Sohn und insofern kann es sein, dass das gar kein Thema wird, das weiß ich nicht.

Was die männlichen Bezugspersonen für das Kind betrifft, scheint es tatsächlich keine leichte Situation zu sein. Der Junge sucht danach, aber findet sie nicht wirklich. Aber dazu müßte ich jetzt weiter einsteigen.

Ich freue mich jetzt erstmal darauf, ob meine Analyse so zutrifft und was es dazu zu sagen gibt.

Ja, viele sonntägliche Grüße zurück
Ralf
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Re: Homosexualität im Horoskop 9 Jahre 5 Monate her #3561

  • bluemoon
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Hallo Ralf,

ohne jetzt deine Ausführungen speziell der Radixkonstellationen dieses Jungen genau nachvollzogen zu haben, wäre für mich erst einmal zu klären, welchen Auftrag denn der Astrologe (Du) erhalten hat?

Was möchte die Mutter denn überhaupt wissen?
Geht es um Erziehungsprobleme mit einem Heranwachsenden (dann müsste man eventuell die Radix der Mutter mit einbeziehen) oder hat der Junge selbst irgendwelche Herausforderungen zu bestehen, bei denen die Mutter behilflich sein möchte?
Will sie einfach nur so, das Horoskop gedeutet haben oder geht es vielleicht um die Berufswahl?
Last but not least, will sie tatsächlich etwas zur sexuellen Ausrichtung des Kindes wissen und wenn ja, worin liegt der Hintergrund?

Fragen über Fragen, finde ich aber ganz wichtig, erst einmal das geklärt zu wissen.

Von alledem abgesehen, würde ich ehrlich gesagt gar keine Aussage bezüglich einer bestimmten sexuellen Richtung treffen.
Warum ist das von Interesse? Was soll damit forciert oder verhindert werden und wem nützt es, die (vermeintliche) Kenntnis darüber zu haben?

Ich habe zwei Söhne.
Für mich war immer besonders wichtig, dass sie - egal womit - offen zu ihren Eltern kommen können und können sich anvertrauen, ohne Ressentiments befürchten zu müssen. Deshalb habe ich es auch nie hingenommen, wenn bewertende Aussagen in Bezug auf sexuelle Ausrichtungen getroffen wurden.
Es ist auch in unserer heutigen Gesellschaft noch schwer genug, sich damit zu outen, wenn man solche Neigungen bei sich feststellt. Eltern sollten vor allem darin gestärkt und bestärkt werden, sich selbst die Freiheit zu bewahren dass sie bereit sind, ihren Kindern den Rücken zu stärken - auch und gerade, wenn sie sich in eine Richtung entwickeln, die von der "Norm" abweicht. Das muss nicht die Sexualität sein, es gibt auch andere Möglichkeiten zur Normabweichung.
Ich denke, darauf kommt es ganz besonders an.

Wenn es deinem eigenen Interesse dient, dich diesen Fragen zu nähern, so ist das natürlich dein gutes Recht. Ich würde aber in einer Beratung oder einer Horoskopanalyse nicht den Eltern gegenüber hierzu eine Aussage machen. Auch dann nicht, wenn danach gefragt wurde.
Stattdessen würde ich das Thema besprechen dahin gehend, dass man sich dem nähert, was es für den Fragenden bedeutet, was dieser damit verbindet und warum es für ihn wichtig ist, eine solche Frage in Bezug auf das eigene Kind zu stellen.

Den Jungen würde ich völlig frei lassen in seiner Entwicklung und keinesfalls dahingehend festlegen, dass ich eine mögliche Neigung in den Raum stelle.

Wie gesagt, wenn dich persönlich das Thema interessiert, verfolge es für dich gerne und sammle Erfahrung damit. Aber der Mutter würde ich in der Hinsicht nichts sagen. Vielmehr wäre vielleicht die Frage interessant, welche männlichen Bezugspersonen es für ihn gibt (Verwandte, Lehrer, Trainer ...), die ihm auch diese Energien ausgleichend nahe bringen können. Denn gerade, wenn es in dieses Alter geht, ist es wichtig, dass die Kinder gleichgeschlechtliche Vorbilder haben.
Das macht einen wichtigen Teil der Prägung aus - allerdings nicht unbedingt in Bezug auf die sexuelle Neigung ...

Liebe sonntägliche Grüße
Claudia
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Re: Homosexualität im Horoskop 9 Jahre 5 Monate her #3560

  • Ralf
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Hallo Helen,

danke sehr für deine Antwort. Ich habe mich vielleicht etwas unpräzise ausgedrückt gestern morgen. Ich wollte keine homosexuelle Veranlagung ‚diagnostizieren’, sondern überlegen, ob so eine Veranlagung vielleicht bestehen könnte (!). Ich bin mir da ja auch keineswegs sicher, aber wie gesagt - im realen Leben ist es ja oft so, dass jemand so veranlagt ist, ob er will oder nicht; und ob er es dann lebt oder nicht. Ich denke, die allermeisten ziehen ein heterosexuelles Liebesleben vor, aber man kann es sich eben meistens nicht aussuchen, obwohl wahrscheinlich viele eigentlich homosexuell veranlagten Menschen eine unauffällige heterosexuelle Beziehung eingehen, wogegen ja auch nichts einzuwenden ist. Dann sind sie eben heterosexuell, oder ? Aber die seelischen (und m.E. in der Folge auch die körperlichen) Bedürfnisse sind oft andere. Ich kann dir aber grundsätzlich folgen, dass es letztlich nicht möglich ist, astrologisch zu erkennen, ob jemand homosexuell ist oder nicht. Dennoch glaube ich, dass es Hinweise geben kann, ob so eine Tendenz besteht.

Mir geht es jetzt aber einfach darum, was ich der Mutter vielleicht sagen kann, falls so eine Tendenz oder überhaupt eine kompliziertere Sexualität besteht. (Warum ich das glaube, gehe ich gleich noch näher darauf ein.) Es ist ja gut möglich dass der Einfluss der Mutter (der hier zweifellos sehr groß ist) mit darüber entscheidet, wie der Junge seine Sexualität entwickelt und das steht ja jetzt in den folgenden Jahren ganz klar im Vordergrund und die berufliche Orientierung erst später.

In diesem Fall ist es ja so, dass der Mars starke Krebsenergien hat, sich also eher passiv verhalten wird, sich vielleicht verführen lassen möchte. Es kann also sein, das eine Sehnsucht nach einem männlich/weiblichen Beschützer besteht, so würde ich es interpretieren. Gleichzeitig zeigt die Venus im Krebs am MC an, dass der Junge wohl von außen auch als ziemlich weiblich wahrgenommen wird, er wird rein körperlich schon eine eher weibliche Ausstrahlung haben. Jetzt stehen diese drei persönlichen Planeten in Beziehung zu den kollektiven, eher männlichen Planeten Uranus (in Haus 5/Wassermann), Pluto (in Haus 3/Schütze) und Saturn (in Haus 8/Stier). Pluto bildet ein Yod zum Sextil Saturn/Venus und Uranus ein gradgenaues Quinkunx zu Mars. Beide Konstellationen zeigen m.E. starke sexuelle Energien bzw. Bedürfnisse an, wobei die Hingabe- und Genußfähigkeit der Venus durch die Yodfigur zunächst eher gebunden zu sein scheint. Es bleibt also das Quinkunx des Krebsmars zum Uranus in Haus 5. In Liebesdingen wird er also auf einen starken Uranus treffen und der sieht mir ziemlich männlich aus oder zeigt mindestens ein sehr ungewöhnliches Liebesleben an. Das Quinkunx (und auch das Quadrat zu Chiron im Skorpion in Haus 2) deutet aber an, dass es wohl eher bei unausgelebten Sehnsüchten bleiben wird, oder es zumindest zu keinen stabilen Liebschaften kommt.

Um ganz tiefe, ursprüngliche Gefühle erleben zu können, wird es für ihn nötig sein, ganz zu seiner Mond/Venus-Veranlagung zu stehen (Saturn im Sextil zur Venus) und so den Pluto in dem Yod zu ‚befreien’ (und damit das Pluto-Venus-Quink). Kompliziert macht es aber (für den HE) das Neptun/Saturn-Quadrat, wodurch es einerseits Saturn schwer hat und andererseits die 5.Haus-Sehnsüchte des Neptun enttäuscht werden dürften. Zum Glück ist es ein seperatives Quadrat, aber es scheint trotzdem ein langer Weg zu sein, um sich von negativen Erwartungen und Einstellungen befreien zu können.
Eine Lösung wird wohl letztlich ein exaktes Trigon vom Jupiter am DC zur Sonne bringen. Dazu muß die Sonne aber erst entwickelt werden, die im T-Quadrat zu Saturn und Neptun steht, der wiederum ein Sextil zum Jupiter unterhält. Von außen zumindest wird viel Hilfe und Anregung kommen. Aber es wird ihn nicht davon entlasten, sich letztlich selbst zu finden.
Ich vermute, dass viel davon abhängen wird, ob eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Mutter gelingen kann. Es bestehen in der Synastrie Hinweise auf Machtkämpfe und Auseinandersetzungen. Ich glaube aber, das die Yodfigur gleichzeitig auch eine untergründige sexuelle Spannung zur Mutter anzeigt, die letztlich der Schlüssel zu einem erfüllten Liebesleben sein kann, u.a. weil Pluto ein fast minutengenaues Sextil zur Halbsumme von Neptun/Uranus auf der Spitze Haus 5 bildet. Kann diese gebundene starke Energie Plutos (im Schützen Haus 3) befreit werden, dann würde es sich wahrscheinlich in einer erfüllten Liebe zu einer vergleichsweise älteren Frau (gradgenaues Sextil Venus/Saturn im Stier Haus 8) manifestieren können. Damit würde sich auch eine zweite (allerdings nicht so exakte) Yodfigur erfüllen, nämlich mit Venus an der Spitze, sowie Pluto und Neptun Spitze Haus 5. Nach Einbeziehung des applikativen Sextils von Jupiter in den Fischen am DC zum Neptun wäre es das Höchste der Gefühle.

Das vorläufige amtliche Endergebnis besagt also : Der Junge wird sich eher nicht zu Männern hingezogen fühlen ;-D , sondern hat andere, gleichwohl auch etwas ungewöhnliche Bedürfnisse . Dennoch würde ich es nicht ausschließen, das es auch zu homoerotischen Kontakten kommen könnte, weil er selbst wahrscheinlich auf Homosexuelle eine attraktive Ausstrahlung ausübt und vielleicht zu Experimenten bereit ist (Uranus im Haus 5) . Die Frage ist allerdings, ob es ihm damit dann gutgehen wird (Uranus Quadrat Chiron im Skorpion/2.Haus)

Ich denke, dass es nicht ganz einfach sein wird für den Jungen, seine sexuelle Identität zu finden. Die Entfaltung der Persönlichkeit und damit der Sonne hat auch hier wieder eine zentrale Bedeutung. Vielleicht muß er einfach eine ganze Zeit die Unklarheit und Ambivalenz (und auch Enttäuschungen) in Liebesfragen aushalten und sich von vielleicht auch demütigenden Erfahrungen in der Pubertät nicht verrückt machen lassen. Letztlich besteht ja auf jeden Fall eine ausgeprägte Liebesfähigkeit und es braucht einfach Zeit.
Es ist eben nur die Frage, wie es sich erfüllen wird . Aber das steht ja bekanntlich in den Sternen ...

Ich hoffe, das meine diesmal differenzierteren Betrachtungen deine Zustimmung erhalten und freue mich auch sehr auf korrigierende Anmerkungen.

Liebe Grüße
Ralf
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