Hallo !
Ich melde mich hier mal nur, weil mir die Antwort im Ganzen ausnehmend gut gefällt. Echt. Und der Ratschlag
"Fritsch":3ukjhk3h schrieb:
Interveniere paradox
den finde ich auch wirklich gut. Denn ich meine, am Schlimmsten ist im allgemeinen, aber besonders auch in Herzensangelegenheiten, das Fixiertsein, der Gedanke, "das muss so sein", "ich bin so [i:3ukjhk3h]und ich bin so verletzt[/i:3ukjhk3h]", "es gibt nur dieses eine Gefühl und diesen einen Weg" etc., ich nenne es mal Einbahnstraßengefühle - mit dem Bedürfnis von Flucht und Kampf gleichzeitig, vielleicht mit Selbstverachtung bzw. eben -Missachtung. Keiner kann - pauschal - sagen, warum man irgendetwas in sich oder sich selbst überhaupt und dem anderen - nicht die nötige Beachtung und nicht eine bessere Wertschätzung entgegen bringen kann. Deswegen: was immer jeder Mensch im einzelnen darunter versteht: Interveniere paradox ist ein sehr guter Rat, um sich nicht weiter zu verkrampfen, und schließlich sich vielleicht sogar zu entkrampfen, zu entspannen und endlich für den Moment vielleicht sogar den "Happy Blues" zu fühlen: "Ich wünsche nicht, ich, oder irgendjemand anders, wäre tot. Ich fühl mich gut, auch ohne dich."
"Fritsch":3ukjhk3h schrieb:
Eifersucht ist wie ein Abszess: Kleine resorbieren sich selbst, größere muss man vollständig entleeren.
Dieser Vergleich, finde ich, passt auch gut. Evtl. auftretende Blindwütigkeit hat auch etwas Gefährliches, Dramatisches wie bei einer Selbstvergiftung, und deswegen ist es -auch meines Erachtens wichtig, zu spüren, was ist das für ein Gift und woher stammt es. Die Antworten müssen das Gefühl/das Problem noch nicht vollständig beheben, sondern können auch ein vernünftiger Aufschub, ein Friedensschluss sein. Um es ganz auszuräumen und ganz anzugucken bzw. die Ursache aufzuspüren, muss man vielleicht wirklich besser eher eine professionelle Begleitung haben, die einen in dem Mut bestärkt, den man/es braucht, um sich mit etwas Ungeliebtem z.B. oder mit etwas bislang schlecht Gelöstem zu konfrontieren [i:3ukjhk3h]-, zu begegnen.[/i:3ukjhk3h]
Nur erst einmal wahrnehmen und akzeptieren, dass da vielleicht hartnäckige Empfindlichkeiten sitzen, die im Grunde nur dann weh tun, wenn man in ungewöhnlichen Konstellationen drauf gestoßen wird, ist doch auch schon mal ein Hinweis, den man aufnehmen kann und in aller Offenheit im Gedächtnis behalten kann. Ich meine, es ist nicht immer möglich, eine Erkenntnis über die Ursachen zu gewinnen. Nur sollte man sich unbedingt die Freiheit zurück-erobern, sich nicht weiter zu verletzen.
Ich glaube, nebenbei gesagt, aus meiner eigenen Erfahrung heraus, dass ein Festhalten an Beziehungen, die mit eifersüchtigen und noch anderen verletzenden Absichten behaftet sind, auch damit zu tun haben, dass die Beziehung ein Potenzial -für einen- hat, das -gerade?- nicht gelebt werden kann. Und das schmerzt und die Frage kehrt immer wieder zurück, warum... nicht... , wo man doch andererseits spürt, dass da was ist, das vielleicht sogar mir mich selber in einer weniger blockierten Art und Weise zeigen [i:3ukjhk3h]und mich weiter bringen[/i:3ukjhk3h]? könnte !
'S kommt mir jetzt etwas wie halbseidener Psychologie-Dilettantismus vor - lass es aber doch gerne mal noch so als meine Antwort stehen. Bettina