2012 22 Februar

Joachim Gauck wird der neue Bundespräsident – eine astrologische Annäherung

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Astrologen rätseln über seine genaue Geburtszeit. Eine Geburtszeitkorrektur wäre ratsam

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Bild: „Joachim-gauck-2009-ffm-004“ von Dontworry - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Joachim-gauck-2009-ffm-004.jpg#mediaviewer/File:Joachim-gauck-2009-ffm-004.jpg

Nach dem Rücktritt von Christian Wulff einigten sich die Parteien in Berlin außerordentlich schnell auf einen gemeinsamen Kandidaten, der so gar nicht neu auf der Kandidatenliste ist. Joachim Gauck stand schon einmal, am 30. Juni 2010 bei der Bundesversammlung zur Wahl zum Bundespräsidenten. Er verlor damals im letzten Wahlgang gegen eben Wulff – eine parteipolitische Wahl, die Kanzlerin musste Wulff durchbringen, sonst wäre ihre wacklige Koalition wohl damals gescheitert. Wulff bleib ein schwacher Bundespräsident, teilweise hatte man den Eindruck, er sei auf dieses Amt abgeschoben worden, in einem Alter, indem er sich als Elder Statesman gar nicht gut machen konnte und eigene Machtambitionen in Hinblick auf Kanzlerschaft und Ministeramt in Berlin begraben musste.

Nun also Gauck, er ist mit 72 im passenden staatstragenden Bundespräsidentenalter und die Medien verkünden ihn als den Bundespräsidenten aller Deutschen. Dabei kennt ihn kaum jemand. Von 1990-2000 war er „Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR“, Vorsitzender einer Behörde, deren Auftreten er in der Öffentlichkeit so deutlich prägte, dass sie bald nur noch „Gauck-Behörde“ genannt wurde. Die Bevölkerung wird ihn erst kennen lernen müssen, aber offenbar weckt er viele Sehnsüchte in einem Amt, indem man nicht aktiv verändern kann, sondern durch Worte wirken muss.

Schon einmal zur Wahl im Juni 2010 haben wir das Horoskop von Joachim Gauck im Newsletter betrachtet. Damals gingen wir von einer Geburtszeit von 10.00 Uhr am 24.01.1940 in Rostock aus. Meridian 7-8/2010 nannte die DAV-Datenbank als Geburtszeitquelle, die auch wir im Newsletter-Beitrag nutzten. In der Ausgabe 9-10/2010 korrigierte dann ein Leser die Geburtszeit auf 01.00 Uhr und nannte als Quelle das IHL.

GauckIch möchte Ihnen das korrigierte Horoskop nicht vorenthalten, wobei die Uhrzeit sicherlich gerundet ist und dringend einer Geburtszeitkorrektur bedürfte – gerade bei einem Grenzfall mit einem Aszendenten auf 00.04 Grad Skorpion.

Der Mann hat jedenfalls Energie mit drei Planeten im Zeichen Widder. Joachim Gauck hat schon 2010 alle überrascht, aber wie sollte es auch anders sein beim uranisch geprägten Wassermann der ersten Dekade. Auch dieses Mal zeigte er sich bei seiner erneuten Präsentation unkonventionell im Auftreten, sprach offen davon, dass er sehr überrascht sei und nicht einmal dazu gekommen sei sich zu waschen. Sein Uranus steht im 7. Haus – momentan haben einige besonders Konservative kritisiert, dass er doch in einem Hohem Amt seine persönliche Verhältnisse ordnen solle. Gauck ist nicht verheiratet.

Mit einer Sonne in Opposition zu Pluto hat er Machtbewusstsein, er hat erneut seine Chance ergriffen, ohne beleidigt zu sein, weil es beim ersten Mal nicht klappte. Er will nun endlich in das höchste Staatsamt, Das positive Echo in der Bevölkerung ist sicherlich auch Zeichen der Qualität dieser Konstellation. Gauck war schon immer besonders einsichtsfähig in kollektives Leid und Schmerz. In der DDR drückte der Pastor dies als aktiver Bürgerrechtler aus, jetzt will er der Präsident aller Deutschen werden und typisch uranisch wiederum, für kollektive Veränderungen sorgen.

Gelesen 22546 mal Letzte Änderung am Dienstag, 10 März 2015 11:24
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Stefan Ringstorff

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5 Kommentare

  • Kommentar-Link Bettina Freitag, 24 Februar 2012 11:14 gepostet von Bettina

    PS
    Als ich meinen Kommentar verfasste, war unbedingt auch der Wunsch nach etwas berechtigter Hoffnung - in/für diese-m/s Land der Vater des Gedanken.
    Heute finde ich einen Kommentar von Jutta Ditfurth (in "trend" onlinezeitung) unter der Überschrift: Präsident Gauck - Der Prediger der verrohenden Mittelschicht, und der spricht wiederum die auch nicht ganz unberechtigten latenten Befürchtungen aus, nämlich, mit Christian Wulff hat sich die politische Klasse eines lästig geworden kleinbürgerlichen korrupten Aufsteigers entledigt, während die viel größeren Geschäftemacher der Parteien weiter ungestört ihren Interessen nachgehen können.

    Um die Peinlichkeit zu übertünchen, wurde nun Joachim Gauck, der Prediger für die verrohende Mittelschicht gerufen. Dass CDU/SPD/FDP und Grüne ihn gemeinsam aufstellen verrät uns, dass uns noch mehr Sozialstaatszerstörung, noch mehr Kriege und noch weniger Demokratie drohen. Einen wie ihn holt man, um den Leuten die Ohren vollzuquatschen.

    Ich kann das nicht astrologisch untermauern, nur in etwa kam mir dieser Gedanke gestern auch noch, dass eine wirkliche Änderung des Kurses, was schon fast einem Rumreißen des Steuers gleichkäm, auch unwahrscheinlich ist. Und, dass in Gaucks Horoskop, der Mond im Krebs (im gar nicht mal weiten Quadrat zu Mars im Widder) und der im Grunde gut gestellte Jupiter im Widder, nicht per se bedeuten, dass er ein echtes Interesse an Gerechtigkeit hat und sich auch für die Vielschichtigkeit der bundesdeutschen Republik begeistert, interessiert, einsetzt.
    Er könnte sich auch noch als Verteidiger altbewährter aber trotzdem überkommener, überholter Werte herausstellen, um nicht zu sagen Besitzstandswahrer hinter dem sich, wie Frau von Ditfurth es anmahnt, die Parteien mit ihrem etablierten Kurs in Ruhe wieder aufstellen - beziehungsweise setzen - können; obwohl die Zeichen auf Einsicht in die Notwendigkeit von Veränderung stehen.
    Menschlich nehme ich es den Politikern nicht übel, dass sie sich vor diesem heißen Eisen scheuen. Es ist sicher in diesen Tagen nicht einfach ein Politiker zu sein. Den meisten fehlt der Mut und aufgrund mangelnder Lebenserfahrung auch die Einsicht und das Vertrauen in die Lebenszusammenhänge, für eine positive Neuanpassung des staatlichen Rahmens; wie es z.B. nach dem Krieg hier einmal durchbuchstabiert worden war.

    Nun, danke diesem Forum, dass ich mir hier mal etwas Luft machen konnte damit.
    Mal schauen, was da kommt.
    Bettina

  • Kommentar-Link Bettina Freitag, 24 Februar 2012 02:00 gepostet von Bettina

    Ein prima Artikel und prima Kommentare hier, bis jetzt. Dass Wulff da die undankbare Rolle eines Lückenbüßers gespielt hatte, ist richtig erinnert. Jetzt ist die Luftnummer geplatzt und er landet - immerhin um eine ungewöhnliche Erfahrung reicher - wieder auf dem Boden der Realität. Der jetzige Kandidat ist - auch - für mein Empfinden einfach die richtige Klasse.

    Ich möchte aus meinem Bauchgefühl und den intuitiven Gedanken heraus, die mich heute begleitet haben, einfach noch gerne zitieren, was Edward Bach in einem Brief (1935) einmal über Anforderungen an eine gesellschaftlich wichtige Persönlichkeit geschrieben hat: Kein Mensch wäre längere Zeit der Anführer anderer, wenn er in seinem speziellen Wissensgebiet nicht mehr verstünde als seine Untergebenen, sei es im Militär, in der Staatsführung oder woanders.
    Daraus folgt, dass der Anführer, um Schwierigkeiten, Probleme, Krankheit, Verfolgung und so weiter meistern zu können, ein noch größeres Wissen besitzen muss, eine tiefere Erfahrung als - das gebe Gott - seine Anbefohlenen je ertragen werden müssen.

    Das hört sich etwas theatralisch an, meint aber doch einfach nur, dass man, um andere führen zu können selbst eine gewisse Größe widerspiegeln muss, die als Beispiel dienen kann. Insofern macht eine ältere Person in diesem Amt wirklich Sinn.

    Mir gefällt auch, dass er mit einer Wassermann-Sonne wahrscheinlich auch ein Verhältnis zu Wissen und Wahrheit hat.
    Vielleicht ist er jemand der befähigt ist damit umzugehen. Immerhin hat er ja auch schon die Behörde zur Aufklärung der Stasi-Aktivitäten geleitet. Das Motto könnte heißen:"Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.". Wär das schön.

    Grüße!
    Bettina

  • Kommentar-Link Helga Eichner Donnerstag, 23 Februar 2012 14:16 gepostet von Helga Eichner

    Ohne Häuser gedeutet, fällt mir die nur über Halbsextile mit Sonne und Jupiter verbundene Fische-Venus sowie Chiron in Krebs auf, der ein Quadrat zum Widder-Mars und ein Trigon zur Fische-Lilith bildet. Abgesehen davon, dass es seine ureigenste Entscheidung ist, ob er sich - eventuell auch gegen den Willen seiner Ehefrau - scheiden lassen würde, könnte ich dieser Konstellation eine gewisse Zurückhaltung bei festen Bindungen abgewinnen. Venus und Lilith im Fischezeichen lässt mich vermuten, dass die zwangsläufige Entzauberung durch zu viel Nähe (Uranus in Stier!), die er scheinbar auch erlebt hat, ein starkes Motiv für sein Verhalten ist. Als Freidenker bereiten ihm Zwänge jedweder Art große Schmerzen (Stier-Uranus Sextil Krebs-Chiron). Ich würde ihm wünschen, dass er es schafft, seiner Linie treu zu bleiben!

  • Kommentar-Link Helen Fritsch Mittwoch, 22 Februar 2012 20:16 gepostet von Helen Fritsch

    Es stimmt, was Ingrid Staehle schreibt! Gauck lebt von seiner Ehefrau getrennt, ist aber nicht geschieden und ich bin mir ziemlich sicher, dass es die meisten Menschen nicht im Geringsten stört! Es spricht eher für ihn, dass er so lebt, wie er leben möchte.

    Sollte die Uhrzeit seines Hor. mit ca. 1.00 Uhr zutreffen, so würde es zum Uranus im 7. Haus einigermaßen passen. Die Erfahrung hat mir aber gelehrt, sehr vorsichtig zu mit solchen Vermutungen von richtigen bzw. falschen Uhrzeiten zu sein, nur weil man irgendetwas meint, zu erkennen. Fakt ist, dass wir auch ohne Sicherheit, was die Häuser anbetrifft, schon eine Menge in seinem Horoskop sehen können. Die Planetenposition stimmt und die Aspekte auch. Höchsten der Mond könnte ein wenig anders stehen.

  • Kommentar-Link Helen Fritsch Mittwoch, 22 Februar 2012 19:59 gepostet von Helen Fritsch

    I. Staehle bat mich ihr Kommentar hier zu setzen, da es bei ihr nicht geklappt hatte.

    Kleine, aber nicht unwesentliche Korrektur: Gaucks "ungeordnete Verhältnisse" laut CSU bestehen gerade darin, d a s s er verheiratet ist - aber eben nicht mit der Frau, die er ins Schloß Bellevue mitnehmen will...
    War da nicht mal was mit einem Herrn Seehofer und sehr viel mehr ungeordneten Verhältnissen?

    Schöne Grüße ins geliebte Hamburg!
    Ingrid Staehle

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