Als das Hamburger Abendblatt 2011 die Astropraxis besuchte, gehörte Präsenzunterricht noch selbstverständlich zu unserer Arbeit. Wir hatten größere Praxen in Hamburg, Berlin und an der Ostsee. Wenn ich das damalige Porträt heute lese, erkenne ich vieles wieder. Zugleich sehe ich, wie grundlegend sich unsere Ausbildung seitdem verändert hat.
„Astrologie ist im Prinzip Menschenkunde“, sagte ich damals im Gespräch. Damit meine ich: Mit astrologischen Methoden können wir Menschen erkunden, verstehen und Zusammenhänge systematisch und logisch nachvollziehbar erklären. Diesen Zugang vermitteln wir weiterhin. Der Weg, auf dem unsere Teilnehmenden ihn erlernen, ist heute ein anderer.
Die Entscheidung für das Online-Angebot
2015 entschied ich, mich auf den Fernkurs zu konzentrieren und die größeren Praxen zu schließen. Für den Präsenzunterricht nahmen wir keine neuen Teilnehmenden mehr auf. Die bereits begonnenen Ausbildungen führten wir zu Ende.
Im Juni 2019 schlossen die letzten Teilnehmenden ihre Ausbildung vor Ort ab. Ich mietete ein kleineres Büro in der Hamburger Lilienstraße, das für unsere Arbeit ausreichte.
Während der Präsenzunterricht auslief, wuchs der Fernkurs. Aus zunächst zwei Tutorinnen und Tutoren wurden zwölf. Auch unsere Office-Managerin hatte mehr zu tun und erhöhte ihre Arbeitszeit. Die Entscheidung für diesen Weg hatte ich getroffen. Umsetzen konnten wir sie nur gemeinsam.
Ein Team, das das Wachstum getragen hat
Als 2020 die Pandemie begann, hatten wir bereits mehrere Jahre Erfahrung mit unserem Online-Angebot. In der folgenden Zeit wuchs die Astropraxis stark. Zeitweise arbeiteten 35 Tutorinnen und Tutoren mit uns, und wir begleiteten rund 200 Teilnehmende – etwa dreimal so viele wie zuvor. Auch unsere ausgezeichneten Mitarbeiter im Marketing hatten daran großen Anteil.
Nach der Pandemie ging die Nachfrage nicht zurück. Wir wuchsen weiter und blieben bei der Online-Ausbildung. Im Laufe der Jahre haben wir vieles aktualisiert und modernisiert.
Hinter dieser Entwicklung stehen Menschen. Die Tutorinnen und Tutoren vermitteln Wissen und begleiten unsere Teilnehmenden. Im Büro wird die umfangreiche Arbeit organisiert. Das Marketing hilft Interessierten, unser Angebot zu finden. Ohne mein Team hätte ich nur wenig von dem erreicht, was die Astropraxis heute ermöglicht.
Besonders dankbar bin ich für die Beständigkeit dieser Zusammenarbeit. Die meisten im Team sind seit mehr als fünf Jahren dabei, einige seit zehn, fünfzehn oder sogar zwanzig Jahren. Diese gemeinsame Erfahrung trägt unsere Arbeit.
Was geblieben ist
Im Abendblatt-Interview beschrieb ich meine astrologische Arbeit auch so: „Wir zeigen Talente auf, das Horoskop macht einen Lebensvorschlag.“
Menschen dabei zu unterstützen, ihre Möglichkeiten zu verstehen, ist mir bis heute wichtig. Damit angehende Astrologinnen und Astrologen selbst verantwortungsvoll beraten können, brauchen sie gründliche Kenntnisse und praktische Erfahrung. Unsere Ausbildung hat dafür neue Formen gefunden: Online-Unterricht, persönliche Begleitung und ein Praktikum.
Die Räume von damals gibt es nicht mehr. Die Astropraxis ist weitergewachsen – durch die Arbeit eines Teams, dem ich sehr viel verdanke.
Hélène Fritsch
Ein Blick zurück: „Dem Himmel ganz nah“, Hamburger Abendblatt, 31. Dezember 2011.