Liebe Regina und alle anderen,
hier habe ich ein Horoskop gefunden, an dem sich das Wesen der Halbsumme vielleicht ganz gut erklären lässt.
Im Horoskop von Manfred Kyber ergeben sich zwei T-Quadrate. Sie machen die Halbsumme direkt anschaulich.
Zum Einen das T-Quadrat: Sonne Opposition Uranus mit Mars im Brennpunkt. Der Brennpunkt zeigt die Halbsumme zwischen Sonne und Uranus.
Das zweite T-Quadrat: Mond Opposition Neptun mit Venus im Brennpunkt. Venus ist also in der Halbsumme zwischen Mond und Neptun.
Weiterhin gilt folgendes: Zwei Planeten bilden immer einen längeren und einen kürzeren Winkel zueinander. Für die Berechnung der Halbsumme wird stets der kürzere Winkel genommen.
Als Beispiel:
Mond und Uranus haben in ihrem kürzeren Winkel ein Sextil (60°) zueinander und dieser geht von 06°46’43’’ für Uranus in Jungfrau bis 06°45’11’’ für Mond in Skorpion mit der Waage dazwischen. Der längere Winkel beträgt demnach 300° und führt von Skorpion zu Jungfrau über alle weiteren Zeichen.
In beiden Fällen gibt es eine rechnerische Mitte (Halbsumme), ABER Relevanz hat nur die rechnerische Mitte der kürzeren Verbindung. Die Halbsumme liegt in diesem Fall also bei 06°45’77’’ in der Waage.
Ein weiteres Beispiel:
Mars und Uranus bilden ein Quadrat (90°). Mars steht auf 07°42’43’’ in Zwillinge und Uranus steht auf 06°46’43 in Jungfrau. Auch hier haben wir wieder den kürzeren Winkel (Quadrat) und den längeren Winkel (270°).
Die Halbsumme befindet sich im kürzeren Winkel, also bei 21°74’23’’ in Krebs.
Dazu muss ich mich selbst berichtigen:
"bluemoon":3qrohs6j schrieb:
Mit Halbsumme als solches ist aber ein gedachter Punkt gemeint, der genau in der Mitte zwischen zwei, über einen Aspekt verbundenen Planeten liegt.
Eine Halbsumme zwischen zwei Planeten gibt es natürlich auch ohne dass sie einen Aspekt zueinander haben...
Nun zu deinem Beitrag mit der Yod-Figur und dem Zitat aus dem Buch von Karen Hamaker-Zondag, „Schwierige Aspekte“.
Beim Yod steht die Halbsumme in Opposition zur Spitze der Figur. Also zwischen den beiden Sextil-Planeten.
K.H.-Z. bezieht sich nun darauf, dass links und rechts von dem Sextil weitere Planeten in Symmetrie dazu stehen. In diesem Fall ist deren Halbsumme die gleiche, wie bei dem Sextil des Yod. Man könnte also diese mit in das Yod einbeziehen, im Sinne eines Stelliums – einer Planetenballung.
Sicher ist es wichtig, damit kreativ umzugehen, wie K. H.-Z. es hier auch tut. Es kann in der Betrachtung durchaus der Eindruck entstehen, dass umgebende Planeten mit einbezogen werden sollten und das Sinn macht.
Ein Bild aus dem „wirklichen“ Leben ist das Gesicht. Die Nase steht – wenn es harmonisch proportioniert ist – in der Mitte. Sie bildet dann die Halbsumme zu den Augen, den Ohren, den Wangen, den Mundwinkeln...! Es ist interessant, solche Winkelbeziehungen um uns herum zu beobachten und ihre Wirkung zu studieren. Es handelt sich dabei um natürliche Gesetzmäßigkeiten, denen wir überall immer wieder begegnen und so mehr Verständnis dafür entwickeln können.
Liebe Grüße
bluemoon