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Neues aus der Astro-Welt - Newsletter - November 2018


 


Beginn einer neue Serie: Berühmte Astrologinnen und Astrologen und ihre Horoskope

Teil 1: Johannes Kepler – als Astronomen auch Astrologen waren


johannes_kepler Quelle: gemeinfrei

Das Leben von Johannes Kepler (1571-1630) fällt in das Zeitalter der ausgehenden Renaissance. Eine Zeit, als die große Blüte astrologischer Beschäftigung im Zeitalter der naturwissenschaftlichen Revolutionen und der Aufklärung Risse bekam, die die Astrologie dann in der Folge zu dem machten, was sie heute ist: eine umstrittene Disziplin, im öffentlichen Diskurs eingeordnet zwischen Faszination und kritisch-rationaler Ablehnung, nicht festlegbar zwischen Geheimwissen, Esoterik, Kunst und Wissenschaft. Diese Epoche war nicht das Ende der Astrologie, wohl aber hat sie seitdem einen anderen gesellschaftlichen Platz erhalten.
In dieser Zeit war die Welt jedoch noch nicht getrennt in kausale Sternenkunde, d.h. Astronomie, und deutende Astrologie. Viele der großen Gelehrten wie Kopernikus, Galilei und eben auch Kepler betätigten sich als Astronomen sowie auch als Astrologen.
Keplers Leben fällt damit auch in eine Phase des wissenschaftlich-rationalen Aufbruchs und der sogenannten kopernikanischen Wende. Diese Wende fand ihren maßgeblichen Ausdruck in der Abkehr vom Glauben an die Erde als Mittelpunkt des Kosmos. Keplers Zeitgenosse Galileo Galilei lieferte mit der Rotation der Erde um die Sonne einen maßgeblichen Erklärungsbaustein für diese Wende.

Als Kepler geboren wurde, hatten sich die Erkenntnisse von Nikolaus Kopernikus (1473-1543) schon als das heliozentrische Weltbild verbreitet. Es löste das ptolemäische Weltbild ab. Dieses Weltbild, das Claudius Ptolemäus (ca. 100-180) in einem seiner beiden Hauptwerke, dem „Almagest“, entwickelte, sah den Menschen im Zentrum des Universums. Dieses Weltbild umfasste auch die Vorstellung von Himmel und Erde als Kugelgestalt, die Schiefe der Ekliptik, die Fixsternsphäre und eine Karte von den bewohnten Gebieten der Erde.

Johannes Kepler war der Nachfolger Tycho Brahes als kaiserlicher Hofastronom und Mathematiker am Hofe Rudolfs des II. im aufgeklärten Prag.
Dort formulierte Kepler die drei Keplerschen Gesetze über die Bahnen der Planeten um die Sonne. Damit wurde das heliozentrische Weltbild endlich theoretisch widerspruchsfrei begründet und konnte sich nunmehr auch im Bewusstsein der Öffentlichkeit durchsetzen. Die damals prägende Kraft war die Kirche, die die kompromissfähigen Formulierungen Tycho Brahes, nachdem sich Sonne und Mond um die Erde drehten, die anderen Planeten wohl aber um die Sonne, vertrat. Galilei dagegen musste noch 1630 abschwören, sonst wäre er auf dem Scheiterhaufen gelandet.
Auch Kepler kam nach seiner Rückkehr ins katholische Linz mit der Macht der Kirche in Konflikt. Seine Kinder wurden zur Teilnahme an der katholischen Messe gezwungen. Seine Lehre wurde von protestantischer Seite her immer stärker geächtet. Theologen seiner Heimatuniversität Tübingen griffen ihn heftig an und so flüchtete er mit der Familie 1627 nach Ulm. In seinen letzten Lebensjahren fand er im legendären kaiserlichen General Wallenstein einen großen Gönner. Ihm erstellte Kepler Horoskope.

Wir blicken auf das Horoskops Keplers, das er selbst in seinem wichtigsten Werk den „Harmonices mundi“ 1619 veröffentlichte.

horoskop_kepler

Kepler war nicht nur ein genialer Astronom, sondern auch Mystiker. Kepler war ein mystisch empfindender und gleichzeitig rational denkender Mensch. Die Keplerschen Gesetze sind eine Wiederaufnahme der platonischen Auffassung einer Weltenharmonie in Verbindung mit geometrischen Gesetzmäßigkeiten. Kepler bettete die naturwissenschaftliche Methode letztlich allerdings in sein harmonikal-platonisches Kosmosmodell ein.

Diese Qualität, vermeintliche Widersprüche zu integrieren, zeigt sich in beeindruckender Weise in seinem Horoskop. Dort steht der große Mystiker Neptun in gradgenauer Konjunktion am Aszendenten. Das Quadrat des Neptuns zu seiner erfolgversprechenden Konjunktion von Jupiter und Pluto im 10. Haus zeigt jedoch auch die Schwierigkeiten im Umgang mit den Mächtigen. Es blieb zeit seines Lebens schwierig für ihn, dauerhaft Anerkennung zu finden, da er sich immer wieder mit den Konflikten zum herrschenden Glauben der Kirche auseinandersetzen musste. Einer Kirche, die ihre Macht durch die Erkenntnisse der Wissenschaft bedroht sah.
Für Kepler funktionierte das Zusammenspiel von Neptun und Jupiter gut. Er konnte seine Erkenntnisse im Laufe seines Lebens maßgeblich erweitern und erdete sie in seinem mystischen Empfinden. Oft war er im Zusammenspiel mit Pluto nahe an der Macht und nicht ohne Einfluss auf das politische Geschehen.

Was ihn trieb, war wohl ein allumfassendes Verständnis von einer kosmischen Weltenharmonie, was sich in seinem Hauptwerk, den Harmonices mundi ausdrückte. Wo könnte sich der Mars in der Waage im 5. Haus, noch dazu im Trigon zum Mond in den Zwillingen im 12. Haus besser ausdrücken als in diesem Verständnis?

Der rationale Mensch Kepler mit seinen großen Möglichkeiten zu ernsthaftem Denken und harter Arbeit zeigt sich in überbordender Weise durch die Planetenballung im Steinbock: Sonne, Merkur, Venus und Uranus stehen im Steinbock. Die Konjunktionen von Merkur und Uranus bzw. Sonne und Uranus weisen ihn zudem als das aus, was er mit seinen Erkenntnissen war: ein Mensch, der alles Bisherige auf den Kopf stellte, das Denken revolutionierte und die Zukunft beeinflusste.



helen fritsch

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Helen Fritsch, gepr. Astrologin DAV

 
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