Der März 2026 steht unter einer spürbaren inneren Verdichtung. Nachdem im Februar mit der Saturn/Neptun-Konjunktion im Widder ein neuer 36-jähriger Zyklus begonnen hat, zeigt sich nun, wie tief diese Konstellation in unser individuelles und kollektives Selbstverständnis eingreift. Die starke Fische-Betonung zu Monatsbeginn wirkt wie ein seelischer Resonanzraum, während im Hintergrund bereits die Widder-Energie des Neubeginns drängt. Zwischen Auflösung und Selbstbehauptung gilt es, die innere Balance zu finden.
Mit dem Eintritt von Mars in die Fische am 2. März verändert sich zunächst die Qualität unseres Handelns. Der Wille wird durchlässiger, sensibler, weniger direkt. Mars in den Fischen kämpft nicht frontal – er reagiert auf Atmosphäre, auf innere Bilder, auf emotionale Strömungen. Psychologisch kann dies eine Phase anzeigen, in der wir uns unserer unbewussten Motivationen bewusster werden müssen. Handeln wir aus Mitgefühl oder aus einem Vermeidungsverhalten heraus? Aus Inspiration oder aufgrund einer diffusen Unruhe? Diese Unterscheidung wird im weiteren Monatsverlauf entscheidend sein.
Bereits am 3. März verdichtet sich diese Thematik in der Mondfinsternis auf der Fische-Jungfrau-Achse. Mit Merkur, Venus und Mars ebenfalls in den Fischen entstehen sich aufweichende Grenzen und verstärkte Empfindungen. Die Jungfrau-Seite symbolisiert Kontrolle, Analyse, Funktionieren. Die Fische-Seite konfrontiert uns mit Ohnmacht, Hingabe und dem Wissen, dass nicht alles optimierbar ist. Psychologisch wirkt diese Finsternis wie ein Innehalten des inneren Kontrollsystems. Unverarbeitete Gefühle können auftauchen, Erschöpfungssymptome werden sichtbarer, alte Projektionen verlieren ihre Tragfähigkeit. Das Quadrat zur Lilith im Schützen deutet darauf hin, dass besonders ideologische oder moralische Überzeugungen unter Druck geraten können.
Mit dem Wechsel der Venus in den Widder am 6. März verschiebt sich die Atmosphäre spürbar. Die zuvor vorherrschende Verschmelzungstendenz weicht dem Bedürfnis nach Klarheit und Positionierung. Venus aktiviert im weiteren Verlauf die noch junge Saturn/Neptun-Konjunktion im Widder. Genau hier beginnt die eigentliche psychologische Arbeit des Monats. Ideale wollen nicht länger erträumt, sondern verantwortet werden. Beziehungen stehen unter einer Realitätsprüfung: Was ist Projektion, was hat Substanz?
Am 11. März wird Jupiter im Krebs wieder direktläufig. Diese Bewegung wirkt weniger spektakulär, aber stabilisierend. Emotional kann sich ein Gefühl innerer Ausweitung einstellen, als würde nach einer Phase der Unsicherheit wieder mehr Vertrauen entstehen.
Besonders markant ist die Konjunktion von Mars mit dem aufsteigenden Mondknoten am 13. März. Hier wird Handlung zum Entwicklungsschritt. Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, tragen eine langfristige Qualität.
Wenn Merkur am 20. März in den Fischen wieder direktläufig wird, beginnt eine Phase von inneren Klärungsprozessen. Diffuse Empfindungen lassen sich allmählich in Worte fassen.
Zwischen dem 22. und 26. März läuft die Sonne über die Grade der Saturn/Neptun-Konjunktion im Widder. Hier wird der neue Zyklus bewusst erfahrbar. Visionen verlangen Struktur und Disziplin.
Den konstruktiven Abschluss bildet am 28. März das exakte Sextil zwischen Saturn im Widder und Pluto im Wassermann. Diese Verbindung steht für strukturierte Transformation und innere Autorität.
Ein kurzes Fazit zum Schluss: Der März 2026 verlangt keine dramatischen Gesten. Er verlangt Bewusstheit. Vision allein genügt nicht mehr. Sie will verkörpert werden.



