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THEMA: Frage zum Weltbild der Astrologie und Horoskop-Erstellung

Re: Frage zum Weltbild der Astrologie und Horoskop-Erstellung 8 Jahre 11 Monate her #4523

  • fritsch
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Hallo Gika,
die Häuser werden ausgehend von der Erdenrotation berechnet. Wenn man einen anderen Mittelpunkt nimmt, wären sie völlig anders. Es würden dann auch die Koordinate der Sonne fehlen. Vo wo aus auf der Sonne?? Welche Länge und Breite?

Das wäre im jeden Fall zu klären! Und kleine Abweichung gibt es auch bei den Planeten, bspw. beim Mond, je nachdem, von wo aus berechnent wird.
Nun komme ich wieder auf das heliozentrische vs geozentische Modell.
Es gibt nicht ein richtiges oder falsches Modell. Die Betrachtung ist lediglich von unterschiedlichen Positionen. Für das Leben eines Menschen, das sich auf Erde abspielt, ist das Horoskop (geozentrisch) berechnet logisch.
Wenn ich navigiere, so berechne ich meinen Kurs von meinem Standort aus. Auch in de U-bahn zeigt mir der Plan, die Station, bei der ich mich befinde. Das Navi-Gerät tut genau das gleiche.
Ein Horoskop stellt eine Art Navi-Gerät fürs Leben. Wer bin ich? Und wie kann ich, das werden, was ich bin? Wo stehe ich heute und was kann ich zum Zeitpunkt X erreicht haben.

Es bestehen im jeden Fall keine "Berechnungsfehler" bei einer geozentrische Betrachtung, wie es uns Astrologen manchmal unterstellt wird!

Die Frage ist lediglich, was für den Menschen, der auf Erde lebt, passender ist und ich meine natürlich die geozentrische Sicht. Es ist sehr real, dass ich jetzt Winter erlebe, warhnehme und mich der Winter mit seiner Stimmung prägt. Und wenn es jetzt um 20.34 draußen dunkel ist, dann "spinne" ich nicht, wenn ich die Nacht sehe. Auch sie prägt mich mit ihrer Stimmung. So wird ebenso ein Kind in einer bestimmten kosmischen Stimmung geboren, diese ist ganz real, so wie sie ist, auch wennn die Planeten ganz weit weg sind.
Würden wir uns auf der Sonne befinden, ganz abgesehen von der Hitze, die kein Menschenleben ermöglicht, so hätten wir eine ganz andere Wahrnehmung. Was soll der Mensch mit einer hypothetischen Wahrnehmung anfangen, die mit ihm nichts zu tun hat? Welches Ziel verfolgt man damit? Wozu soll es gut sein? Was soll der Zweck dieser Abstraktionen sein?

Das Hor. hilft das Leben im Hier- und-Jetzt auf ERDEN zu deuten.
Was soll er wo anders deuten??

Herzliche Grüße
Helen
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Re: Frage zum Weltbild der Astrologie und Horoskop-Erstellung 8 Jahre 11 Monate her #4522

  • gika
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Hallo, bezüglich des geo- und heliozentrischen Weltbildes habe ich noch lange nachgedacht. Wäre es denkbar, dass man sagen kann, dass es in der Astrologie sogar egal ist, welches Weltbild man als Grundlage nimmt, weil die Berechnungen - im Hinblick auf die Zeit - in beiden Fällen stimmen? Wenn also z.B. Saturn in 28 Jahren durch den Zodiak wandert, so umkreist die Erde mittlerweile 28 Mal die Sonne und es sind in beiden Fällen 28 Jahre vergangen? Bei der Sonne ist es vielleicht noch deutlicher: Ob das jetzt die scheinbare Sonnenbahn am Zodiak oder die tatsächliche Bahn der Erde um die Sonne ist - alles dauert ca. 365 Tage. Unsere Zeitrechnung geht ja auch vom Frühlingspunkt aus, der sich auf die Ekliptik und somit auf das Verhältnis Sonne-Erde bezieht. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber ich finde, dass es von dem Faktor "Zeit" her, ganz egal ist, welches Modell man anwendet - es stimmt immer überein, oder?
Und im Prinzip dürfte ja die Zeit ein wesentlicher Faktor in der Astrologie sein? Auch der Zodiak ist ja nichts anderes als eine Zeiteinteilung in 12 Abschnitte, die mit verschiedenen Bedeutungen versehen wurden, die man aus Erfahrung gewonnen hat? Wobei mich diese Deutungen der einzelnen Tierkreiszeichen sehr an den Verlauf der Jahreszeiten und deren Charakteristik erinnern. Jeder Zeitpunkt für einen Ort, dargestellt durch Jahreszeit, Tag/Nachtzyklus und Planeten ergibt dann eine bestimmte Zeitqualität, die aber unabhängig davon besteht, ob sich dort gerade ein Mensch befindet oder nicht? Astrologie = Aussage zu Zeitqualität an einem bestimmten Ort (auf der Erde)? Kann man das so sehen?
lg gika
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Re: Frage zum Weltbild der Astrologie und Horoskop-Erstellung 8 Jahre 11 Monate her #4513

  • fritsch
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Hallo zusammen,
welchen Mittelpunkt man im Kosmos nimmt, kann mathematisch gesehen, völlig beliebig sein, da er ja unendlich ist. Die Frage ist eher, was dem Menschen angemessen ist. In seiner Wahrnehmung ist der Mensch immer Mittelpunkt. Er kann mit seinen Sinnen nur von seinem Standort wahrnehmen. Alles andere ist nur eine abstrakte Vorstellung. Um so mehr, ist es richtig von den alten Astrologen, ein Horoskop geozentrisch zu berechnen, denn wir leben auf Erden und auf diesem Planet spielt sich unsere Realität ab. Theoretisch kann ich wie gesagt, mir viele Mittelpunkte im Kosmos überlegen. Aber sie hätten mit meinem Leben, meiner Meinung nach, nichts zu tun. Das bedeutet nicht, dass es nicht interessant sein kann zu experimentieren. Sicherlich wird etwas auch dabei "rauskommen". Das ist in der Astrologie immer gegeben und sogar typisch für sie, was auch immer man für Regel aufstellt, gibt es mehr als nur eine Wahrheit!
Herzliche Grüße
Helen
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Re: Frage zum Weltbild der Astrologie und Horoskop-Erstellung 8 Jahre 11 Monate her #4510

  • bluemoon
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Liebe Helen,

zu Punkt 1 deiner Fragestellerin:"Fritsch":pqfiv18x schrieb:
1. "Könnte man da sagen, dass man die ersten Erfahrungen mit astrologischen Deutungen im geozentrischen Weltbild gemacht hat und dann aus dem Grund dabei geblieben ist, weil man eben mit genau diesem Modell Zusammenhänge zwischen Menschen und von der Erde aus beobachteten Planeten erkennen konnte? Also so nach dem Motto: Wenn etwas funktioniert, dann braucht man es nicht zu ändern?"
Ich nehme an, es geht hierbei um die Frage, warum die Astrologie noch immer mit dem geozentrischen Weltbild arbeitet, obwohl mittlerweile bekannt ist, dass die Erde nicht das Zentrum ist?

Sicher könnte man das so sagen. Andererseits würde ich die Begründung noch etwas erweitern.
Die Idee, "Warum soll ich etwas ändern, was gut funktioniert" alleine, scheint mir als Erklärung nicht ausreichend. Man könnte sonst ja argumentieren, "Na, dann probiere es doch mal anders - wie sollen denn sonst Fortschritt und neue Erkenntnisse entstehen?" Daraus liese sich dann ableiten, dass die Astrologie an alten Zöpfen festhängt, sich einfach nur prinzipiell gegen Veränderung wehrt und tatsächlich nicht mehr zeitgemäß zu sein scheint.

Neben der Erkenntnisgewinnung durch die Himmelsbeobachtung und dem daraus entstehenden Erfahrungsschatz zum Geschehen auf der Erde, ist es ja immer der Mensch, der im Mittelpunkt steht oder das Ereignis.
Beides - der Mensch und das Ereignis - findet seinen Aktions- und Wirkungsbereich nun mal auf der Erde.
Das, was der Mensch von seinem Standpunkt auf der Erde aus sehen und wahrnehmen kann, ist sein Bezugsrahmen, sein Resonanzbereich mit dem er interagiert.
Somit macht es Sinn, bei diesem Bezugsrahmen zu bleiben, denn nur, wenn der Bezugsrahmen dem entspricht, was der Mensch konkret wahrnehmen kann ist es möglich, dazu eine Aussage zu machen.

Zu Punkt 2 deiner Fragestellerin:"Fritsch":pqfiv18x schrieb:
"Und gibt es eigentlich Möglichkeiten, die Astrologie mathematisch auf die Basis eines heliozentrischen Weltbilds zu stellen? Dann hat man halt statt der Sonne, die Erde im Horoskop eingezeichnet und die Sonne ist "innen". Die Jahreszeiten müssten ja so ebenfalls ersichtlich sein und eigentlich auch, ob Tag oder Nacht ist - je nachdem auf welchem Punkt derjenige auf der Erde geboren ist - würde ein anderes Häusersystem notwendig machen? Aber ich könnte mir vorstellen, dass heutzutage alles berechenbar ist, selbst wenn man eine andere Galaxie als Bezugspunkt nehmen würde..."
Es gibt natürlich eine Fülle von Meinungen.
Es gibt auch die Meinung, dass die Erde im astrologischen Bezug ein vergessener Planet sei. Weiterhin gibt es Arbeiten zum Thema des galaktischen Zentrums, so zum Beispiel von Anabela Cudell. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich weder mit der einen noch mit der anderen Sichtweise bisher näher befasst habe, weil ich es für meine astrologische Arbeit nicht für relevant betrachtet habe, was natürlich eine eingleisige Betrachtungsweise gegenüber diesen Gedanken sein mag.
Berechenbar ist sicherlich alles - na klar. Auch die Sonne kann sicherlich mit entsprechenden Modellen in den Mittelpunkt genommen werden und die Erde erscheint mit den anderen Planeten an ihrem aktuellen Standort im Tierkreis von der Sonne aus betrachtet.
Aber was bringt das der Astrologie oder dem jeweiligen Menschen?
Der Mensch lebt auf der Erde und blickt hinauf zur Sonne - egal, wie sich die Realitäten im Universum tatsächlich darstellen und alleine darum geht es.
Planeten, Häuser, Tierkreis - all' das sind Symbole, deren Wirksamkeit und Bedeutung eben nur in der Gesamt-Betrachtung vom Standpunkt auf der Erde, erkennbar und deutbar wird. Das auf der Grundlage jahrtausendelangen Forschens und Betrachtens.

Das Bezugssystem zu ändern, mag einen Sinn machen, wenn die Erdlinge dauerhaft den Weg ins All gefunden haben, dort irgendwo eine neue Basis geschaffen haben, wo Menschen leben, geboren werden und sterben. Dann könnte die "gute alte Erdastrologie" tatsächlich an diesem neuen Ort ausgedient haben, sofern die Erdlinge ihn dann tatsächlich als Heimat begreifen, was ich mir heute noch in keiner Weise vorstellen kann...

Aber all' das ist nur meine Meinung...

Liebe Grüße
Claudia
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Frage zum Weltbild der Astrologie und Horoskop-Erstellung 8 Jahre 11 Monate her #4506

  • fritsch
  • fritschs Avatar
  • Offline
Hallo zusammen,
folgende Fragen ereichen mich, die ich hier stelle:

1. "Könnte man da sagen, dass man die ersten Erfahrungen mit astrologischen Deutungen im geozentrischen Weltbild gemacht hat und dann aus dem Grund dabei geblieben ist, weil man eben mit genau diesem Modell Zusammenhänge zwischen Menschen und von der Erde aus beobachteten Planeten erkennen konnte? Also so nach dem Motto: Wenn etwas funktioniert, dann braucht man es nicht zu ändern?"

2. "Und gibt es eigentlich Möglichkeiten, die Astrologie mathematisch auf die Basis eines heliozentrischen Weltbilds zu stellen? Dann hat man halt statt der Sonne, die Erde im Horoskop eingezeichnet und die Sonne ist "innen". Die Jahreszeiten müssten ja so ebenfalls ersichtlich sein und eigentlich auch, ob Tag oder Nacht ist - je nachdem auf welchem Punkt derjenige auf der Erde geboren ist - würde ein anderes Häusersystem notwendig machen? Aber ich könnte mir vorstellen, dass heutzutage alles berechenbar ist, selbst wenn man eine andere Galaxie als Bezugspunkt nehmen würde..."

Man merkt, dass die Fragende in die Tiefe geht und sich intensiv mit diesen Themen beschäftigt. Hat hier jemand Lust, eine Antwort versuchen zu formulieren?

Viele Grüße
Helen
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