2011 21 September

Der ewige Klaus machts noch einmal: Wowereit gewinnt die Wahlen in Berlin

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Lächelt sich die charmante Waage mit Löwe-AC bald zum Kanzlerkandidaten?

Klaus-WowereitBild: CC BY SA 3.0 | Oliver Wolters.

Berlin ist arm, aber sexy. So richtig gut läuft es in der Hauptstadt wirtschaftlich gesehen eben nicht. Die Stadt ist zwar in aller Munde, auch international. Tatsächlich aber wohl eher wegen ihres sich immer noch ständig wandelnden Gesichtes und ihrer attraktiven (Sub)-Kultur. So richtig stört die wirtschaftliche Schwäche der Metropole aber keinen, zumindest war es im Wahlkampf kein richtiges Thema.

Und so war dieser mal wieder einer, der sich auf Personen konzentrierte. Da war zum einen die burschikose, zupackende Renate Künast. Natürlich auch profitierend vom bundesweiten Aufwind der Grünen, hatte sie zeitweilig richtig gute Chancen, lag in den Umfragen noch vor einem halben Jahr vorne.

Doch dann kam Klaus Wowereit zurück. Zwar schon seit zehn Jahren im Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, aber immer noch nicht amtsmüde im Vergleich beispielsweise zu seinem ehemaligen Kollegen in Hamburg, Ole von Beust, dem es dann doch irgendwann zuviel wurde. Beide Großstadtbürgermeister scheinen eine ähnliche Strahlkraft zu verkörpern. Da scheint es dann manchmal fast egal zu sein, welcher Partei sie angehören.

Viel wurde nach dem erneuten Sieg von Klaus Wowereit bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus am Sonntag spekuliert. Wird Klaus Wowereit der nächste Kanzlerkandidat der SPD? Die SPD-Linke scheint hinter ihm zu stehen, hat er doch auch Erfahrungen mit einer Koalition mit den Linken in Berlin, die sehr wahrscheinlich doch als Mehrheitsbeschaffer bei der nächsten Bundestagswahl herhalten müssten. Die Kandidaten scheinen sich schon jetzt ins Rennen zu bringen und Wowereit hat keine schlechten Chancen: Er ist sei eben ein„Gewinner-Typ“ wie Zeit Online nach der Wahl schrieb und die anderen möglichen SPD-Kandidaten wie Sigmar Gabriel und Peer Steinbrück seien dies eben nicht.

Wowereit„Wowi“ hat ein interessantes Horoskop. Da ist einer wirklich charmant, strahlt gerne und steht im Rampenlicht. Dann kann er auch noch gut reden und versteht es die Aufmerksamkeit auf sich zu richten (Sonne in Waage im 3. Haus im Sextil zum AC in Löwe). Alles hervorragende Qualitäten, um im eitlen Politikgeschäft aufzufallen. Venus in Konjunktion zu Mars unterstreicht diesen Eindruck. Der Mann ist extroviert und hat auch kein Problem damit zu sagen: „Ich bin schwul und das ist gut so.“

Mit dem Mond in Krebs im 12. Haus scheint er sich aber tatsächlich sehr gut in andere Menschen einfühlen zu können, ein positive Gabe für einen Politiker. Natürlich hat er ein besonderes Verhältnis zu seiner Mutter. Er pflegte nicht nur jahrelang seinen nach einem Unfall querschnittsgelähmten Bruder, sondern auch seine krebskranke Mutter.

Auffällig ist das Stellium von Neptun, Merkur und Saturn in Waage im 4. Haus in Opposition zum MC. Da scheint es ihm in der Tat um seine Heimat zu gehen und die ist als geborener Berliner natürlich sein liebstes Betätigungsfeld. Dort fühlt er sich sicher, in der Stadt, der er seit so langen Jahren nun schon politisch vorsteht.

Verantwortungsvoll und sensibel gegenüber den Bedürfnissen anderer ist er auf jeden Fall, das zeigt nicht nur seine Familiengeschichte. Um kein Wort verlegen, trägt er das Herz nach außen hin gern auf der Zunge (Merkur Opposition MC). Er scheint von den Anlagen her ein Idealist zu sein, einer der es geschafft hat, die Menschen tatsächlich mitzunehmen, das ist dann die positive Kraft eines Neptuns in Opposition zum MC.

Ungewollt erscheint mir dieses astrologische Kurzporträt Wowereits ein doch sehr positives geworden zu sein. Ich bin gespannt, ob er im nächsten Jahr wirklich noch einmal den Weg zum Kanzlerkandidaten der SPD findet. Örtlich wird er sich ja nicht verändern müssen...

Gelesen 12124 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 11 März 2015 11:43
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Stefan Ringstorff

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