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THEMA: Mond

Re: Mond 12 Jahre 3 Wochen her #242

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Hallo bluemoon!
Danke für deine tollen Beiträge. Es sind sinnliche Texte, die ich sehr schön finde. nele
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Re: Mond 12 Jahre 3 Wochen her #241

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Heute ist zunehmender Halbmond. Wenn wir zum Himmel sehen, finden wir einen „halben“ Mond mit dem „Bauch“ nach rechts. Die deutsche Schriftsprache hat eine sehr einfache Erinnerungsmöglichkeit bereit um sagen zu können, ob der Mond zu- oder abnimmt. Das alte Schreibschrift – Z mit seiner Rundung nach rechts zeigt die Richtung an, in die der Bauch weist, wenn der Mond zunimmt. Bei abnehmendem Mond sehen wir den „Bauch“ auf der linken Seite und er entspricht der Rundung des kleinen Druckschrift – a.


Zunehmender Halbmond

„Der Mond füttert die Austern, füllt die Seeigel und sorgt für Fleisch bei Fischen und Vieh.“
Lucilius, römischer Satiriker um 100 v. Chr.

Der zunehmende Mond entspricht der Phase der weißen Jungfrau innerhalb des bereits angesprochenen dreigeteilten Bildes der Mondgöttin. Die weiße Jungfrau des zunehmenden Mondes gebiert neues Leben und verspricht Neuanfänge. In ihrer Jugend und Unschuld herrscht sie über die Jahreszeit des Frühlings und die obere Himmelsregion. Von gespannter Neugier erfüllt, ist die Göttin des neuen Mondes abenteuerlustig, sorglos und bezaubernd und sprudelt über vor Enthusiasmus und unbegrenzter Energie.
Sie ist die Jägerin und Kämpferin und die Herrin der heldenhaften und gefährlichen Tiere, wie Löwen, Tiger, Panther, Katzen, Rehe und Hirsche. Künstlerische Darstellungen zeigen sie manchmal als junges halbnacktes Mädchen mit sichelförmigem Kopfschmuck, einem um die Hüften geschlungenen Gürtel und mit Schmuck behängt. Sie wird als Herrin der wilden Tiere oder als junge starke furchtlose Amazone geschildert. Artemis, Diana und Pallas Athene sind einige ihrer Namen.

Der zunehmende Mond ist seiner fülliger werdenden Wesensnatur entsprechend die Zeit des Aufnehmens, des sich Regenerierens, des Kräftesammelns. So glaubt man, dass alles was dem Körper jetzt zugeführt wird eine bessere und stärkere Wirkung entfaltet. Es ist eine aufbauende und einatmende Energie. Die Pflanzensäfte steigen wieder und die aufgenommenen Stoffe werden von der Pflanze gespeichert. Es heißt, schon Plinius der Ältere entwickelte die Theorie, dass Hennen nur bei zunehmendem Mond ihre Eier zum Brüten untergelegt werden dürften, damit die Küken kräftig würden.
Der Zeitpunkt ist günstig um zu planen, sich zu erholen, vielleicht einen kleinen Urlaub zu machen und sich Zeit und Muse zu gönnen. Auch die Frage „Bin ich noch auf dem richtigen Weg oder sollte ich etwas korrigieren?“ gehört in diese Phase.

„Es ist angenehm, zugleich die Natur und sich selbst zu erforschen, weder ihr noch dem eigenen Geist Gewalt anzutun, sondern beide in sanfter Wechselwirkung miteinander ins Gleichgewicht zu bringen.“
Johann Wolfgang von Goethe


Liebe Grüße
bluemoon
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Re: Mond 12 Jahre 3 Wochen her #240

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Hallo Bluemoon,

das ist ein sehr schöner Beitrag!!
Und Du hast in meinen Augen ganz recht, damit, dass diese loslassende, ausatmende Energie gut geeignet ist zu resümieren. Es tut sicher gut, sich ab und zu bewusst dem Zyklus hinzuwenden und hinein zu spüren, wie es gerade um uns steht.
Die Mondzyklen geben dazu eine gute Gelegenheit.
Die dunkle Seite des Weiblichen ist ein brennendes Thema in mir (Lilith/Chiron/Saturn Konj. im 8.Haus)und wird auch gerade von Uranus und Saturn im Transit berührt.
Da tut es vielleicht ganz gut, sich solche Momente astrologischer Konstellationen zu nutze zu machen, um wieder ein klein wenig Licht ins Dunkle zu bringen, durchzuatmen, um neu starten zu können.

Liebe Grüße
sonnenwende
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Re: Mond 12 Jahre 3 Wochen her #239

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Heute um 21:36 Uhr ist Neumond. Dann ist auch der Mond in das Tierkreiszeichen Krebs getreten. Er bleibt dort zwei Tage und gibt uns Gelegenheit seiner dunklen, erneuernden Kraft einmal nachzuspüren.


Der dunkle Mond

„Warum fürchtet ihr die Dunkle Königin, o Männer? Sie ist eure Erneuerin.“
Dion Fortune

Der dunkle Mond entzieht sich etwa zwei Tage lang unseren Blicken. Ein neuer Zyklus wird in Zurückgezogenheit vorbereitet. Es ist die Zeit der Visionen und Einsichten, der scheinbaren Inaktivität und der Wandlung. Es ist die vorbereitende Keimphase, die in die beginnende Expansion des wieder erscheinenden Neumondes mündet.

Die Geschichte der Dunklen Göttin begann vor langer Zeit, in welcher der Mond als vorrangige weibliche Gottheit verehrt wurde. Sie ist eingebettet, in die dreifaltige Darstellung der Großen (Mond-) Göttin und wenn das Mondlicht abnimmt und schwindet, verwandelt sie sich in die Schwarze Greisin oder Weise Alte des abnehmenden dunklen Mondes, die Verstorbene in Empfang nimmt und sie auf die Wiedergeburt vorbereitet. Aus ihr leitet sich ursprünglich die Dunkle Göttin her. In ihrer Weisheit, die ihrer Erfahrung entspringt, regiert sie die Jahreszeit des Winters und die Unterwelt. In innerer Stärke fest gegründet ist die Dunkle Mondgöttin voller Mitgefühl und Verständnis für die schwache menschliche Natur und ihr Rat ist weise und gerecht. Sie herrscht über die Künste der Magie, das Geheimwissen und die Orakel. Ihre Tiertotems sind die Tiere, die unter der Erdoberfläche leben – Schlangen und Drachen und die Tiere der Nacht – Eulen, Raben, Krähen, weiße und schwarze Hunde und Pferde. Künstlerische Darstellungen zeigen das zornige Gesicht der Göttin, die das Leben verschlingt und manchmal auch ihre Vulva als Symbol für die nachfolgende Erneuerung. Königinnen der Zauberei und der Unterwelt wie Hekate, Kali und Ereshkigal verkörpern ihre Wesensnatur.

Der Neumond wird gleichgesetzt mit Abschluss und Neubeginn. Es heißt, im abnehmenden Mond herrscht eine loslassende, ausatmende Energie vor, die bei Neumond die stärkste Wirkung entfaltet. Alles ausleitende, auch die Verausgabung körperlicher Energien kann bis zu diesem Zeitpunkt positiv genutzt werden. In der Natur sind die Säfte jetzt am untersten Level angelangt und steigen erst wieder mit dem zunehmenden Mond. Jetzt ist der Zeitpunkt zu resümieren: Was war seit dem letzten Neumond, was ist geworden, was will losgelassen werden und wo soll der nächste Zyklus hinführen? Ob man an die verschiedenen Kräfte des Mondes innerhalb seiner zyklischen Natur glaubt oder nicht - es tut sicher gut, an solchen Punkten einmal inne zu halten und zu reflektieren – wie der Mond das Licht...

„Es reicht nicht aus zu sagen, dass wir in unserer Zeit eine neue Beziehung zum Weiblichen brauchen. Wir brauchen eine Beziehung zur dunklen Seite des Weiblichen.“
Fred Gustafson


Liebe Grüße
bluemoon
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Mond 12 Jahre 3 Wochen her #238

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Hallo alle miteinander,

der Mond, dem Tierkreiszeichen Krebs zugeordnet, wird in der klassischen Astrologie seit alters her als eines der beiden „großen Lichter“ bezeichnet. Zusammen mit der Sonne – die das andere „große Licht“ darstellt, stand er in der alten Zuordnung ganz oben und nur diese beiden regierten jeder lediglich ein Tierkreiszeichen, während die übrigen Planeten je für zwei Tierkreiszeichen „zuständig“ waren.
Der Mond ist das Seelenlicht das unsere Gefühlswelt beleuchtet – ihn wollen wir uns in der Zeit des Krebses näher anschauen.


Rotkäppchen und der Wolf – ein Mondmärchen

Rotkäppchen und der Wolf von den Gebrüdern Grimm kennt sicher beinahe jeder.
Ich finde, das Märchen beinhaltet einiges an Mondsymbolik und den damit verbundenen Veränderungen, die der Mensch in seinem Verhältnis zu den Seelenkräften vollzogen hat.
Daher hier meine Interpretation.
Vor allem die drei Phasen des Mondes werden deutlich: Der volle, reife Mond (die Mutter), der dunkle Altmond (die Großmutter) und schließlich der junge, neu erstandene Mond (das Rotkäppchen selbst). Die noch leere Mondschale (Körbchen) des - höchste Aufnahmefähigkeit besitzenden - Neu- und zunehmenden Mondes die gefüllt werden will mit Nährendem (Kuchen und Wein), wer könnte das besser besorgen, als der volle Mond, der die größte Fülle ausstrahlt und besitzt. Hingegen der Altmond hat alles was er hatte abgegeben und braucht in der Zurückgezogenheit (die Großmutter draußen im Wald, in ihrem (Mond-) Haus krank zu Bett liegend) die Erneuerung.
Der junge Neumond (Rotkäppchen) begegnet auf seinem Weg zum Altmond (Großmutter) seiner archaischen Seite in Form eines sehr alten Mondtieres – dem Wolf. Im Wald – hier beginnt die dunkle Seite des Mondes – regt sich die eigene, tiefe innere Stimme „aus dem Bauch“ heraus, die noch andere Wege und Bedürfnisse kennt als nur das vordergründig Gute und Helle. Die unbestimmte und unerklärliche, daher gefährliche Welt der Gefühle und inneren Regungen tritt hervor: Der Wolf erscheint und verführt das Rotkäppchen, unter dem Vorwand es solle doch Blumen für die Großmutter pflücken, immer tiefer in diese unbekannte (Seelen-)Welt (Wald) vorzudringen. Der junge Mond (Rotkäppchen) findet Gefallen daran, auch diesem Teil seines Wesens nachzugehen und ihn kennen zu lernen.
Es gab Zeiten, da glaubte man, ein großer Wolf (in manchen Kulturen war es ein Drache) fresse am Himmel den Mond und es seien Rituale nötig, um ihn dazu zu veranlassen, diesen wieder hervorkommen zu lassen. So tut auch der Wolf im Märchen das, was von ihm nicht anders erwartet wird und frisst den Altmond (Großmutter). Da dies einerseits dem Rückzug des Altmondes entspricht und andererseits der Wolf für die dunkle und somit gefährliche, böse Seite (des Mondes) steht, legt er sich natürlich anschließend ins Bett der Großmutter um das arme Rotkäppchen zu täuschen. Andererseits MUSS der Wolf das Rotkäppchen ja schließlich fressen, da – nach altem Glauben – er als Himmelswolf den gefressenen Altmond nach kurzer Phase der Dunkelheit wieder als Neumond ausspeit. Rituale um dies herbei zu führen, sind freilich hier nicht vorgesehen – die Wicca/Hexe steht im Märchen eben nicht für die gute Seite.
So endet der alte Glaube auch an dieser Stelle und die moderne Wissenschaft (Jäger) wird zum Geburtshelfer – dem Wolf wird der Bauch aufgeschnitten. Heraus kommt nun tatsächlich nicht nur das Rotkäppchen (Neumond), sondern auch die Großmutter (Altmond). Es findet also keine Transformation mehr statt, sondern es geht linear weiter: Die moderne Erkenntnis, dass es immer nur der EINE Mond ist, der für uns sichtbar lediglich anders angestrahlt wird, nimmt dem alten Glauben die Macht. Der Wolf (die Tiefen der Seele) bezahlt dann auch folgerichtig mit seinem Leben. Diese Kräfte sind unerwünscht und gelten fortan als besiegt – versteinert werden sie ihm in den Bauch gepackt und er stürzt sich an der Last zu Tode.
Das Rotkäppchen (Neumond) und die Großmutter (Altmond) können sich Kuchen und Wein nun endlich schmecken lassen. Doch es ist nicht die Mutter (Vollmond) als Dritte im Bunde, die Anteil nimmt, sondern der Jäger, welcher dem Wolf den Pelz abzieht und seine eigene Macht mit dieser Trophäe besiegelt.
Der weibliche Kraftkreis wird durchbrochen und mitsamt der neuen männlichen Macht (Jäger) sind nur noch der junge, reine Neumond – den es auch vor sich selbst zu schützen gilt – (Rotkäppchen) und der kränkelnde, bedürftige Altmond – der sich selbst und andere nicht mehr schützen kann (Großmutter) zugelassen. Beide werden der Macht des Jägers nicht gefährlich – vielmehr bedürfen sie seiner.
Der mächtige Vollmond aber (Mutter), der alle Mondkräfte in sich birgt und in seiner Fülle richtig zu geben und einzusetzen weiß, ist von nun an suspekt und kommt „zur Sicherheit“ gar nicht mehr vor.

In meiner Vorstellung endet das Märchen anders:
Rotkäppchen, Mutter, Großmutter und der Jäger sitzen alle vier zusammen beim Mahl und bilden ein heilsames Ganzes.
Der Wolf aber ist nichts weiter als ein Tier, das ab und zu den Mond anheult...

bluemoon
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