2014 17 Dezember

Uranische Zeiten – mit plutonischem Unterton

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Uranus

Bild: gemeinfrei

Die Vorweihnachtstage haben es astrologischer Sicht noch einmal in sich. Viel Ruhe wird es in dieser Zeit nicht geben. Dafür sorgen einige markante Konstellationen, die sich noch vor dem Heiligabend bilden. Da ist neben dem Zeichenwechsel von Saturn in den Schützen am 23. vor allem der Faktor Uranus.

Am 22. erreicht er im Bereich des absteigenden Mondknoten im Widder seine Station zur Direktläufigkeit. Noch rückläufig hat er am 15. Dezember bereits das vierte von insgesamt fünf exakten Quadraten zu Pluto gebildet. Es ist das letzte, das unter der Saturn/Pluto-Rezeption der letzten zwei Jahre stattfindet. Im laufenden Wandel, den wir vor allem auch mit dem Uranus/Pluto-Quadrat verbinden, findet nun eine Phase ihren Abschluss, in der wir mit Untergründigem und Abgespaltenem – im Sinne der Psychologie von C.G.Jung können wir von den Schatten sprechen - beschäftigt waren.

Der Wandel ist kollektiver Art, wie er durch das Kräfteverhältnis der beiden transpersonalen Planeten manifestiert wird und drückt sich im individuellen Erleben aus. Und wie es immer so kurz vor dem Ende ist, sind nun die Kräfte der Vergangenheit noch einmal besonders stark und die Abstellkammern der Seele offen und labil. Es gilt, sich den Herausforderungen zu stellen, die Weichen für die weitere Entwicklung einzuleiten und die noch offenen Fälle im persönlichen Leben zu klären.

Neumond_22.12In der Zeit bis zur Station der Direktläufigkeit von Uranus am 22. Dezember erscheint Pluto stärker, zumal er noch in Rezeption mit Saturn steht. Es ist eine konfliktträchtige Zeit, in der die reaktionären und autoritären Kräfte im Widerstreit mit progressiven und reformfreudigen Bemühungen stehen. Im Mittelpunkt dieser Tage kann das stehen, was wir aufs Schlimmste beim Attentat an den Schülern im pakistanischen Peschawar erlebt haben - destruktive Energie, die sich gewalttätig ihre Bahn bricht. Auf subtilere Art können Drohungen, Erpressungen, Provokationen und Blockaden eine Rolle spielen.

Nach dem 23. Dezember sollten sich die Möglichkeiten einfacher gestalten. Die Energien von Uranus sind nun wieder zugänglicher und nach außen gerichtet. Im Zeichen Widder umgibt ihn eine unglaubliche Kraft und Energie mit er die uranischen Qualitäten ungezügelt zum Ausdruck bringen kann. In der Phase der Rückläufigkeit waren diese nach innen gerichtet und werden nun sicherlich für sehr deutliche Ausbrüche dieser Uranus-Energie in den letzten Tagen des Jahres und zum Jahresbeginn sorgen. Es ist wichtig diese Energien in den Griff zu bekommen, Uranus und Pluto dabei miteinander zu versöhnen. Die Wandel zulassen, in die Kräfte des Lebens vertrauen, Tradition und Moderne in Einklang bringen, den Aufbruch wagen, ohne alte Werte und Prinzipien komplett über den Haufen zu werfen – das sind die Aufgaben dieser Zeit.

Gelesen 11496 mal Letzte Änderung am Dienstag, 10 März 2015 10:46
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Stefan Ringstorff

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