2011 17 Januar

In der BILD „eiert“ mal wieder die Erde...

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...und Bernd Hader schimpft über Aberglauben und erlebt einen "Astro-Schock"– aber der Astrologie gehört die Zukunft!

Nachdem sich BILD mal wieder in die Debatte über die Astrologie und die 12 Tierkreiszeichen mit „sensationellen“ Neuigkeiten eines weithin unbekannten Astronomen aus den USA an seine Millionen-Leserschaft wandte, gab es prompt die Antwort des Pressesprechers der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. (GWUP), Bernd Hader.

Im preisgekrönten Medienjournal BILDblog erklärte er uns, wie es sich denn tatsächlich mit dem Tierkreis verhalte und warum die Präzession in der Himmelsbeobachtung eine Rolle spiele.

Herr Hader ist ein ausgesprochener Kritiker der Astrologie, er nutzt gern das Wort „seriös“, aber leider geht er ziemlich verheerend mit seinen Feinden aus der Astrologie um. Unsachliche Kritik schmücken seine vielen Beiträge, da ist dann von einem „Jodel-Diplom“ die Rede, wenn es um die DAV-Prüfung geht und natürlich sind Astrologen „Abzocker“ und „Spinner“. Das halte ich dann für unseriös. Pauschalisierungen, die immer gleiche Kritik und Unwissenheit langweilen und bedienen doch nur die Menschen, die ohnehin schon wissenschaftsgläubig genug sind. Jemand anderes überraschen diese Aussagen genauso wenig wie der triviale BILD-Artikel.

PraezessionEine DAV-Prüfung umfasst durchaus fundierte Astronomie-Kenntnisse und die meisten, auch ungeprüften Astrologen werden die Präzession hinreichend genau erklären können. Aber, wir sind froh, dass es andere Wahrnehmungen gibt, dass wir tagtäglich Zuspruch erfahren und die öffentliche Meinung differenzierter ausfällt. Der auch von Hader genannte Artikel in der Welt am Sonntag und ein Interview im Magazin der Süddeutschen Zeitung mit Manuela Schmidt von Expert Call zeigen, dass man sich aktuell auch sachlich, seriös und mit einer durchaus auch kritischen Grundhaltung versehen in renommierten Medien mit der Astrologie auseinander setzt und zu einem aussagekräftigen Bild gelangt.

Die Menschen möchten sich ein eigenes Bild machen und nicht immer wieder vorgekaut bekommen, was gut und was schlecht sei. Dafür sind eigene Erfahrungen und Anregungen von anderen notwendig. Tabus und die Unwissenheit von Autoritäten aber nicht. Die Menschen fangen an, sich gegen so etwas zu wehren und nehmen Ihr Leben selbst in die Hand. Sie beginnen, ihre eigene Handlungsmacht zu erkennen und gestalten ihr Leben und ihre Umwelt selbst. Das sollten wir ihnen nicht verbieten. Die psychologische Astrologie nach C.G Jung arbeitet lösungsorientiert und möchte den Menschen dazu ermuntern, sich selbst ein Freund zu werden, um damit positiv auf das eigene Leben und das anderer zu wirken.

Der psychologischen Astrologie dieser Prägung gehört glücklicherweise die Zukunft, dafür muss ich keine Sternedeutung betreiben. Vielleicht genügt es dafür schon, Parallelen zu anderen gesellschaftlichen Entwicklungen, bei denen der Mensch für sich und sein eigenes Umfeld eintritt, zu ziehen. Die Macht der Autoritäten hat allzu lange in die Irre geführt und immer wieder neue Skandale produziert. Willkomen in der Beck’schen Risikogesellschaft, Herr Hader!

Gelesen 17949 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 18 Mai 2011 13:55
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Stefan Ringstorff

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