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THEMA: Frage zum Weltbild der Astrologie und Horoskop-Erstellung

Re: Frage zum Weltbild der Astrologie und Horoskop-Erstellung 8 Jahre 11 Monate her #4583

  • fritsch
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Liebe Gisela,
ich kann deine generelle Meinung voll und ganz bestätigen. Nur würde ich nicht ganz so kategorisch sein. Es stimmt nicht, dass Wissenschaftler [i:1z7ra4lq]nichts[/i:1z7ra4lq] wissen. Richtig ist, sie haben nicht auf alles eine Antwort. Und das ist doch wohl "normal"! Dann würde ich nicht alle Wissenschaftler in einen Topf werfen. So wie man die Astrologen ebenfalls nicht alle gleich stellen kann!
Ansonsten denke ich genau so wie du, speziell auch mit dem Vergleich zur Heilkunde.
Herzliche Grüße
Helen
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Re: Frage zum Weltbild der Astrologie und Horoskop-Erstellung 8 Jahre 11 Monate her #4579

  • gika
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Hallo,

einen kleinen Nachtrag möchte ich noch zum "Weltbild" im weitesten Sinne machen. Liebe Helen, du hast erwähnt, dass Wissenschaftler den Astrologen ihre Deutungen vorwerfen. Also ich nehme an, sie werfen der Astrologie vor, dass die "Entwickler" unter den Astrologen seit Hunderten Jahren den Symbolen wie Tierkreiszeichen, Häusern und auch den Planeten bestimmte Bedeutungen zuordneten - aufgrund ihrer Beobachtungen von Zusammenhängen zwischen Mensch/Ereignis auf der Erde und Planetenstellung.

Wir jetzigen Astrologen wenden dieses Wissen ja nur wieder an und können es bei jedem Horoskop bestätigt finden. Es wurde sozusagen im Laufe der Jahrhunderte eine Arbeitshypothese entwickelt, die wir laufend überprüfen. Das entspricht ja durchaus dem wissenschaftlichen Arbeiten. Was allerdings fehlt, ist eine zugrundeliegende Theorie. Bis jetzt weiß man halt nicht, wieso es diesen Zusammenhang zwischen Horoskop und Mensch gibt. Doch man weiß vieles noch nicht...

Letzthin habe ich ein Buch über den Astrophysiker Stephen Hawking gelesen "Hawkings Kosmos". Das hat mir mein Bruder geschenkt, um mir "auch die andere Seite näher zu bringen", wie er meinte. Ich habe das Buch eigentlich nur aus Höflichkeit begonnen zu lesen, damit ich - falls er mich fragt, wie es mir gefallen hat - etwas dazu sagen kann. Doch nach zwei, drei Kapitel musste ich innerlich lachen: Auch "echte" Wissenschaftler oder anerkannte Wissenschaften wie Physik oder Astrophysik, wissen eben gar nichts. In dem Buch gehts um Theorien zum Urknall, um "eingerollte" Zeitdimensionen, um rotierende Schwarze Löcher, die Materie einsaugen und die Raumzeit verwirbeln, um Wurmlöcher durch die man in andere Zeitdimensionen käme und schließlich um blubbernden Raum-Zeit-Schaum (tatsächlich wie Badeschaum vorzustellen) aus dem alles entstanden sein könnte. Auch im Mikrokosmos sind interessante Phänomene zu beobachten. Angeblich gibt es noch kleinere Teilchen als die Quarks, nämlich die "Strings" - und das sind nur mehr pulsierende Wellen - also die Materie löst sich bei näherem Hinschauen völlig auf. Das alles entspringt den Hypothesen und Gedankenmodellen einer kleinen Gruppe von Wissenschaftlern, wo eigentlich ein "normaler" Mensch rein mathematisch das nicht mehr nachvollziehen kann - und es auch die Vorstellungskraft übersteigt.

Im letzten Kapitel ist dann auch noch Hawkings Meinung zur Wissenschaftstheorie erwähnt. Auch er meint, wie viele andere, dass die Wissenschaft nie etwas über die Wirklichkeit aussagen könne, weil sie nur Modelle konstruiert, mit denen sie Phänomene erklären will.

Es ist halt schon so, dass auch die anerkannten Wissenschaften noch lange nicht alles wissen - und auch immer wieder ihre Annahmen und Theorien verwerfen und korrigieren. Besonders was Mikro- und Makrokosmos betrifft. Aber auch so profane, "irdische" Wissenschaften wie z.B. Ernährungswissenschaft revidieren laufend ihre gewonnenen Erkenntnisse.

Und schließlich könnte man sogar sagen, solange man nicht weiß, wie unser Universum funktioniert, hätten wir gar keine Berechtigung in ihm zu leben, oder? Wir leben hier aber doch, ohne die letzten Geheimnisse des Lebens und des Universums ergründet zu haben.

Also vorwerfen sollten uns die Wissenschaftler nichts - schließlich wissen sie selbst nicht alles - sie können höchstens konstatieren, dass wir genausowenig wissen wie sie selbst

Was ich mir vorstellen könnte, ist, dass der Stellenwert der Astrologie in der Gesellschaft in Zukunft eine ähnliche Entwicklung nimmt wie z.B. in der Medizin die Akupunktur oder TCM oder Ayurveda. Dass also die Astrologie eine ganzheitliche Ergänzung zur Psychologie/Psychotherapie - und sogar auch der Medizin (psychosomatische Beschwerden) wird. Die Nachfrage nach ganzheitlichen Heilmethoden ist ja in der Bevölkerung enorm. Viele wollen sich nicht mehr mit Tabletten "abspeisen" lassen und suchen nach sanften Heilmethoden, die zudem meist weniger Nebenwirkungen aufweisen. Der Vorteil der Astrologie gü. der Psychologie ist sicher auch, dass sie ganz individuell auf den Menschen und seine seelischen Bedürfnisse eingehen kann. Es "tickt" nun mal jeder anders... Also Astrologie könnte man durchaus als komplementäre (Kurzzeit)Methode zu Psychologie und Psychotherapie verstehen - für seelisch gesunde Menschen, die aber trotzdem Probleme im Alltag haben und diese auf direktem Wege erkennen und lösen wollen.

Und wenn man bedenkt, wie marode unsere Krankenkassen sind (zumindest in Österreich - in Deutschland wird's vermutlich nicht viel anders sein), dann müsste schon von da her eine große Bereitschaft bestehen, die Astrologie anzuerkennen, auch wenn man nicht genau weiß, wieso sie "funktioniert". Wenn ich sehe, wie lange sich Menschen mit Problemen herumschlagen, ein Burnout nach dem anderen bekommen, etc. - dann macht es wirklich Sinn, auch unkonventionelle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, um die Lebenssituation von Menschen - nachhaltig - zu verbessern.

Liebe Grüße
Gisela
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Re: Frage zum Weltbild der Astrologie und Horoskop-Erstellung 8 Jahre 11 Monate her #4557

  • fritsch
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Liebe Gisela,
in den Foren ist es üblich, sich zu duzen und ich hoffe, es ist okay! Ich finde überhaupt nicht, dass du dich "rechtfertigen" muss, du zeigst, dass du den Dingen auf den Grund gehst und das finde ich SEHR gut.
Ich wünsche dir einen schönen Abend und grüße herzlich aus Hamburg
Helen
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Re: Frage zum Weltbild der Astrologie und Horoskop-Erstellung 8 Jahre 11 Monate her #4547

  • gika
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Hallo,

liebe Frau Fritsch, ich habe die Botschaft verstanden - werde mich daher mit den Basics vertraut machen und mir a.s.a.p. die Astrotrainer zu Gemüte führen

Ein Wort zu meiner "Verteidigung" sei gesagt: Auch bei Astrowiki oder Wikipedia finde ich manchmal keine Antwort auf Fragen, wenn sie nicht nur die Definition eines bestimmten Begriffs betreffen, sondern eine gedankliche Querverbindung. z.B. tropisches Jahr in unserer Kalenderrechnung und tropischer Tierkreis. Weil nicht immer ist es so eindeutig, dass gleiche Begriffe auch Gleiches meinen. Siehe Namen der Tierkreiszeichen und Sternbilder.

Oder auch der Zusammenhang von Zodiak und geozentr. Weltbild ist so eine Sache. Was der Zodiak ist, weiß ich. Nähere Infos zum geozentr. Weltbild habe ich auch gefunden. Aber eigentlich braucht man zur Definition des geozentr. Weltbildes nicht unbedingt den Zodiak? Also das war meine Frage. Weil auf alten Abbildungen ist ja immer beides dargestellt - also Tierkreis und Planeten. Aber bitte sich jetzt n i c h t zu einer Antwort verpflichtet fühlen Irgendwie versuche ich halt Astronomisches und Astrologisches "auseinanderzuklauben", um es dann wieder neu und hoffentlich richtig in Beziehung zu setzen. Wobei es auch historisch irgendwie schwierig ist, weil ja früher Astronomie und Astrologie ein und dasselbe waren. Also da muss ich mich mit der geschichtlichen Entwicklung auch noch auseinandersetzen...

Außerdem wollte ich nach weiteren Argumenten suchen, wie man dem Vorwurf, die Astrologie verwende ein geozentrisches Weltbild, begegnen könnte. Die Idee, jemandem darauf erwidern zu können, dass er selbst ein geozentrisches "Weltbild" am Handgelenk (Uhr) trägt oder in der Früh, wenn der Wecker läutet, nach einem geozentrischen "Weltbild" aufsteht, finde ich eigentlich ganz witzig Also so den Unterschied zwischen geozentr. Weltbild und einer geozentr. Perspektive zu verdeutlichen. Auch die Tatsache, dass Ephemeriden von der Nasa berechnet werden, sollte genügen, klarzustellen, dass die astronomischen Grundlagen auch in der Astrologie wissenschaftlich korrekt sind.

Was die Deutungen betrifft, also das Erfahrungswissen der Astrologie, da zweifle ich persönlich nicht daran. Doch das kann man erstens - zumindest bis dato - nicht logisch/rational erklären und zweitens ist das vielleicht auch besser so... Also das halte ich gerne aus, aus diesem Grund von Kritikern belächelt zu werden. Bloß wenn es bei den rechnerisch überprüfbaren Grundlagen Ungereimtheiten gäbe, dann wäre es mir peinlich, wenn ich das als Astrologin nicht zumindest wüsste. Auch ist es mir wichtig, ganz allgemein die Grundlagen der Astrologie zu kennen, weil auch da möchte ich mich, als vielleicht angehende Astrologin, nicht durch Unwissenheit blamieren... Also auf zum Astrotrainer

Vielen lieben Dank nochmals daher für die Geduld und die informativen Antworten!!!

Liebe Grüße
Gisela
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Re: Frage zum Weltbild der Astrologie und Horoskop-Erstellung 8 Jahre 11 Monate her #4545

  • bluemoon
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Hallo Gisela,
"gika":6adlmzxj schrieb:
Die Darstellung der Planeten im Horoskop stellt jetzt, da wir um das heliozentrische Weltbild wissen, nur mehr eine perspektivische Abbildung der Planetenbahnen dar und ist nicht Ausdruck eines Weltbildes der Astrologen. Kann man das so sagen?
Ich erkläre das gerne so:
Ein Horoskop ist wie eine Fotografie, die man vom Himmel macht, an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit. Man sieht die Planeten abgebildet, so wie sie sich zu eben diesem Zeitpunkt an diesem Ort darstellen.
Die symbolische Deutung der so sichtbaren Planeten vor dem Tierkreis und in den individuellen Häuserbereichen, die sich durch den jeweiligen Blickwinkel ergeben, sowie ihrer Winkelbeziehungen zueinander, ergibt sich aus einem Jahrtausende alten Erfahrungsschatz.
Es geht hier nicht um ein Weltbild, sondern um ein Wissen, das über die Zeiten zusammen getragen wurde und immer weiter erforscht und entwickelt wird.
Die Astrologie bleibt also keineswegs stehen.
Das Weltbild des Astrologen gründet m.E. nicht auf der Astrologie, sondern auf seinem eigenen Erfahrungs- und Erlebensschatz, wie bei jedem anderen Menschen auch.
Die Astrologie ist ihm Handwerkszeug und Arbeitsmittel, um Dinge begreifbar zu machen, sie besser einordnen und damit umgehen zu können."gika":6adlmzxj schrieb:
Und dann ist ja auch die Frage, ob man das Horoskop überhaupt auch noch anders auf Papier bringen kann.
Das ist schwierig, denn das Papier an sich ist zweidimensional... Natürlich kann man Dinge perspektivisch darstellen, aber bei der Sicht auf ein solches Horoskop stelle ich mir das erschwerend vor und es würde m.E. auch wenig Sinn machen. Zumal diese Zweidimensionalität ja wiederum dem entspricht, was man sieht, wenn man den Himmel betrachtet. Wenn z.B. Mond und Jupiter oder Mond und Mars gleichzeitig am Himmel zu sehen sind, so wird der Betrachter zunächst nicht erkennen können, dass sie nicht nebeneinander stehen, sondern dass Mars/Jupiter in Wirklichkeit sehr viel weiter weg von der Erde ihre Bahn ziehen, als der Mond.
Wir wissen zwar, dass es so ist und niemand wird es ernsthaft bezweifeln, aber für die Deutung spielt das keine Rolle - es ist immer nur wichtig, wie sich die betrachteten Objekte von der Erde aus darstellen. Ihre tatsächliche Stellung im Raum hat damit nichts zu tun."gika":6adlmzxj schrieb:
Gehörte der Zodiak mit zum Geozentrischen Weltbild oder wurde/wird der nur von der Astrologie verwendet?
Hierzu zitiere ich aus Wikipedia, zum Stichwort "Zodiak":
[i:6adlmzxj]Als Zodiak (lat./gr. von Zodiakos, ζῳδιακός, „Lebewesenkreis“), umgangssprachlich Tierkreis, wird eine etwa 20 Grad breite Zone um die Ekliptik bezeichnet, innerhalb der die scheinbaren Bahnen von Sonne, Mond und Planeten verlaufen. Die Ekliptik, also die scheinbare Sonnenbahn, bildet dabei die Mittellinie.

Innerhalb des Zodiaks befinden sich die zwölf Tierkreissternbilder. Auf der Ekliptik liegt auch das dreizehnte Sternbild Schlangenträger, das jedoch in der Antike nicht in den Kreis der Sonnen-Tierkreissternbilder aufgenommen und als nördlich der Ekliptik liegend betrachtet wurde.

Die Namen der Tierkreiszeichen sind aus 12 der 13 Sternbilder entstanden, in denen die Ekliptik liegt. Während die Tierkreiszeichen, beginnend mit der Frühlingstagundnachtgleiche in 12 Zeichen à 30° als gleich groß festgelegt wurden, sind die gleichnamigen Sternbilder des Tierkreises verschieden groß. Für die abendländische Astrologie sind Position und Größe der Sternbilder bereits seit der Antike nicht mehr relevant.[/i:6adlmzxj]

Deine Frage nach dem Kalender:
Er orientiert sich am tropischen Jahr, also am für uns sichtbaren Lauf der Sonne. Somit ist sein Ursprung selbstverständlich dem geozentrischen Blickwinkel zu verdanken.

Liebe Grüße
Claudia
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Re: Frage zum Weltbild der Astrologie und Horoskop-Erstellung 8 Jahre 11 Monate her #4542

  • fritsch
  • fritschs Avatar
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Hallo Gisela,
die Ephemeriden werden nach der [u:nnmmnbl6]Nasa[/u:nnmmnbl6] berechnet, also sehr exakt und die Horoskopberechnung berücksichtigt selbstverständlich die Drehung der Erde.
Ich empfehle dir zu lernen, ein Horoskop manuell zu berechnen und dich ausführlich mit der Astronomie zu beschäftigen, weil du befürchtest, irgend etwas würde man falsch berechnen. Das ist nicht der Fall! Was Wissenschaftler vor allem suspekt ist, sind unsere Deutungen, das ist etwas anderes, oder höchsten dass wir mit dem tropischen und nicht mit dem siderischen Tierkreis arbeiten, wobei es Astrologen gibt, die mit dem siderischen Tierkreis arbeiten. Dann empfehle ich dir AstroWiki, wo du sehr gute Erklärungen findest!
Natürlich haben die Astronomen nichts am Hut mit den Häuser, die typisch für das astrologische Denken sind.
In unserem Astro-Trainer Teil 1 und 3 findest du alle diese Fragen sehr ausführlich behandelt, bzw. befähigt dich dieses Wissen, dir deine eigene Meinung zu bilden. Die Trainer sind Gegenstand von 2 Sonderlektionen im Aufbaustudium, aber man kann sie auch vorab erhalten. Frage mich, wenn es für dich in Fragen kommt!
Herzliche Grüße
Helen
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