Hallo, Claudia, Ulrike, Nadika und alle anderen Forumsleser und -beteiligte !
Rätsel lösen, oh wuff, da sollte ich mich vielleicht raushalten, das führt bei mir immer zu und, und, und, und..
Mensch, Mensch, sogar das ist eine Mentalitätsfrage.
Mit "Kannst Du das auflösen." war ich ja auch gar nicht gefragt.. Gemäß der Devise, wo etwas aufzulösen ist, da muss es auch was Verwickeltes geben, hat es mich aber doch magnetisch angezogen. (Mein Jungfrau - MC evtl. )
Aber erst noch mal an den Anfang dieses Forumsbeitrags. Das Lied FAREWELL hab' ich mir nun noch einmal angehört, und nachdem ich nun mit dem Gedanken angefreundet habe, dass Saturn auch die Schwelle zu den Transsaturniern darstellt, finde ich, dass dieses Lied stimmungsmäßig - wie aus dem Titel "Lebe wohl!" abzuleiten ist - etwas von der Verbindung Saturn und Uranus hat. Das ABSCHIEDnehmen und Sichtrennen, würde ich auf jeden Fall dem Einfluss von Uranus auf die Venus (Beziehung) zuschreiben. Das Traurige und die zunächst unerlöste Empfindung möchte ich der saturnischen Prägung zuordnen. Der Dampf mit dem das Lied vorwärts drängt, hört sich für meine Ohren (subjektiv ) wiederum nach Mars-Uranus an.
Und nun:
"bluemoon":31xtbd7q schrieb:
Warum meinst du, dass wir Saturn brauchen um Polarität zu verstehen, bzw. die Planetenenergien zu erkennen?
Diese Frage kann den Befragten in eine peinliche Situation bringen, finde ich. Ich meine, dass Saturn wirklich ganz viel mit Polarität zu tun hat, aufgrund seiner Qualität der endgültigen (sowie abschließenden) Materialisierung/Manifestation.
Bei [b:31xtbd7q]Polarität [/b:31xtbd7q]denkt der kundige Astrologe aber wahrscheinlich auf dem direkten Weg und sozusagen folgerichtig an Merkur ; der die Pol-e/-arisierung erkennt und ausgleichen kann.
Nicht leicht zu erklären - ohne in einseitige Stimmungen zu verfallen - und es führt [i:31xtbd7q]ebenfalls [/i:31xtbd7q]direkt in die Klassische Astrologie und in die Alchemie. Wobei ich wirklich herumgesucht habe und dazu auch bei Th. Ring fündig geworden bin.
Ich bemühe hier am besten/am liebsten einmal Hajo Banzhaf:
[color=#0040BF:31xtbd7q][size=85:31xtbd7q]Auch die ehrwürdige alte Wissenschaft der Alchemie, deren Ziel immer die Wandlung vom Niederen zum Höheren war, lehrt, dass im steten Wechsel von Lösen und Binden das Grundprinzip aller Entwicklung zu Höherem liegt. »Solve et coagula« heißt ihr Grundsatz und das bedeutet: »Löse und binde! « (...)
Dieser Gedanke, dass Gegensätze sich lösen und binden und sich erneut immer wieder lösen und binden müssen, um auf diese Weise zu stets höheren, feineren und vollkommeneren Formen zu finden, ist auch dem Caduceus zu entnehmen, dem Schlangenstab des Hermes, dem griechischen Gott der Wege, der als Seelenführer dem Suchenden den Weg zum Ziel weist. In ihm hat C.G.Jung ein wichtiges Symbol für den Entwicklungsweg des Menschen gesehen. Er sagte sinngemäß: Der richtige Weg zur Ganzheit besteht – leider – aus schicksalsmäßigen Um- und Irrwegen. Es ist eine longissima via, sie ist nicht geradlinig, sondern eine gegensatzverbindende Schlangenlinie, an den wegweisenden Caduceus erinnernd, ein Pfad, dessen labyrinthische Verschlungenheit des Schreckens nicht entbehrt.
Wie Julius Schwabe in seinem Buch »Archetyp und Tierkreis« eindrucksvoll nachgewiesen hat, ist dieser Schlangenstab ursprünglich vom Sternenhimmel der Sumerer im mythenbildenden Stierzeitalter abgelesen worden. Wenn wir nämlich den Fixsternhimmel soweit »zurückdrehen«, dass wir von der Schwelle des Wassermannzeitalter, an dem wir uns heute befinden, in das Stierzeitalter zurückwandern, sehen wir, dass der Tierkreis gerade, d.h. die Sonnenwendachse senkrecht steht.
Die Astrologie lehrt, dass Sonne und Mond je ein Zeichen beherrschen (Löwe und Krebs), die übrigen fünf klassischen Planeten dagegen herrschen jeweils über zwei Zeichen. Bei den Sumerern und Babyloniern führte diese Vorstellung zu einem Tierkreis, mit sechs Stockwerken, durch den senkrecht die Sonnenwendachse verläuft. Im obersten herrschten Sonne und Mond, in den folgenden jeweils ein einzelner Planet ([b:31xtbd7q]Abb.[/b:31xtbd7q][i:31xtbd7q] hier leider nicht vorhanden und also aus dem Netz zum Ersatz eine Seite zum Thema Symbolismus: [url:31xtbd7q]http://www.worldglobetrotters.com/Links/Caduceus/caduceus.htm[/url:31xtbd7q])[/i:31xtbd7q]. Allein schon aus dieser Darstellung lässt sich das Motiv der Leiter erkennen, die von der niedersten Ebene (Saturn = Blei) bis zur höchsten (Sonne = Gold) führt.
Im Tierkreis wechseln, beginnend mit dem Zeichen Widder, jeweils männliche und weibliche Zeichen einander ab. Wenn man nun die männlichen Zeichen zum einen und die weiblichen Zeichen zum anderen durch je eine Linie verbindet, die entlang der Planetenstockwerke verläuft, erscheinen zwei Schlangen, die sich um die Mittelachse (das ist die Sonnenwendachse) winden.[/size:31xtbd7q][/color:31xtbd7q]
Deswegen finde ich es gar nicht abwegig, wenn Ulrike hier schreibt
"Ulrike Arnold":31xtbd7q schrieb:
Was sie aber meiner Meinung nicht mitbringen bzw wir durch sie nicht verstehen lernen ist die Polarität in der wir leben. Wenn Saturn nicht wäre könnten wir die beiden und alle anderen nicht erkennen.
Wenn man an Saturn nicht nur seine negativen Festschreibungen, sondern auch die erlöste, weise Erkenntnis über die Begrenztheit und die gleichzeitigen Möglichkeiten zur Verwirklichung-, für die eben auch die Paarung mit dem Jupiter Planetenprinzip so wichtig ist -, betrachtet, dann weiß man in Versöhnung mit diesem Kräfte-Prinzip eben auch über die Gegensätze Bescheid. Im unerlösten Fall leidet man eben unter diesen Gegensätzen, und empfindet diese Welt in der wir Leben als unzuverlässig.
Ebenfalls passende Texte zum Thema fand ich noch auf astro.com in der dortigen Veröffentlichung der Bücher Astrologische Menschenkunde Bd.1-4 von Thomas Ring in Bd. 3- Er befasst sich dort u.a. mit Saturn unter dem Thema "Das Grenzsetzende" und dann noch in den Aspekten zu den anderen Planeten, wobei ich Sonne und Saturn hier spannend fand. Ggf. also hier zu finden: [url:31xtbd7q]http://www.astro.com/astrologie/in_ring_g.htm[/url:31xtbd7q]
und hier zwei Auszüge:
Und zur Alchemie wie zur Mythologie hier den Beitrag einer Gastautorin auf dieser Seite:[url:31xtbd7q]http://www.fantasy-und-rollenspiel.de/[/url:31xtbd7q] bzw. hier [url:31xtbd7q]http://www.fantasy-und-rollenspiel.de/gastautor/traudl1.html[/url:31xtbd7q]
Einen selektiven Auszug daraus auch hier:
Vielen Dank noch einmal Ulrike, dass Du auf die Mythologie eingegangen bist. Hin und wieder erscheint der mythologische Götterhimmel übersät von sich überschneidenden Geschichten, und dann ist es auch nicht immer so einfach, da etwas herauszugreifen.
Die von Dir herausgegriffene Geschichte fand ich sehr schön - und treffend. [size=85:31xtbd7q]
Zum anderen hatte Saturn/Kronos zwei Gesichter, in der doppelgesichtigen Janusgestalt aber auch in den zwei Phasen seines Lebens. Zu Beginn der unbarmherzige Herscher und dann der gute alte König.
[/size:31xtbd7q] [i:31xtbd7q]Da sieht man noch eine Entwicklung/Verwandlung bei Saturn -, nach seiner Schreckensherrschaft [size=85:31xtbd7q]als Kinderfresser[/size:31xtbd7q]. [/i:31xtbd7q] Ich hätte nicht gewusst, wo's zu finden gewesen wär.
In dem Artikel von Traudl Walden (oben) ist die Geschichte von der "Ablösung" Saturns durch Jupiter auch noch mal erklärt. Von einseitig patriarchalen Autorität weg, hin zu Sichtweisen, die auch einen weiblichen Standpunkt mit einbeschliesst. - [i:31xtbd7q]Wenn auch mit Kopfschmerzen.[/i:31xtbd7q] Jupiter gebiert (die kriegerisch, wehrhafte) Athene aus seinem Kopf.
Einen "einfach noch sehr schönen" Artikel zu Kunst und Alchemie (Heilkunst) möchte ich außerdem noch empfehlen:
[url:31xtbd7q]http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=32044&type=0[/url:31xtbd7q]
Also dies ist sicher keine gezielte und kurze klärende Antwort zu der Frage, wieso Saturn uns etwas über Polarität zeigen kann. Eher sozusagen ein brainstorming mit lauter mir einleuchtende Beispiele dafür, dass Materie eben polar ist. Über die Grundgedanken der Alchemie: "die Prinzipien der Verwandlung des Materiellen und der Erkenntnis der Polarität" und "die Aufhebung der Gegensätze", die sich zwischen Sonne, Mond auf der einen Seite und Saturn auf der anderen Seite abspielen. Ja, und beinahe könnte man denken, spätestens bei Saturn ist nur noch Stillstand und nix mehr mit lebendigen Gegensätzen/Unterschieden
Liebe Grüße. Einen schönen Tag!
( [url:31xtbd7q]http://youtu.be/m5TwT69i1lU[/url:31xtbd7q] (Louis Armstrong - What A Wonderful World))
Bettina