Liebe Lenny,
da stellst du ja sehr interessante Fragen und ich habe jetzt erst einmal einen Moment überlegt...
"Lenny":ew4md3ae schrieb:
Wie deute ich denn einen Radixaspekt, wenn er von der Gradzahl noch im Orbis ist, sich aber in gleichen Elementen befindet. Z.B. Mars auf 29 Grad Löwe und die Sonne auf 5 Grad Schütze ? Sollte man diesen Aspekt dann überhaupt deuten ?
Klar, der Orbis hat noch Bestand, in dem von dir genannten Fall. Dennoch bin ich zu dem Schluß gekommen, dass ich diesen Aspekt vermutlich nicht mehr in die Betrachtung einbeziehen würde. Natürlich hängt eine endgültige Entscheidung pro oder contra immer vom Gesamtbild ab, aber im Moment kann ich es mir nicht anders vorstellen.
Sonne und Mars befinden sich - wie du sehr richtig angemerkt hast - im gleichen Element und das gibt für mich in diesem Falle erst einmal den Ausschlag.
Der Quadrataspekt ist bereits gewesen und meine Einschätzung ist so, dass ich diesen beiden ein grundsätzliches Verständnis füreinander einräumen würde.
Sagen wir bildlich gesprochen, sie haben sich nun einige Zeit aneinander gerieben und das vielleicht auch gebraucht, um nun konstruktiv miteinander umgehen zu können, sie haben sich kennen und verstehen gelernt. Das Verstehen wächst in dem Maße, wie die Sonne in das Trigon zu Mars hinein läuft.
"Lenny":ew4md3ae schrieb:
Wie deute ich es, wenn von der Gradzahl in der Synastrie ein Trigonaspekt besteht Z.B. Sonne in der Waage auf 28 Grad und der Mond in den Fischen auf 1 Grad ?
Kann ich diesen Aspekt dann komplett aus der Deutung herauslassen ? So nach dem Motto knapp daneben ist auch vorbei ?
Hmm, gute Frage.
Im Prinzip ist es ja ein recht enger Aspekt, den Sonne und Mond in der Synastrie da zueinander haben; mit 3 Grad Orbis eigentlich noch bedeutsam...
Sonne und Mond entstammen in deinem Beispiel ja zwei unterschiedlichen Horoskopen. Somit würde ich damit anders umgehen, als in einer Radix und die Verbindung deuten.
Einerseits ist zwar durch die unterschiedlichen Elemente nicht der "klassische Tatbestand" eines Trigons gegeben. Andererseits besteht hier ein Kontakt, der es ermöglicht, dass zwei gegensätzlich Kräfte (Waage = männliches Zeichen, Fische = weibliches Zeichen) miteinander kooperieren, zueinander finden und sich verstehen lernen.
Mit einem Trigon kann es natürlich ebenso sein, dass man sich mit der Zeit vielleicht auch auf die Nerven geht oder einfach auseinander lebt, weil eigentlich (nicht wie bei einem Quadrat) kein Anreiz da ist sich zu bemühen und man sich irgendwie fremd bleibt.
Hier mag das Gesamtbild mitentscheidend sein, aber letztendlich natürlich auch das, was das Paar selbst darüber berichten kann.
Nicht alles erschließt sich uns ohne Gespräch wirklich eindeutig.
"Lenny":ew4md3ae schrieb:
Und eine letzte Frage.Kann ich eigentlich die selben Orben für das Radixhoroskop auch für die Synastrie anwenden ?
Die Frage des Orbis ist in ihrer Anwendungsmöglichkeit nicht eindeutig festgelegt und wird auch immer mit durch den Gesamteindruck bestimmt.
Für die Synastrie gilt allerdings, dass alle Aspekte mit einem Orbis bis höchstens 4° maximal bedeutsam sind.
Hilft dir das weiter?
[u:ew4md3ae]Außerdem an alle hier:[/u:ew4md3ae]
Gibt es noch andere Stimmen und Ansichten zum Thema "unechte Aspekte"?
Ich finde die Frage wirklich interessant und vielleicht mag sich ja noch jemand gerne hierzu äußern. Wie bei so manchen astrologischen Themen kann es unterschiedliche Auffassungen geben... Wäre ganz spannend, sie zu diskutieren.
Liebe Grüße
Claudia