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Vor 50 Jahren starb eine große Musik-Ikone: Janis Joplins kurzes Leben für die Ewigkeit. Ein astrologisches Porträt
Persönlichkeit

Vor 50 Jahren starb eine große Musik-Ikone: Janis Joplins kurzes Leben für die Ewigkeit. Ein astrologisches Porträt

Am 4. Oktober 1970 starb im Alter von nur 27 Jahren Janis Joplin an einer Überdosis Heroin – nur zwei Monate nach ihrem Kollegen Jimi Hendrix und neun Monate vor Jim Morrison, die beide ebenfalls im Alter von 27 Jahren starben. Sie ist eine der bedeutendsten Figuren der Hippie-Zeit, eine der größten Musikerinnen ihrer Generation. Ihr Song „Me and Bobby McGee“ enthält mit „Freedom's just another word for nothin' left to lose“ eine der bekanntesten Songzeilen der weltweiten Friedensbewegung.

Mythen ranken sich um einen sogenannten „Klub 27“, der offiziell natürlich nicht existiert, wohl aber mit vielen prominenten Musikern aufwarten kann, die alle im selben Alter starben. Neben dem Todesalter werden häufig der exzessive Lebensstil der Künstler, ihr außergewöhnlicher musikalischer Einfluss sowie die Ursachen und Umstände der jeweiligen Todesfälle genannt. Auch das Horoskop von Janis Joplin spricht von Möglichkeiten eines exzessiven Lebensstils, der von Sucht und Selbsttäuschung begleitet wird.

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Dabei verlief ihre Kindheit harmonisch und geborgen, ganz so, wie es sich der Mond im Zeichen Krebs wünscht. Die Mutter kümmerte sich fürsorglich um die drei Kinder der Familie. Janis fand ihren Ausdruck in der Malerei und im Kirchenchor und verlieh den Themen ihres Mondes im 5. Haus damit eine erste Form. Als Heranwachsende wurde es schwieriger für sie. Sie litt unter Akne und Übergewicht und wurde ein Stück weit zum Mauerblümchen, das sich versteckte – eine Spielart der Venus im 12. Haus zeigt sich im Rückzug. Und doch verlangte gerade auch ihre Unkonventionalität nach Ausdruck, denn Merkur, Venus und der AC stehen im Wassermann. Auf der High-School war sie entsprechend eine Außenseiterin, machte alles anders als ihre gleichaltrigen Mitschülerinnen und Mitschüler und sagte dazu selbst: „Ich war ein Außenseiter. Ich habe gelesen, ich habe gemalt, ich habe nachgedacht. Ich habe Nigger nicht gehasst.“

Also wurde sie auch äußerlich anders, trug abgetragene Jeans und grobe Karo-Hemden und pflegte einen Stil, der sie mehr zum Kumpel als zur jungen Dame werden ließ. Auf dem College traf sie sich lieber mit Jungs-Cliquen als mit anderen Mädchen. Ihre Kommilitonen organisierten eine erfolgreiche Kampagne, um sie zum „hässlichsten Mann auf dem Campus“ zu wählen. In den frühen 1960er entdeckte sie nach ihren Kirchenchor-Erfahrungen ihre Freude am Gesang wieder und fand einen ganz eigenen, autodidaktisch geprägten Stil im Blues und Folkrock. Ihre Stimme wurde ihr Markenzeichen und blieb so ungewöhnlich wie ihr Äußeres.

Ihr College-Freund Chet Helms verfügte über gute Kontakte und organisierte Auftritte, die sie immer wieder nach San Francisco führten. San Francisco war damals nicht nur eine ungeheuer kreative Metropole, sondern auch eine der Drogen. Janis Joplin kam schnell damit in Kontakt. Der rückläufige Neptun im siebten Haus trat in ihr Leben. Zeitlebens blieb ihre Sehnsucht nach Verbindung und der tiefen Verschmelzung zweier Seelen unerlöst. Neptun kann diese Sehnsucht nach Transzendenz als negative Entsprechung im Alkohol und ersticken oder in nebulösen Drogenerfahrungen umwabern. Janis Joplin wollte geliebt werden. Sie wurde geliebt und dennoch war dieses Bedürfnis unstillbar. Sie bettelte zeitlebens um die Liebe ihrer Familie, ihrer Freunde und ihrer Fans.

Am Deszendenten, dem Ort des Gegenübers und der Begegnung, stehen der aufsteigende Mondknoten und Chiron. Mit dem Mondknoten wäre es ein langer Weg gewesen, eine Lebensaufgabe, diese Sehnsucht nach Transzendenz zu erfüllen. Es blieb ein kurzer, unerfüllter Weg, voller chironischer Qualen. Sie konnte den Schmerz nicht annehmen und wandte sich der am Ende tödlichen Kraft der Drogen zu, als sie 1970 allein in ihrem Hotelzimmer in Los Angeles starb.


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