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THEMA: Skorpionenergie, 23.10.09

Re: Skorpionenergie, 23.10.09 10 Jahre 8 Monate her #320

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Aktuell:

Sonne Konjunktion Merkur in Skorpion – Nachrichten aus der Unterwelt!

Da stehen sie nun die beiden. Noch recht dicht beieinander, wenngleich Merkur bereits auf dem Sprung steht. Was er der Sonne wohl so berichtet hat?

In diesem Zeichen sollte es eigentlich die nackte unverstellte Wahrheit sein, die ans Licht kommt. Merkur ist sicher sehr bemüht, dem tiefgründigen Sonnenkönig die für dessen Wandlungsweg notwendigen Informationen von ganz unten zu vermitteln.
ABER – die beiden agieren nicht losgelöst und unbeeinflusst.

Eine wenig erfreuliche Quadrat-Verbindung zu Neptun Konjunktion Jupiter / Chiron in Wassermann macht unserem Helden das Erkennen des Weges schwer. Nebel steigen auf und lassen die Wirklichkeit verwischt erscheinen. Illusionäre Flucht in geistige Werte-Theorien lassen Bilder entstehen, die in die Irre führen können und am Ende folgt der schmerzhafte Kater...wo ist sie denn nun, die tiefgründige Wahrheit?

Zum Glück gibt es ja noch Uranus in Fische, dessen freundschaftliche Trigon-Verbindung zu Merkur und Sonne diesen beiden mit seinen intuitiven Geistesblitzen wieder eine Ahnung vermittelt, wo der Weg der Erneuerung zu finden ist.

Das Hineinhorchen in die tiefen Schichten der Gefühlswelt, die unterhalb der Nebelgrenze liegt, mag diesem Sonnenkönig so manche ungewöhnliche Einsichten vermitteln, ohne die er vielleicht einer sehr überzeugenden Verschleierungstaktik unterliegen könnte um allzu Schmerzhaftes nicht direkt ansehen zu müssen.

Durchleuchten wir also gemeinsam die Novembernebel...

bluemoon
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Re: Skorpionenergie, 23.10.09 10 Jahre 8 Monate her #319

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Liebe Margret,

wieder einmal Danke für deine Komplimente!
Ich bin froh, dass die Texte gelingen und hoffe dennoch auch auf Kritik, wenn es mal irgendwo nicht passt - ganz im Sinne des Skorpions: Nichts beschönigen oder relativieren, sondern Sekt oder Selters!

"...Du steigerst Dich von Monat zu Monat..."

Vielleicht liegt das ja (by the way) an T-Pluto, er steht gerade an meinem MC und geht jetzt aufs Ganze...!

Es ist irgendwie inspirierend die Planeten "sprechen" zu lassen und sie sich tatsächlich als Akteure vorzustellen, wie sie so miteinander umgehen. Sich ein Bild machen und das dann beschreiben - plutonisch eben...

Deine Karikatur (Dahlke leicht gekürzt...) bringt mich zum Lachen und ist super!

Sicher fällt es nicht jedem leicht, sich selbst etwas auszudenken, aber das macht gar nichts. Solche ausgesuchten Beiträge wie die deinen dürfen doch auch sein und werden ebenfalls nicht einfach aus dem Ärmel geschüttelt!

Ganz liebe Grüße an dich
bluemoon
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Re: Skorpionenergie, 23.10.09 10 Jahre 8 Monate her #318

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Liebe Bluemoon!

Herzlichen Dank für Deine wieder ins Schwarze treffenden Beiträge! Du steigerst Dich von Monat zu Monat und für mich ist es mal wieder die beste Fortbildung! 1000 Dank!
Besonders Dein Dialog der Planeten bringt mich vorwärts und ich bewundere Deine Fantasie, Lebendigkeit und Deinen Einsatz!

Hier wieder meine monatliche Karikatur

Ein Tag mit Wanda, einer Skorpionsonne

Der Wecker schrillt um 5.30 Uhr. Wanda hebt ihren Kopf aus dem zerwühlten Bett nach einer leidenschaftlichen Nacht.
Wanda ist Psychologin mit Faible für Astrologie und Reinkarnationstherapie. Seit einem halben Jahr ist sie von ihrem dritten Mann geschieden.

Nachdem sie sich zu Beginn der Beziehung ganz sicher gewesen war über die karmische Verbindung zu ihrem Mann, kostete es sie vor der Scheidung viel Mühe, ihr Idealbild von ihm zu stürzen und ihn als Mensch mit allen Schwächen zu sehen. Aber noch immer fällt es ihr schwer, von dem Bild des Übermenschen , das sie sich von ihm gemacht hatte, loszulassen. Bei ihren Klienten nannte sie das den TUNNELBLICK.

Doch sie gibt sich einen Ruck, denn sie will vor der Arbeit noch ihr Yogaprogramm absolvieren. Sie ist der felsenfesten Überzeugung, dass nur das weiterbringt, was schwerfällt und mit Selbstüberwindung zu tun hat. SICH SELBST BESIEGEN, IST DER GRÖßTE SIEG, ist ihr Motto. Mit der für sie typischen Perfektion bringt sie ihrem Körper die richtige Haltung bei, äußerlich ruhig, innerlich wie ein angespannter Vulkan.
Dann wendet sie sich ihrem makrobiotischen Frühstück zu.

Den Weg zur Praxis nutzt Wanda heute zu einer Motorradfahrt. Sie fährt liebend gern Motorrad. Sie liebt das Gefühl, die starke Maschine im Griff zu haben und die Provokation, die sie dadurch für viele Menschen darstellt.

Mittlerweile ist sie an ihrem Arbeitsplatz, einer Praxisgemeinschaft mehrerer Therapeuten , angekommen. Heute begegnet ihr in einer psychologischen Beratung ein Drogenabhängiger.
Wanda kann sich in alle Formen von Abhängigkeit gut hineinversetzen, da sie wegen ihres intensiven Bemühens, nur nie abhängig zu werden, schon reichlich abhängig war. So findet sie den richtigen Draht zu ihrem Klienten und kann ihm durch das Gefühl, emotional verstanden zu werden, auch helfen.
Sie beschäftigt sich gerne mit extremen Lebenssituationen, steuert sie sich selbst doch immer wieder in solche, vielleicht, weil sie unterbewusst weiß, dass eine echte Wandlung erst dort möglich ist. Nichts haßt sie mehr als lauwarme Lebenssituationen, lieber hat sie den Weg zum Phönix aus der Asche.

Heute hat sie nicht viel zu tun. Ihre Aufgaben sind sehr unterschiedlich , schwanken zwischen totaler Beanspruchung und passiven Leerlaufphasen. ALLES ODER NICHTS kennzeichnen ihren Energieverlauf.
Sie hat Appetit auf Männliches. Bei ihrer sexuellen Ausstrahlung kann sie es sich leisten wie eine Spinne auf Beute zu warten. Es fällt ihr schwer, einen Mann, der ihren Reizen erliegt, wirklich zu akzeptieren. Die Spannung zwischen Hure und Heiliger zieht sie vielmehr an.
Ein Fische- Mann ist ihr ins Netz gegangen, doch kann er ihr Gefallen an Machtspielen nicht befriedigen, eher das Bedürfnis nach seelischem Tiefgang.
Wandas Schwester, auch Skorpion, ist ein ganz anderer Typ. Sie hat ihre Triebhaftigkeit so verdrängt, dass die sich nur in verbissener Arbeitswut zeigt. Sie ist zäh und regeneriert sich gesundheitlich sehr schnell.
Wanda dagegen zerwühlt heute abend lieber ihre schwarze Satinbettwäsche mit ihrem Fische-Mann.

Frei nach Ruediger Dahlke Das senkrechte Weltbild


Liebe Grüße
Margret
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Skorpionenergie, 23.10.09 10 Jahre 8 Monate her #317

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„Wahrlich, täglich erneuere dich.“
Konfuzius

Hallo ihr Lieben,

Hat die Sonne bis vor Kurzem noch die unverbindliche Begegnung gesucht, so geht es nun um die Verbindlichkeit. Im Skorpion sagt die Sonne: „Binde dich!“

Alles was den eigenen Ideen und Vorstellungen entspricht, wird hier schnell zur fixen Idee. Andererseits, was nicht mehr passt, muss kompromisslos geopfert werden. Nur so kann Erneuerung statt finden, kann der Phönix neu aufsteigen nachdem er alt geworden in den Flammen des reinigenden Fegefeuers zu Asche verbrannte.

Sonne im Skorpion – hier finden wir den Alchemisten, der aus Blei Gold macht. Sein Gegenstück ist der schwarze Magier, Frankenstein, der sein Geschöpf nach seinen Ideen und Fixierungen schaffen will. Hier finden wir die schwarze aber auch die weiße Magie, das umgedrehte auf niedere Beweggründe verweisende Pentagramm des Teufels und den aufrecht stehenden Fünfstern des Menschen, der nach Höherem strebt.

Skorpion – das ist die Bereitschaft, in die eigenen Tiefen hinab zu steigen um...zu sterben. Warum sterben? Liegen in der Tiefe nicht unsere größten Reichtümer? Ja schon, aber um sie heben zu können, um sie überhaupt erst einmal sehen und wahrnehmen zu können, muss erst das alte Bild das wir (im wahrsten Sinne des Wortes) vor Augen haben und das uns den Blick auf Neues verstellt, weichen.
Das Zeichen Skorpion wird auch das Krisenzeichen genannt. Keiner gibt so gerne freiwillig seine einmal gefassten Vorstellungen auf, aber je mehr wir daran festhalten, umso größer ist der Schmerz – denn die Wandlung wird vollzogen, mit uns oder gegen uns...

So ist der Satz, den die Sonne am Anfang dieses Beitrages gesagt hat auch nur halb. Vollständig müsste er lauten:
„Binde dich – immer wieder neu. Hinterfrage alles und was sich überlebt hat - lasse los!“

Der Skorpion geprägte Mensch weiß: „Sich selbst besiegen ist der schönste Sieg!“ Das bedeutet auch, dass man in diesem Zeichen geneigt ist, über sich und die eigenen Grenzen hinaus zu gehen – auch wenn es einem selbst weh tut. Für den Skorpion ist nicht das eigene Selbst von Bedeutung, sondern es ist die Sippe, die Art. Arterhaltung, der Fortbestand der Gruppe ist die Triebfeder. Während das - im Tierkreis dem Skorpion gegenüber stehende - Zeichen Stier Zäune baut, um sich selbst abzusichern und seine Ressourcen für den eigenen leiblichen Genuss einsetzt, geht der Skorpion eindeutig über diese Begrenzungen hinaus. Nicht das eigene Haben ist ihm wichtig, sondern der Bestand der ganzen Gemeinschaft – auch wenn das heißt, dass er sich als Einzelner dafür opfern muss. Stier – Skorpion, zwei Seiten einer Achse bei der es um Sicherheit geht; ist es auf der einen Seite die Sicherung des Individuums, so ist es auf der anderen Seite die Sicherung des Kollektivs.

Menschlichkeit – ein Wort was im Vokabular des Skorpions, so wie wir es heute definieren, keinen Platz hat. Seine Haltung dem Leben gegenüber war in den frühen Kulturen, die noch einen harten Überlebenskampf führen mussten, entscheidend für Wohl und Wehe der ganzen Gruppe. Alte und Kranke, die nicht mehr mit wandern konnten, wurden zurück gelassen. Neugeborene, die offenbar zu schwach waren für das Leben, wurden ausgesetzt. Mitglieder der Gruppe, die sich nicht an die Regeln hielten, wurden verstoßen und bei feindlichen Übergriffen galt die Blutrache. Der Einzelne hatte sich dem kompromisslos zu unterwerfen und selbst danach zu handeln.

Für uns heute lebenden Menschen ein düsteres Szenario.
Tatsächlich aber sind es die archaischen Regeln der Natur. So funktioniert jede Tiergemeinschaft. Auch in der Pflanzenwelt gilt Gleiches. Selbst das Mineralreich verhält sich so und lässt z.B. Berge erodieren, wenn sie den Elementen nicht mehr Stand halten können – die Landschaft erhält ein neues, den Umständen besser angepasstes, Gesicht.
Dieser Stirb und Werde Prozess dem wir im Skorpion begegnen, sorgt als notwendiges Regularium dafür, dass das Leben in seiner Gesamtheit Bestand hat.

Dieses über Grenzen hinaus gehen, zeigt sich auch in der Natur und der damit verbundenen Zeitqualität. Das äußere, überirdische Leben ist in Auflösung und Niedergang begriffen. Die Außenwelt beginnt zunehmend unwirtlich zu werden, das Programm steht auf Rückzug zu den Wurzeln. Was für die Pflanze wörtlich gilt und im Tierreich durch das Beziehen von Höhlen und Unterschlüpfen umgesetzt wird, empfindet der Mensch als Aufforderung sich seinen Sippenwurzeln zuzuwenden und dabei auch der dazu gehörenden Verstorbenen zu gedenken. Wir überschreiten die Grenze von unserem diesseitigen Reich in das jenseitige, indem wir sie mit Worten, Gedanken und Handlungen für eine gewisse Zeit „herüber holen“ oder auch dadurch, dass wir ihnen in verstärktem Maße zugewandt sind und in Form von Friedhofbesuchen in ihr Reich eintauchen.
Gleichzeitig sind die Grablichter, die den Toten einerseits das Gedenken, andererseits aus alter Überlieferung den Heimweg sichern sollen Indiz dafür, dass das Zeichen Skorpion auch um die notwendige Trennung von Tod und Leben weiß.

Hier wird es ganz offensichtlich, was im Skorpion gemeint ist:
Verhaftet sein heißt, dem Tod anheim zu fallen. Loslassen ebnet den Weg ins Leben.


Ich wünsche euch allen tiefe Lebenserfahrungen
bluemoon
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