Venus
Die Venus repräsentiert das Geben und Nehmen von Liebe und Zuneigung. Sie zeigt unsere Fähigkeit und unser Bedürfnis nach Sinnlichkeit und Genuß. Wie fühlen wir uns geliebt und angenommen, wie bringen wir selber Liebe und Zuneigung zum Ausdruck?
Für die Frau ist die Venus das weibliche ICH. Als Frau erfahren wir durch Zeichen und Haus unsere ureigene Energie, welche uns das Gefühl von Weiblichkeit gibt und die Form der Erotik ausdrückt, die uns innewohnt.
Beim Mann symbolisiert die Venus den Gradmesser seines Bedürfnisses nach Romantik, Harmonie und Schönheit.
Die Venus steht für die Art von Frau, von der er sich erotisch angezogen fühlt, welche im ästhetischen Sinne von ihm geschätzt wird.
Für beide (Mann und Frau) steht sie für die Form von Liebe und Sexualität, die durch Zeichen und Häuser ihre spezielle Ausdrucksform findet.
In einem Feuerzeichen wird Liebe und Anerkennung z.B. sehr direkt und mit großer Intensität zum Ausdruck gebracht und durch gemeinsame spontane Aktivitäten am deutlichsten wahrgenommen.
In Erdzeichen drückt sich das Gefühl der Liebe stärker durch ganz konkrete fassbare/wahrnehmbare Dinge aus und fühlt sich dann am intensivsten an, wenn es an sinnliche Genüsse, aber auch Verpflichtung und gemeinsame Verantwortung geknüpft ist.
In Luftzeichen hingegen kommt Lieb durch intensive Kommunikation, intellektuelle Verbundenheit und freundschaftlichen Umgang zum Ausdruck. Hier fühlt es sich gut an, wenn sich Geistesverwandtschaften, verbaler Austausch und eine harmonische Beziehungsebene bilden.
Steht Venus in einem Wasserzeichen, kommen die Liebe und Zuneigung durch Emotionen und Mitgefühl zum Ausdruck.
Die Venus sehnt sich hier nach tiefer Verschmelzung und dem Austausch von starken Gefühlen auf einer nonverbalen, subtilen Ebene.
Die Liebe, für die die Venus steht und die durch sie zum Ausdruck gebracht wird, spiegelt auch noch eine andre Seite unseres Selbst. In unserem Streben nach Ergänzung und Vervollständigung suchen wir nach genau den Eigenschaften im Anderen (Partner), die in uns scheinbar unterentwickelt, zu wenig vorhanden zu sein scheinen. So gehen wir auf die Suche nach DEM, DER die uns vervollkommnen soll. Wir verlieben uns in Menschen, die scheinbar all die Eigenschaften besitzen, die wir an uns vermissen und am anderen bewundern.
Aus diesem „Verliebtsein“ wird dann Liebe, wenn wir es verstehen, die Chance zu erkennen, am Anderen zu wachsen, indem wir seine „begehrten“ Eigenschaften in unser eigenes Muster integrieren und selber leben.
Dann kann die unerlöste Venus, die in erster Line besitzen will, die in orale Abhängigkeit verfällt, Genüsse nur als „großes Fressen“ wahrnehmen kann und Erotik in übersteigerter pervertierter Form sucht, überwunden werden und in ihrer ganzen Pracht erstrahlen um uns das Erleben bewusster Sinnlichkeit zu vermitteln. Nämlich dass DAS was gerade da ist als Objekt des Genusses dienen kann und nicht die Gier nach dem, was wir nicht besitzen und das uns immer weiter treibt.
Das Geschenk, das Venus dann für uns bereit hält, ist sinnliches Genießen, ohne jegliche Erwartungshaltung und tiefe Befriedigung durch von Harmonie geprägter Entscheidungsfähigkeit und Ausgleichsvermögen.
Liebe Grüße
sonnenwende