Allein bin ich gut,
zu zweit bin ich eine Katastrophe.
Ich kann nicht allein sein.
Horst Jansen
Hallo Ihr Alle
Ich liebe dieses Zitat.
Und Liebe darf ja nun Thema sein,
die Sonne ist weiter gewandert und betritt das Reich der Waage, regiert von der Liebe spendenden Venus.
Über die Liebe zu schreiben ist aber auch immer ein kleines bisschen Frevel, darum nehme ich mir das 7. Haus vor.
Das 7. Haus (oder: Gedanken über den Schatten)
Immer wieder stieß ich, als ich begann mich mit Astrologie zu beschäftigen, im Zusammenhang mit dem 7. Haus, auf Begriffe wie: „die bessere Hälfte, Suchbild, das Du oder der Schatten.
Der Schatten?
Was sollte ich denn darunter verstehen?
Es ist doch das Haus der Waage und der Venus. Was hatte denn ein so unschöner Begriff wie „der Schatten“ dort zu suchen? Und überhaupt gingen mir diese esoterischen Begriffe irgendwie auf den Keks. Konnte denn nicht mal Jemand beschreiben, worum es wirklich ging?
Als plutonisch geprägter Mensch interessiert mich jedoch sofort alles, was Spannung verspricht. Schatten klang nach „schönen Schwierigkeiten“, oder herrlich komplizierten Beziehungsmustern, die in Abgrund und Ekstase gipfeln. Es kann unmöglich jeder ein solches Bedürfnis haben, aber ein 7. Haus hat je schließlich jeder.
Dann kam mir bei meinem Erkenntnisprozess meine ebenso starke Waageprägung (Sonne und Venus Konj. in der Waage) zu Hilfe.
Lass die Finger von solch verworrenen Grübeleien, die abscheuliche, abgründige Themen ans Tageslicht zerren, flüsterte mir mein inneres harmoniebedürftiges Feenwesen ein.
Das Leben hat doch so schöne Dinge zu bieten, es gibt so unendlich viel Schönes, woran man denken und woran man sein Herz verschenken kann, dass ein einziges Leben hierfür gar nicht ausreichen würde. Alles was dunkel und abgründig ist, wird mit einem imaginären „heile Welt Skalpell“ abgetrennt, auf dass sie fortan in rosarot eintauche. Das Dumme ist nur, dass diese selektive Schönheitsoperation, Teile unseres Selbst hinterlässt, die keineswegs gewillt sind ihr Dasein unauffällig und quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu fristen. Sie beginnen (losgelöst von ihrem „hellen, guten“ Pendant) ein wüstes Eigenleben zu führen. Jetzt, wo sie ungestört alle Tabus brechen können, lebt es sich ganz ungeniert.
So vernachlässigt von uns, kommen diese verstoßenen Anteile von Außen auf uns zu und treten in Korrespondenz mit dem Schatten, der von ihnen in uns noch vorhanden ist. Denn logischer Weise sprechen beide die gleiche Sprache, verstehen sich nahezu blind und wissen sehr genau, was der Andere gerade im Schilde führt.
Meine Freundin hat Pluto /Uranus und Mars im 7. Haus.
Sie muss vermeintlich ständig mit unberechenbaren (Uranus) Menschen, die Macht (Pluto) auf sie ausüben endlose Kämpfe (Mars) ausfechten.
Ich kenne aber keinen Menschen, der sich mehr Freiheit und Unabhängigkeit (Uranus) in Beziehungsfragen (7. Haus) erkämpft (Mars) und auf subtilere Weise (Pluto) seine eigenen Überzeugungen und Wünsche durchsetzt , als meine liebe Freundin.
Auf ganz herrliche Weise, kann ich an Ihr studieren, wie der verflixte Schatten im 7. Haus zur Wirkung kommt, denn ihr Mann hat eine Mars /Pluto / Uranus Konjunktion und verkörpert in ihren Augen das, was sie vermeidlich nicht hat. Das sieht er aber ganz anders
P.S.: Übrigens habe ich Mars /Pluto und Uranus im 1. Haus.
Liebe Grüße an alle
sonnenwende