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Warum die Sonne aus astrologischer Sicht die treibende Kraft im Leben darstellt
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Warum die Sonne aus astrologischer Sicht die treibende Kraft im Leben darstellt

Spätestens jetzt im August, im Hochsommer, merken wir, was solare Kraft bedeutet. Die Sonne versorgt uns mit Licht und Wärme. Sie sorgt für Werden und Gedeihen auf unserem Planeten. Für alles Leben auf der Erde ist sie die zentrale Kraft. Die Sonne hat immense Kräfte, und so kann sie auch zerstören, wenn sie ein Zuviel ausstrahlt. Die Sonne bestimmt unseren Takt des Lebens. Im Winter fehlt sie oftmals, und alles ist etwas beschwerlicher. Im Frühjahr und Sommer gibt sie wieder neue Kraft − wir „tanken“ Sonne, sagen wir dann. Über unsere Haut nehmen wir Sonnenstrahlen auf. In Maßen genossen, regt sie die körpereigene Produktion von Vitamin D an und schützt uns damit vor vielen Krankheiten.

Die Menschen haben die Sonne von alters her verehrt. Antike Monumente, Tempel und eigene Sonnenobservatorien zeugen vom Wissen über die Heilkraft der Sonne und dem Drang, mehr über das Wesen des Lichts zu erfahren.

Auch in der Astrologie ist die Sonne das zentrale Urprinzip, das Zentrum des Menschen. Wir handeln dort aus unserem Selbst, aus unserer Mitte heraus. Tun wir das nicht, fühlen wir uns wie in einem dunklen Winter, in dem die Sonne fehlt. Wir stellen unser Selbst hintenan und strahlen nicht. Natürlich gibt es auch die übersteigerte Form des Selbst, ein Zuviel des Ego. Dann verbrennt die Kraft der Sonne alles um sich herum, wie an einem viel zu heißen Hochsommertag.

Unter vielen Menschen verbreitet ist die Ansicht, wir hätten ein „Sternzeichen“, und ein Löwe, ein Wassermann oder Krebs hätten einen dementsprechenden Charakter. Als Nicht-Astrologen wissen sie nicht darum, dass es unsere eigentliche Lebensaufgabe ist, zu dem zu werden, was wir sind. Als Astrologinnen und Astrologen könnten wir auch sagen, wir haben kein „Sternzeichen“, sondern müssen es erst entwickeln. Im übertragenen Sinn müssen wir unsere Sonne tatsächlich zum Strahlen bringen. Es geht darum, unsere Individualität auszubilden, zeitlebens. Der Prozess der Entwicklung der Fähigkeiten und Talente unseres Sonnenzeichens ist niemals abgeschlossen.

Ein wichtiger astrologischer Hinweis: Schauen Sie auf den Saturn, wenn Sie die Sonne betrachten. Die beiden Kräfte sind nie unabhängig voneinander zu sehen. Es geht um die Entwicklung einer klar definierten Identität, einer bewussten Ich-Kraft. Die wichtigste Funktion des Saturns liegt darin, die Sonne an die Zügel zu nehmen und zu definieren. Saturn ist der Regent der Sonnenstrahlung, des Ichs und des tieferen Selbst, der diesem eine Identität gibt, es durch klar umrissene Kanäle leitet, die uns letztendlich erst zu einer Persönlichkeit formen.

Die Aussage, Saturn und Sonne lägen unabhängig davon, ob sie einen Aspekt bildeten, immer im Kampf (so formuliert von der berühmten Jungianerin und Astrologin Liz Greene in ihrem Standardwerk „Saturn“), zeigt, dass unser saturnisches Über-Ich uns immer wieder mit Regeln konfrontiert, die nicht aus uns selbst heraus kommen. Von daher ist Saturns Rolle bei der Ich-Entwicklung die des Hüters und Richters. Saturn und Sonne stehen im Kampf um ein funktionierendes Gleichgewicht zwischen roher Kraft und reifer Kontrolle.

Die Lösung besteht darin, Saturn und die Sonne in einen positiven Kontakt zueinander zu bringen. Saturn kann positiv genutzt werden, um zum „Architekten“ der eigenen Identität zu werden. Dann schwindet nach und nach die innere, typisch saturnische Unsicherheit. Der Horoskopeigner kann sich endlich von seinem inneren Zensor verabschieden. Es entsteht Raum für ein stabiles Ich-Gefühl und die Zuversicht, dass Ziele mit der Zeit immer leichter erreicht werden können. Und zwar deswegen, weil Anstrengung (Saturn-Prinzip) beginnt, Spaß (Sonnen-Prinzip) zu machen.


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